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Digital, nein danke: Digitale Transformation in 60 Prozent der Chefetagen noch nicht angekommen

Digital, nein danke: Digitale Transformation in 60 Prozent der Chefetagen noch nicht angekommen

Ohne digitale Transformation gibt es keine Zukunft. Dieses Motto scheint in allen Branchen gesetzt. Um so erstaunlicher ist, dass nur sechs Prozent der deutschen Großunternehmen den Umbau als ihr wichtigstes Thema betrachten.

Digital, nein danke: Digitale Transformation in 60 Prozent der Chefetagen noch nicht angekommen
(Foto: © Marek / Fotolia.com)

Die digitale Transformation mag als Kongressthema ziehen, in den Chefabteilungen der Unternehmen ist das Thema noch nicht so wirklich angekommen. Denn nur 35 Prozent der Befragten zählen die digitale Transformation zu den Top-3-Punkten auf ihrer Agenda. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der Münchner Unternehmensberatung Etventure.

Für Philipp Depiereux ist das ein strategischer Fehler. „Wer jetzt nicht digitalisiert, überlässt die Wertschöpfung den großen Technologiekonzernen oder auch ganz neuen digitalen Angreifern, die in den Markt drängen“, sagt der Geschäftsführer der Digitalberatung Etventure. Der Dientleister hatte die Studie bei der Gfk in Auftrag gegeben.

(Grafik: Shutterstock
Wer nicht digitalisiert, verliert im Wettbewerb. (Grafik: Shutterstock)

Um etwa den Googles und Co dieser Welt etwas entgegensetzen zu können, müsste sich nach Depiereuxs Meinung eigentlich jeder Topentscheider mit dem Thema beschäftigen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Nur bei 48 Prozent der Befragten kümmern sich Vorstand und Geschäftsführung darum, obwohl eine digitale Transformation sämtliche Prozesse, die Wertschöpfung und die Kultur einer Firma verändert. In der Regel beschäftigen sich die Unternehmensentwicklung oder die IT-Abteilung mit den notwendigen Veränderungen.

Immerhin holen sich die Konzerne hin und wieder Hilfe von außen. 31 Prozent arbeiten dabei mit Startups zusammen. Ziele sind hier unter anderem: einen besseren Zugang zu neuen Technologien (87 Prozent), vermehrte Innovationen (85 Prozent), Lernen (81 Prozent) und schnelleres Umsetzen von Pilot-Projekten (71 Prozent).

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Eine Antwort
  1. von Software-Qualität am 07.03.2016 (15:16 Uhr)

    IT-Projekte sind teuer und funktionieren oft genug nicht.
    Bei Autos sieht man ob sie rückwärts von selber einparken können oder an der Ampel nicht mehr gestartet werden können. Software ist unsichtbar wie die Blut-Inhalts-Stoffe von Sportlern wo man Blutproben und teure Messungen machen muss um Doping aufzudecken.
    Software sieht man oft nicht und die GUIs/User-Interfaces von 90% der Apps und fast aller Settopboxen und Fernseher machen klar, das die Boni-Manager diese Produkte nicht selber benutzen oder Google-Mitarbeiter vermutlich jedes neue Nexus bekommen weshalb Updates unwichtig sind. Schon zum neuen Markt hiess es, das die meisten Programmierer in ihrem eigenen Online-Shop wohl keinen Kauf erfolgreich abgeschlossen bekämen.
    Software-Qualität (wie auch Preis-Gerechtigkeit) interessierte natürlich nur mich und wie üblich wurde man gemobbed.

    Wenn Förderung von Holding-Ketten wichtiger ist, als kleine Programmierer auskömmlich von ihrer Arbeit leben zu lassen, braucht man sich über Fortschritts-Mangel und Zilliarden-Bewertungen von US-Unternehmen mit derselben Idee nicht zu wundern.
    Was ist wirksamer ? Softwareprojekte von heute oder Mittelalter-Medikamente ?

    Libri waren immer recht innovativ und haben geschaut was technisch ging. Befragt die doch mal oder besucht diese automatischen Hochregal-Lager bei Libri oder auch bei Medizin-Apotheken-Lieferanten.
    Sowas muss funktionieren. Wenn man Dinge nicht sauber und simpel strukturiert und organisiert braucht man sich über Probleme und Ausfälle nicht wundern:
    http://www.golem.de/1104/83140.html

    In_f
    In_g
    Bei Ingenieuren sieht man ob das Flugzeug abhebt oder crasht oder auber landet oder der Motor läuft. Bei Informatikern sieht man viel weniger...
    "Inf"++ == "Ing"

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