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„Das digitale Werbegeschäft ist kaputt“: Ex-Forbes.com-Chef rechnet mit Branche ab

„Das digitale Werbegeschäft ist kaputt“: Ex-Forbes.com-Chef rechnet mit Branche ab

Jim Spanfeller, neun Jahre lang Forbes.com-CEO und Vertreter der Online-Branche in den USA, kritisiert die fehlende Transparenz bei Ad Exchange-Betreibern. Der Webseiten-Betreiber verlangt unter anderem bessere Nutzerdaten.

„Das digitale Werbegeschäft ist kaputt“: Ex-Forbes.com-Chef rechnet mit Branche ab
(Foto: Shutterstock)

Automatisierte Werbung ohne Transparenz

Große Publisher sind mit ihrer Kritik an der Werbung meist vorsichtig, doch Jim Spanfeller, der von 2000 bis 2009 die Geschäfte von Forbes.com leitete, nimmt sich kein Blatt vor dem Mund. „Das digitale Werbegeschäft ist kaputt“ schimpft der ehemalige Betreiber eines der reichweitenstärksten Wirtschaftsportale in einem neuen Interview.

Was die Vermarktung kaputt mache, sei unter anderem die fehlende Transparenz, kritisiert der ehemalige Chef des Internet Advertising Bureaus (IAB) USA. Während andere Branchenkollegen die Automatisierung der digitalen Werbung bevorzugen, warnt er vor den Risiken. Ad-Exchanges würden oft mit gefälschtem Traffic Geld verdienen, zudem würden immer mehr fragwürdige Websites in den Portfolios auftauchen. Bei Ad-Tech zahlen laut Spanfeller besonders die Werbetreibenden drauf. Aber auch die Publisher sehen von den Werbebudgets, die in Exchange-Plattformen gesteckt werden, nur mehr wenige Dollar.

(Foto: Shutterstock)
Auftraggeber haben keine Kontrolle darüber, wo ihre Werbung landet, kritisiert Jim Spanfeller. (Foto: Shutterstock)

Die Lösung des Problems

Der Ex-Forbes.com-CEO appelliert deshalb zur Premium-Vermarktung: Wenn Werber wissen, bei wem sie Werbeplätze einkaufen, "löst das 80 Prozent der Probleme", glaubt Spanfeller. Das würde einen automatisierten Ablauf nicht ausschließen, der Publisher glaubt selbst an Programmatic Advertising.

In Sachen Datenschutz hält Spanfeller, der mit „The Daily Meal“ seit 2010 sein eigenes Portal betreibt, anonymisierte Daten von Drittanbietern für weitgehend nutzlos. Das könnte sich dann ändern, wenn Werber besseres Datenmaterial verlangen.

via venturebeat.com

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