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Diese vier Grundprinzipien verbessern Usability sofort

Diese vier Grundprinzipien verbessern Usability sofort

ist mehr als nur schickes Aussehen: Über ein paar designtechnische Grundprinzipien lassen sich Interfaces massiv in ihrer aufbessern. Wie man über die vier Faktoren Kontrast, Kontinuität, Ausrichtung und Anordnung die User Experience tunen kann, beschreibt Psychologe David Travis vom Usability Beratungsunternehmen Userfocus. Wir haben die wichtigsten Aspekte für euch zusammengefasst.

Diese vier Grundprinzipien verbessern Usability sofort

Bessere Usability durch Kontrast

Aus gutem Grund sollten die sogenannten Call-to-Action-Elemente so dargestellt werden, dass die Option „Jetzt bestellen“ wesentlich aufdringlicher hervorgehoben ist als der Button mit der Aufschrift „Abbrechen“. Liegen beide Optionen im Interface nebeneinander, soll der User wissen, was man von ihm erwartet beziehungsweise wo er hingelenkt werden soll oder aller Wahrscheinlichkeit hin will. Das kann man durch Kontraste erreichen. Kontraste können zum Beispiel durch Button- oder Schriftfarben, Fettdruck, Schattierungen oder Button- und Schriftgrößen erreicht werden. Ein roter „Jetzt bestellen“-Button mit fett gesetzter Inschrift hebt sich deutlich von einem farblosen „Abbrechen“-Button in normaler Schrift ab.

Bessere Usability durch Kontinuität

Alles im Stil von iOS 5: Am Beispiel der iOS 5 GUI PSD von den Designern der Agentur teehan+lax wird deutlich, was Kontinuität im Design meint. teehanlax.com

Corporate Design beschreibt genau das, was Kontinuität in diesem Fall bedeutet: Die User einer Website sollen sich bestmöglich zurechtfinden und jederzeit wissen wo sie sind. Dafür ist es sinnvoll, bestimmte Grundregeln einzuhalten. Ein einmal eingeführter Stil sollte sich durch die Website mit all seinen Unterseiten ziehen. Dazu gehört im Wesentlichen, überall gleiche Schriftarten, Überschriftentypen, Symbole und Layouts zu verwenden. Darüberhinaus sollten die User nicht mit ausgefallenen, ungebräuchlichen Bestandteilen verwirrt werden. Internetnutzer haben sich über die Jahre an gewisse Standards gewöhnt, die sie bedienen gelernt haben. Die Farbe Blau zum Beipiel steht standardmäßig für Links, jede größere Seite hat irgendeine Art von Navigation sowie eine Suchfunktion, usw.

Bessere Usability durch Ausrichtung

In Reih und Glied: Gleichförmige Ausrichtung von Elementen führt zu beserer Usability.

Offensichtlich wird die Notwendigkeit durchdachter Ausrichtung am Beispiel von Formularen. Sind die Felder durcheinandergewürfelt über das Interface verteilt, mag kein User das Formular benutzen. Haben die Felder jedoch alle den gleichen Abstand zum Rand der Seite oder zum nächsten Feld, ist alles übersichtlicher und nutzerfreundlicher. Gleiches gilt natürlich für jedes Element im Interface - die horizontale wie vertikale Ausrichtung von Elementen beeinflusst die User Experience erheblich.

Bessere Usability durch Anordnung

Travis schreibt, dass User von Elementen, die räumlich gesehen dicht beeinander stehen, erwarten, dass sie auch inhaltlich zusammengehören. Man sollte deshalb darauf achten, welche Signale man setzt. Stellt man in seinem Onlineshop eine größere Anzahl verschiedener Produkte bereit, ist es meist sinnvoller, Kategorien zu bilden als alle Produkte alphabetisch anzuordnen. Hintergrundfarben, Rahmen und Weißraum helfen dabei, optisch deutlich zu machen, was zusammengehört.

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3 Antworten
  1. von Jan Tißler am 29.11.2011 (15:16 Uhr)

    Und bevor gleich Kommentare kommen à la "Ihr befolgt Tipp X und Hinweis Y aber selbst gar nicht!!1!" hier der Disclaimer für solche Artikel:

    1. Die in diesem Artikel wiedergegebenen Tipps sind Empfehlungen des jeweiligen Autors, die befolgt oder ignoriert werden können. Vor allem ist im Einzelfall zu entscheiden, welcher Tipp überhaupt zutrifft oder nicht. Ein solcher Post kann naturgemäß nur allgemeine Empfehlungen, Richtlinien und Erfahrungswerte weitergeben. Diese Tipps sind begründet, sind aber deshalb keine absoluten Wahrheiten.

    2. Es ist somit nur logisch, dass auch t3n.de selbst nicht allen Tipps folgt, die in diesem Artikel gegeben werden. Das kann, wie überall, verschiedenste Gründe haben. Ganz abgesehen davon, dass der Autor des Originalbeitrags nicht Mitarbeiter von t3n ist und nicht dafür zuständig ist, auf t3n.de diese Dinge zu entscheiden. Siehe ergänzend dazu 1.

    ;-)

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  2. von Fabian am 29.11.2011 (16:41 Uhr)

    Irgendwie, nix neues und sollte absolut jedem Gestalter bewusst sein.

    Ach ich vergaß, bin ja hier auf ner Technikseite, nicht auf einer für Gestalter.
    Schön das die Grundkenntnisse mal etwas verbreitet werden.

    Jetzt noch einen schönen Beitrag über Webtypografie und alles is paletti ;)

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  3. von Clemens am 15.04.2012 (15:07 Uhr)

    Der Artikel ähnelt ziemlich genau einem, den ich vor wenigen Tagen auf Englisch gelesen habe. Finde ihn nur nicht mehr...

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