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Diaspora bittet Nutzer um 25 Dollar – Hat es noch eine Zukunft?

    Diaspora bittet Nutzer um 25 Dollar - Hat es noch eine Zukunft?

Das oft als „Anti-Facebook“ titulierte Diaspora bittet seine Nutzer um eine Spende von 25 Dollar, die das Open Source Projekt sichern sollen. Das wirft zugleich die Frage nach der Zukunft des Vorhabens auf. Das kleine Projekt wollte mit seinem dezentralen Ansatz alles richtig machen, was an Facebook so sauer aufstößt. Nach dem ersten Hype konnte das Netzwerk bislang aber nicht wirklich durchstarten.

Die Idee hinter dem dezentralisierten Netzwerk, das sich gegen den vermeintlichen Goliath Facebook stellt, ist auf viel Zuspruch gestoßen. Die vier Macher aus New York stellten den Quell-Code als unabhängige Open Source Alternative zur Verfügung, um der Internet-Community mit Diaspora ein Social Network zu bieten, das die komplette Kontrolle der eigenen Daten gewährleistet.

Open Source 2010: Diaspora
Open Source 2010: Diaspora

Aber Vorschusslorbeeren begleichen nun mal keine Rechnungen und Diaspora ist noch lange nicht bei der breiten Masse angekommen. Deshalb riefen die Macher jetzt zu einer Spendenaktion auf, um Diaspora weiter zu finanzieren, obwohl sie bereits vor gut einem Jahr über die Gründungsplattform kickstarter auf Spendengelder von rund 178.000 Dollar setzen konnten.

Eure Meinung?

Wie beurteilt ihr den Spendenaufruf? Denkt ihr, dass die Macher das Projekt Diaspora noch in die Spur bringen können? Oder singt Diaspora in euren Augen schon den leisen Abgesang einer einstigen Facebook-Alternative, die nie wirklich auf die Beine kam?

Weiterführende Links:

 

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12 Reaktionen
Michael
Michael
13.10.2011, 17:25 Uhr

Nun ja, wie im Artikel gesagt hatten sie knapp 200.000 Dollar. Und ein Jahr später ist das Projekt immer noch weit von einer für den normalen Nutzer (wie mich) brauchbaren Version entfernt. Nach dieser Zeit wird Diaspora im Sande verlaufen. Eigentlich schade, ich fand den Ansatz gut.

Antworten

Frank
Frank
13.10.2011, 17:37 Uhr

Ich habe sogar zweimal eine solche Mail bekommen, also 50 $ :-)

Mir kommt das so bekannt vor wie beim Schwerlast-Zeppelin Cargo-Lifter, als mehr Geld für die Entwicklung gefordert wurde. Der Ansatz war auch gut, aber die Probleme waren enorm (was tun bei Wind? Wie am Boden halten wenn die Tonnen-Last abgelegt wurde? Wie die Stabilität garantieren?).
Vielleicht sind die Entwickler von Diaspora auf ähnliche Hürden gestoßen oder stehen vor einem Berg voll Arbeit der nie enden will?

Soll man nun oder soll man nicht spenden?

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Michael
Michael
13.10.2011, 18:02 Uhr

Das gleiche Problem besteht bei allen alternativen Diensten, die im Schatten ihrer übermächtigen "Vorbilder" keinen Fuß auf den Boden bekommen.

Solange sich keine kritische Masse beteiligt, werden Nutzen, Abwechslung und Spaß auf der Strecke bleiben. Und solange es keinen Spaß macht, wird sich keine kritische Masse finden, die da mitmacht... derzeit scheint die Spirale nach unten zu gehen.

Mein Lösungsansatz wäre, schulinterne Netzwerke auf Basis von Diaspora einzurichten, so dass sich die Schüler unterrichtsnah untereinander "datengeschützt" vernetzen können. Dazu bräuchte es allerdings Experten, die es einrichten, pflegen und vermitteln (und die Lehrer mit ins Boot holen). Das gilt im Übrigen auch für Berufsschulen, Universitäten, VHSn etc.

Solche Experten kosten allerdings Geld. Und Schulen sind leider keine Banken...

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Thomas
Thomas
14.10.2011, 08:01 Uhr

Ich glaube nicht mehr an Diaspora.
Das Projekt dauert einfach schon viel zu lange an
und die Konkurrenz wie Google+ oder Anybeat ist schon meilenweit vorraus.

Antworten

flosky
flosky
14.10.2011, 09:36 Uhr

Also ich finde das Konzept super und das habe ich auch mit 25$ unterstützt.
Es hat sich ja nun mit facebook herausgestellt, dass die Menschen ein soziales Netzwerk im Internet brauchen/wollen um zu kommunizieren. Die zugrunde liegende Plattform sollte meiner Meinung nach freie Software sein, um die Unabhängigkeit und den Datenschutz zu gewährleisten.
Ich habe den vorherigen Kommentar gelesen, der besagt, dass man damit kein Geld verdienen kann. Das stimmt natürlich, gilt aber ebenso wie Projekte wie Wikipedia. Zu dem Projekt sehe ich übrigens viele Parallelen, da auch da den Menschen ein Stück weit Freiheit geschenkt wurde.
Es dauert vielleicht etwas länger, aber ich hoffe die Macher ziehen das durch. Und wenn die nochmal 25$ brauchen, dann spende ich auch nochmal.

Gruß,
flosky

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Fritz
Fritz
14.10.2011, 09:45 Uhr

Der Idee an sich stehe ich neutral gegenüber, an sich wäre es schon gut ne Alternative zu FB zu haben. Andererseits bezweifle ich das der dezentrale Ansatz klappt, schon alleine weil dann einfach zuviele dranrumbasteln und nichts halbes und nicht ganzes dabei herauskommt.

Der grösste Fehler ist aber die Wahl der Plattform, RoR und Mongodb? WTF? Ich liebe Mongodb aber 2 Sachen die kaum ein Webhoster anbietet und die mangelhafte Anzahl der Leute die das vernünftig Administrieren können machen das Projekt schon zu ner Totgeburt bevor es richtig losging.

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fimbim
fimbim
14.10.2011, 09:47 Uhr

Das Thema ist doch durch, oder? Nach dem ersten Test hab ich es nie wieder ausprobiert. Hat mich damals schon gewundert, dass sie so viel Geld dafür einsammeln konnten. An sich ist das Ganze ja eine lobenswerte Idee nur irgendwie hat und wird das nicht fruchten. Auch nicht, wenn man jetzt noch mal 25$ nach wirft…

Antworten

erik
erik
14.10.2011, 11:30 Uhr

Hi,
die der dezentrale Ansatz ist WICHTIG. Langfristig ist das stabiler, demokratischer, innovativer und stärkt die Persönlichkeits-, Konstumenten- und Bürgerrechte.

Bitte keine FB oder Google PR hier posten und Diaspora schlechtreden... der Ansatz verdient unterstützung.

Mein problem war halt ebenfalls dass ich evtl einen diaspora pod installiert hätte, bin aber echt ein Ruby-Nutzer und hätte es nie zum laufen gekriegt. schade.

Antworten

clemens
clemens
16.10.2011, 01:49 Uhr

sagt mal, habt ihr alle diaspora kürzlich mal ausprobiert? es funktioniert blendend und kann von den Funtkionen sehr gut mit fb und g+ mithalten. es hat sogar einige Funktionen die darüber hinausgehen bzw. nach und nach von fb und g+ nachgeahmt werden. es sind auch schon knapp 200.000 Nutzer da, das finde ich beachtlich. Und das sie Geld brauchen? Kein Wunder. Aber ich denke die Community ist mittlerweils groß genug um das weiter zu tragen. Guckt doch nochmal vorbei...

Antworten

Marcel
Marcel
17.10.2011, 17:27 Uhr

Keine Ahnung ob die Leute, welche die angebliche Stagnation Diasporas kritisieren auch tatsächlich dort angemeldet sind...? Ich bin auf diasp.eu registriert und zugegeben, etwas Ernüchterung machte sich breit im ersten Moment da das Interface ja nun doch sehr sehr bekannt aussieht (...) aber von der Stabilität und dem Funktionsumfang her kann man sich über den Alphastatus wirklich nicht beklagen.
Etwas zweifelhaft blicke ich allerdings dem Beta-Invite Rollout Ende Oktober schon entgegen... das glaube ich erst, wenn ich es sehe.

Naja. Ich jedenfalls werde ein paar Dollar spenden. Allein aus der Erfahrung heraus, wie schwer es ist ein Soziales Netzwerk auf die Beine zu stellen.

Eins noch: Die Verbindung von Diaspora + cubbi.es + dropbox ist ja mal mehr als stark! :D

Antworten

Bob
Bob
19.10.2011, 13:39 Uhr

Diaspora ist wichtig. Das einzige soziale Netzwerk, das nicht eure Daten benutzt um die Welt besser auszubeuten zu können.
Bitte unterstützt den Laden!

Antworten

Sevk
Sevk
17.12.2011, 20:09 Uhr

Ich denke es ist sehr wichtig dass Facebook von einem freien Projekt abgelöst wird. Doch ist Diaspora das Richtige? Besteht nicht die Gefahr dass jemand genau weil es dezentral ist ein "Fake"-Server aufstellt der alle Daten von den Nutzern zu sich saugt und missbraucht?

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