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Entwicklung & Design

Diese 15 Tech-Trends sagt Apples legendäre Design-Agentur für 2016 voraus

    Diese 15 Tech-Trends sagt Apples legendäre Design-Agentur für 2016 voraus

(Screenshot: t3n)

Welche Tech-Trends erwarten uns im Jahr 2016? Frog Design, die legendäre Design-Agentur hinter dem Aufstieg von Apple, liefert pünktlich zu Weihnachten hochspannende Antworten.

Frog Design blickt in das Jahr 2016

Pünktlich zum Jahresende werden turnusgemäß die Fragezeichen über den Köpfen von Experten und Entscheidern größer: Welche Technologie-Trends werden im neuen Jahr die Branche aufmischen? Diese Frage haben sich nun auch die Verantwortlichen der Design-Agentur Frog Design aus dem Silicon Valley gestellt.

Zur Erinnerung: Bei Frog Design handelt es sich nicht um irgendeine Agentur, sondern um jene hinter dem Erfolg von Apple. Sie wurde 1969 vom Industriedesigner und langjährigen Steve-Jobs-Vertrauten Hartmut Esslinger gegründet und zeichnete maßgeblich für das Industriedesign und damit den Aufstieg von Apple verantwortlich. Auf Esslinger und seine Agentur gehen unter anderem die Apple-II-Computer sowie die Designsprache der Macintoshs zurück.

In einem jetzt veröffentlichen Beitrag unter dem Titel „Tech Trends 2016“ blickt Frog Design in die nahe Zukunft und hat aus der Zusammenarbeit mit Kunden nicht weniger als 15 Technologie-Trends identifiziert, die Unternehmen im Jahr 2016 beschäftigen werden.

Diese Tech-Trends erwarten euch 2016

1. Die Blockchain wird erwachsen

Blockchain, die Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin, wird nach Angaben von Frog Design im kommenden Jahr aus ihren Kinderschuhen herauswachsen. Demnach werden die bisher getätigten Investitionen in die Blockchain anfangen, Früchte zu tragen, weil entsprechende Plattformen und Anwendungsfälle eine relevante Marktdurchdringung erreichen.

Glaubt man der Agentur, gehen damit große gesellschaftliche Veränderungen einher: Niemand werde sich der Disruption entziehen können, da Blockchain-basierte Anwendungen über Bezahldienste hinaus auch im Gesundheits- und Finanzwesen sowie in der Musikbranche Einzug halten werden.

2. Datengestütztes Design verändert den Handel

Designer und Händler zugleich werden sich im neuen Jahr zunehmend mit datengestützten Gestaltungsprozessen konfrontiert sehen, glaubt Frog Design. Das bedeutet: Immer mehr Produkte, sowohl im stationären Handel als auch im Online-Business, werden auf Basis zuvor erhobener Nutzerdaten entworfen und verkauft werden.

Als Beispiel benennt Frog Design die amerikanische Kaufhauskette Nordstrom, die über die Smartphones seiner Kunden Daten über das Kaufverhalten sammelt und auswertet. „Datengestütztes Design wird den Einkauf und das Design von Produkten radikal verändern“, schreiben sie.

3. Menschliche Bakterien werden zur Ressource

Es klingt ein bisschen nach Science-Fiction, aber Mikrobiome wie beispielsweise Darmbakterien in unserem Körper werden sich nach Auffassung von Frog Design zunehmend als wertvolle Ressource im technologischen Gesundheitsbereich erweisen.

Im Unterschied zum klassischen Erbmaterial, könne die eigene Gesundheit mithilfe von entsprechenden Daten über die Bakterien in unserem Körper besser überwacht und gesteuert werden. Etwa bei Allergien oder Krebserkrankungen. Laut Frog Design arbeiten Startups und Wissenschaftler schon an entsprechenden Tech-Produkten.

4. Künstliche Intelligenz für den Bankensektor

Künstliche Intelligenz wird zum großen Thema im Bankensektor. Analysten aus dem Umfeld von Investmentbanken, Hedgefonds und Versicherungskonzernen werden demzufolge massiv auf künstliche Intelligenz setzen, um beispielsweise Ausfallrisiken zu minimieren oder Betrugsfälle zu vermeiden.

Die Technologie, schreibt Frog Design, habe das Potenzial, Vorfälle wie die Finanzkrise oder gar weltumspannende Schneeballsysteme im Stile von Bernard Madoff frühzeitig zu erkennen.

5. Heilungstherapie durch die Virtual Reality

Dass Virtual Reality den Unterhaltungs- und Gamingsektor auf den Kopf stellen werden ist längst ein alter Hut. Frog Design prophezeit dem Bereich Virtual Reality aber auch in der Medizin eine große Zukunft.

Schon im kommenden Jahr würde entsprechende Hardware etwa bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen chronischen Krankheiten eingesetzt. An der Universität von Washington setzen Ärzte zum Beispiel schon auf VR-Headsets, um die Schmerzen von Patienten mit starken Verbrennungen zu lindern.

6. Computerspiele auf Rezept

Was wie der Traum eines jeden Teenagers klingt, wird nach Meinung von Frog Design schon im kommenden Jahr Realität. Ärzte werden erstmals in der Lage sein, Computerspiele als „Rezept“ zur Behandlung von chronischen Krankheiten wie ADHS oder Alzheimer zu verschreiben.

Das kalifornische Startup Akili beispielsweise hat mit „Project Evo“ schon ein erstes Spiel zu diesen Zwecken entwickelt. Erste Pharmakonzerne sollen schon auf der Matte stehen.

7. Produkte gestalten sich selbst

Auch wenn das Designer nicht gerne hören dürften, nach Angaben von Frog Design wird die schöpferische Kraft von Menschen in Zukunft immer unwichtiger. Grund dafür sei die zunehmende Automatisierung von Designprozessen.

Designer werden demnach vermehrt zum Assistenten der Software-Entwicklung degradiert, da sich Produkte und Services zunehmend von selbst und in Echtzeit gestalten und optimieren würden. Daraus ergebe sich der Vorteil, dass bei der Entwicklung von Software keine Kompromisse mehr hinsichtlich ihrer Qualität gemacht werden müssten.

8. Virtual Reality feiert den Durchbruch

Mit dem bevorstehenden Marktstart von Oculus Rift oder Microsoft HoloLens wird Virtual Reality im Jahr 2016 für die breite Masse an Endverbrauchern relevant werden, schreibt Frog Design.

Zwar würden die Anwendungen zu Beginn noch eher rudimentärer Natur sein (zum Beispiel Videochats), werden VR-Brillen schon bald auch in anderen Bereichen wie etwa in Flüchtlingslagern oder Kriegsgebieten zum Einsatz kommen. Insgesamt sei damit zu rechnen, dass die Technologie große Veränderungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation hervorrufe.

9. Filmrezensionen, geschrieben von deinem Herzschlag

Frog Design geht davon aus, dass biometrische Daten aus Wearables an unseren Handgelenken über die Qualität von Produkten und Services bestimmen werden. Einen konkreten Anwendungsfall sieht die Agentur in der Bewertung von Filmen:

Statt bloß Sterne auf einer Skala von 1 bis 10 zu vergeben, werden in naher Zukunft körperliche und in Echtzeit gemessene Aktivitätsdaten wie der Herzschlag darüber entscheiden, wie spannend oder langweilig ein Film ist. Denkbar sei dieses Prinzip mit anderen Daten auch bei der Bewertung von Restaurants, Freizeitparks und Transportmitteln.

10. Schlaue Roboter als Spielzeug

Im Zuge der Fortschritte im Bereich künstlicher Intelligenz werden nach Angaben von Frog Design auch Spielzeuge für Kinder drastische Veränderungen erfahren. Sogenannter Roboterspielzeuge würden demzufolge schon bald in Kindergärten und Praxen eingesetzt, um etwa lernschwache Kinder besser zu adressieren. Studien hätten außerdem ergeben, dass Spielzeuge auf Basis künstlicher Intelligenz besonders gut für Kinder mit Autismus geeignet sind.

11. Sensoren ziehen unsichtbar in unser Leben ein

Sensoren im Sinne des Internet of Things werden sich in unserem Alltag einnisten und praktisch nicht einmal mehr auffallen. Da diese mit steigendem Fortschritt immer kleiner werden, vergrößern sich laut Frog Design auch die Anwendungsmöglichkeiten.

Zum einen werden biometrische Sensoren für unsere Körper eine immer größere Relevanz erreichen. Zum anderen werden Endverbraucher die zunehmend günstigeren Sensoren nutzen, um ihr Zuhause und ihre Umwelt zu vermessen. Die Tage von kostspieligen Temperatursensoren seien jedenfalls gezählt.

12. Haptisches Feedback erobert das Smartphone

Mit 3D- beziehungsweise Force-Touch auf dem iPhone hat es Apple bereits vorgemacht. Allerdings ist dies nur der Anfang des haptischen Feedbacks, das nach Auffassung von Frog Design im kommenden Jahr weit über die Bedienung von Smartphones, Uhren und Trackpads auf Laptops hinausgehen wird.

Wer beispielsweise Kleidung in einem Onlineshop kauft, könne schon im nächsten Jahr den Stoff mit einem Klick „erfühlen“. Haptisches Feedback sei außerdem prädestiniert dafür, ganze Wirtschaftszweige wie die Automobil- oder Gesundheitsindustrie zu beeinflussen.

13. Kreditscoring

In Zeiten, wo Bargeld immer unwichtiger wird und zunehmend per Smartphone verschickt wird, gerät auch die herkömmliche Bonitätsprüfung von Menschen aus den Fugen. Frog Design ist überzeugt, dass datengestützte Kreditscoring-Mechanismen im Jahr 2016 großen Einfluss auf den Finanzmarkt haben werden.

Statt bloß den aktuellen Kontostand als Bewertungsgrundlage heranzuziehen, hänge die Kreditwürdigkeit immer mehr von der digitalen Einkaufshistorie und den Kommunikationsdaten im Smartphone ab.

14. Enterprise wird Open Source

Einen weiteren Trend sieht Frog Design in „Open Enterprise“, was so viel bedeutet, dass Insellösungen von Unternehmen und Konzernen schon bald der Vergangenheit angehören. Konzerne öffnen sich demzufolge immer mehr den Lösungen von anderen Startups und Unternehmen, um Nutzern ein bestmögliches Erlebnis zu bieten.

Beispielhaft für diesen Trend sei etwa der persönliche Assistent Google Now, der als Alternative zum Fußweg etwa die direkte Buchung eines Uber-Taxis ermögliche. Oder Starbucks, das eine offene API veröffentlicht hat, damit Nutzer aus jeder erdenklichen App einen Kaffee bestellen können.

15. Friendship as a Service

Ebenfalls ein Trend im kommenden Jahr ist nach Ansicht von Frog Design der Bereich „Friendship as a Service“, also die Freundschaft als Dienstleistung. Ausgerechnet die am stärksten vernetzte Generation der Menschheit sehe sich nach zwischenmenschlichen Beziehung. Das schafft auch Raum für dahingehende Produkte und Geschäftsmodelle.

In China beispielsweise, schreibt Frog Design, bieten Online-Unternehmen wie Taobao schon die Möglichkeit, sich einen Scheinpartner für den Besuch bei der Verwandtschaft zu mieten. Nur der Anfang: nach Angaben von Frog Design. Der ebenfalls aus China stammende Messenger WeChat bietet schon die Möglichkeit, sich Chatpartner auf Basis von Bildungsniveau und sexueller Vorlieben zu kaufen.

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4 Reaktionen
Issel
Issel

lach, seit wann prognostizieren Designer jetzt Technik? Schuster, bleib bei deinem Leisten...

Antworten
Christian

Der Artikel liest sich wie Sience-Fiction ;-)
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Themen tatsächlich 2016 beherrschen werden... Der Autor "Alte Vorhersagen" hat es ja ganz nett zusammengefasst.

Antworten
Max0713

Kein Coinbase in Deutschland, keine LocalBitcoins, müssen wir http://bit.do/Uphold nutzen :-(

Antworten
Alte Vorhersagen
Alte Vorhersagen

Um die Relevanz einzustufen sollte man
google-suche: frog design 2015
machen und z.b. den Wired-Artikel vom letzten Jahr lesen um die Vorhersagen für dieses Jahr zu sehen.

Sensoren müssen kommunizieren und da Router kein Bluetooth haben und Bluetooth_Geräte oft nicht günstig sind und Zwave oder Zigbee zu wenig verbreitet sind, dauert das noch eine Weile weil man ja auch repeater im Haus braucht die man als LED-Lampen in den Durchgängen tarnen kann... . Funk-Lichtschalter kommen also vermutlich zuerst. Dann spart man die Hälfte der Verkabelung im Haus (schaut mal die Elektro-Rechnungen Eurer Verwandten an...) und kann die Schalter hinkleben wo man will oder abziehen und auf den Tisch legen wenn man will.
Das kommt also wohl zeitlich vor den Sensoren...

Die Sache mit der Aufmerksamkeit gibts ja schon für LKW- und Schulbus-Fahrer. Aber auch die Gamer-Industrie schaut wo es langweilig wird oder der Spieler einschläft und macht es dort dynamisch spannender oder so ähnlich...
Auch für Robo-Bubble-News die ich schon vor Jahren vorhersagte und von BBC jetzt endlich (für Fiktions-Formate) realisiert werden könnte man erkennen wo wer was liest und dementsprechend die Meinung verstärken. Wenn die Firmen besser sind realisieren sie das insbesondere bei den Präsidentenwahlen und direkt daneben sehen welcher Kandidat am besten passt je nachdem wie man im News-Artikel emotional reagiert hat.
http://www.golem.de/news/bbc-filme-fuer-die-filterblase-1512-117884.html

Die Videobrillen werden die Monitore hoffentlich innerhalb von 2-3 Jahren zu den neuen Schallplattenspielern machen...: Einem Nischenprodukt von früher mal... Die Röhren-Fernseher und Röhren-Monitore waren auch in 2-4 Jahren weg vom Fenster als die Flachbildschirme bezahlbar wurden und nicht mehr nur für Laptops waren was also Produktions-Fabriken erforderte welche man für Videobrillen dank Handy-Displays aber längst hat... .
Diesbezüglich kommen dann neue Bedienkonzepte und der PC ist so groß wie eine Zigarettenschachtel immer dabei und kann (anfangs an TV später aber auch an Videobrillen) connected werden.
Die meisten Android-Launcher sind immer noch nicht für Videobrillen bzw. Cardboard :-(((

Wie sehr der Vorschlagsalgorithmus von Amazon funktioniert seht ihr täglich in Euren Empfehlungen. Bubble-Sort halte ich persönlich für Schlauer... Wenn die mich nicht fragen ob ich mit der Packung nicht klarkomme oder größer oder kleinere Volumen kaufen will oder eine glutenfreie oder natrium-arme Version brauche, wird sich daran auch nix ändern. Und selbst wenn die Fragen, haben wir kleinen Kunden fast niemals etwas davon. Siehe Onlinebanking wo Paypal die letzte Errungenschaft irgendwann 2000 unter rot-grün oder sogar noch früher war und jeder auf die neuen FinTechs hofft.

Ach so: Worum gehts bei der Vorhersage: Endkunden-Verfügbarkeit oder Early-Pre-Stage-Erstrunden-Investments reiner Ideen ohne verfügbare Produkte und wo wir kleinen Leute eh nicht mit-investieren können ?
Schaut also mal was aus der Vorhersage für 2015 geworden ist...

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