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Die Digitalisierung verpennt? So steht es um den deutschen Mittelstand

Die Digitalisierung verpennt? So steht es um den deutschen Mittelstand

Digitale Technologien spielen laut einer aktuellen schon bei jedem zweiten deutschen Mittelständler eine Rolle. Vor allem kleinere Unternehmen drohen hier aber den Anschluss zu verpassen.

Die Digitalisierung verpennt? So steht es um den deutschen Mittelstand

Digitalisierung. (Foto: Shutterstock)

Deutscher Mittelstand: Für mehr als die Hälfte der Unternehmen spielen digitale Technologien schon jetzt eine wichtige Rolle. (Screenshot. ye.com)
Deutscher Mittelstand: Für mehr als die Hälfte der Unternehmen spielen digitale Technologien schon jetzt eine wichtige Rolle. (Screenshot. ye.com)

Studie: Die Digitalisierung des deutschen Mittelstandes

Für 54 Prozent aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland spielen digitale Technologien schon jetzt eine große oder zumindest mittelgroße Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Ernst & Young mit dem Titel „Digitalisierung im deutschen Mittelstand“, für die insgesamt 3.000 mittelständische Unternehmen befragt wurden. Weniger erfreulich: Für jede fünfte befragte Firma spielen digitale Technologien noch immer überhaupt keine Rolle.

Immerhin, so die Studie, würde aber jedes dritte Unternehmen gerne stärker auf die Digitalisierung setzen. Als häufigster Hindernis für einen stärkeren Einsatz digitaler Technologien nannten die meisten Unternehmen entweder fehlendes Knowhow, ein Mangel an Personal oder schlicht begrenzte finanzielle Möglichkeiten. Tatsächlich zeigt die Studie, dass vor allem Unternehmen auf die Digitalisierung setzen, die sich in einer guten Geschäftslage befinden.

Digitalisierung: Vor allem Handel und Dienstleister erkennen das Potenzial digitaler Technologien. (Screenshot. ye.com)
Digitalisierung: Vor allem Handel und Dienstleister erkennen das Potenzial digitaler Technologien. (Screenshot. ye.com)

Digitalisierung im Mittelstand: Handel und Dienstleister setzen am ehesten auf digitale Technologien

Vor allem die Industrie sowie die Bau- und die Energiebranche bleiben im Bezug auf digitale Technologien skeptisch. Im Dienstleistungssektor gab hingegen fast jedes zweite befragte Unternehmen an, dass digitale Technologien in den nächsten fünf Jahren deutlich wichtiger für das eigene Geschäftsmodell werden. Unter den mittelständischen Händlern sagten das immerhin vier von fünf Befragten.

Im Großen und Ganzen sehen die Macher der Studie den deutschen Mittelstand auf einem guten Weg. Allerdings bestehe die Gefahr, dass ein Teil der Mittelständler den Anschluss verlieren könnte. Wer sich dafür interessiert, kann sich die vollständige Studie im PDF-Format herunterladen.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Jobvernichtung durch Digitalisierung: Das Geschäft mit der Panikmache“.

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2 Antworten
  1. von Marcel.Keisers am 15.03.2016 (10:00 Uhr)

    Was hat geschmolzener Käse mit Digitalisierung zu tun? Man ist geneigt zu sagen – nichts. Aber weit gefehlt - alles andere als Käse!

    http://bit.ly/t3n-absurde-digitalisierung-comments

    Wie heißt es so schön - Digitale Transformation ist nie zu Ende! Und jetzt schaut euch den Artikel mit dem Käse mal an. "Hackathon" Achtung "Buzzword"

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  2. von Susanne Vieser am 15.03.2016 (10:02 Uhr)

    Die Studie von Ernst & Young ist oberflächlich und nicht durchdacht: "Für jede fünfte befragte Firma spielen digitale Technologien noch immer überhaupt keine Rolle": Das ist sicher so, aber warum sollten B2B-Mittelständler auf Techniken und Systeme vertrauen, die noch nicht ausgereift sind. Jeder, der mit einem etwas aufwänigeren Conten-Management-System oder Cloudsystem arbeitet, kennt die Abstürze, die Verlangsamung der Dateneingabe und anderen Komplikationen.Und - siehe Stadtverwaltung München - warum sollten Mittelständler auf eine Technik setzen, die aufwändig und mehr Personal erfordert?

    Die Vorgabe von bekannten, ausgelutschten Gründen macht solche Umfragen nicht wirklich brauchbarer: "Als häufigster Hindernis für einen stärkeren Einsatz digitaler Technologien nannten die meisten Unternehmen entweder fehlendes Know-how, ein Mangel an Personal oder schlicht begrenzte finanzielle Möglichkeiten." Klar, wenn Unternehmer gefragt werden, warum sie Technik nicht einführen, liegt's meistens am Geld oder Fachkräftemangel. Letzterer aber ist eine Mär: Selbst auf dem Land gibt's heute ausreichend Wirtschaftsinformatiker und Digitalspezialisten, vielleicht nicht immer die, die 100prozentig auf eine Stelle passen. Aber die Not ist nicht groß, wenn Unternehmen sich nicht die Mühe machen, Fachleute weiterzuquaslifizieren. Und: Steigen eigentlich die Honorare für Programmierer und Wirtschaftinformatiker noch?

    Die Einführung von Digitaltechnik bedeutet zunächst eine Verlangsamung der Prozesse und eine Umstrukturierung der Hierarchien, die müssen geschmeidiger und flacher werden. Aber wer gibt teilt schon gerne Verantwortung und gibt Prestige ab?

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