von , 07.12.2009

Diskussion: Internetnutzer sollen volle GEZ-Gebühr zahlen

Müssen Besitzer von „neuartigen Empfangsgeräten“ wie Computer und Smartphones mit Internetzugang demnächst die volle Rundfunkgebühr bezahlen, selbst wenn sie keinen Fernseher haben? Das jedenfalls wird offenbar für die nächste Runde der GEZ-Gebühren diskutiert, wie aus dieser News bei Carta hervorgeht.

Bislang ist der reduzierte Preis von 5,76 Euro im Monat zu zahlen. Sollten die Pläne so durchkommen, wären stattdessen 17,98 Euro im Monat fällig - wie gehabt unabhängig davon, inwiefern man die öffentlich-rechtlichen Medienangebote nutzt. Um die Diskussion über Empfangsgeräte künftig ganz zu umgehen, wird auch über eine pauschale Abgabe pro Haushalt nachgedacht.

Fazit

War die Rundfunkgebühr einst zur Sicherung einer Grundversorgung der Bevölkerung in diesem Bereich gedacht, wirkt sie in Zeiten des Internets mit seinen vielfältigen Medienangeboten inzwischen antiquiert. Inwiefern ist ein zwangsgefördertes Angebot in Bild und Ton in diesem enormen Umfang noch notwendig? Und wenn man schon eine Gebühr bezahlt, dann müssten die Beschränkungen für die Mediatheken der Sender schleunigst wieder aufgehoben werden. Denn warum soll ich für etwas bezahlen, das ich dann nicht jederzeit abrufen kann? Auf die Livestreams der Sender zu verweisen ist deshalb aus meiner Sicht  kein Argument: Das ist kein Angebot, das dem Internet gerecht wird.

Und mal grundsätzlich gefragt: Sollte der von ARD und ZDF produzierte Content nicht generell der Allgemeinheit gehören - und beispielsweise unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden?

Bildnachweis für die Newsübersicht: © crehe29 - Fotolia.com

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16 Antworten

  1. von ingorenner 07.12.2009 (10:38Uhr) 1.

    Gute Vorschläge, dann würde ich den Beitrag auch viel lieber bezahlen.

  2. von mark 07.12.2009 (10:55Uhr) 2.

    Ich bin auch der Meinung, dass die Inhalte der Mediathek freizugäglich sein müssen, wenn ich schon Gebühren für den PC bezahlen muss will ich auch ein entsprechendes Angebot. Und da wir die Inhalte eh schon bezahlen, wäre die Veröffentlichung unter einer Creative-Commons-Lizenz nicht als normal. Aber die graumelierten Herren sind leider diesbezüglich noch nicht in der Gegenwart angekommen.

  3. von Dennis Morhardt 07.12.2009 (11:27Uhr) 3.

    Dass die Inhalte unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden ist vielleicht für manche Anstalt (wortwörtlich gemeint) noch zu vorschrittlich. Mir würde es schon reichen, wenn es mehr Inhalte, gerade aus den Radios, online gäbe und diese länger als die 7 Tage verfügbar wären und ich meine alle Inhalte.

  4. von Mike 07.12.2009 (12:55Uhr) 4.

    Prima Vorschläge, aber auch nur für rund 6€ maximal! Die spinnen doch. Naja, bei den Forderungen können die lange warten, bis die Leute ehrlich genug sind und Ihre Medien melden.

    In was für Sendungen die Gebühren investiert werden, finde ich ebenfalls nicht sinnvoll.

    Zudem wirds brennzlich, wenn (Mehrfamilien)Häuser z.B. automatisch Internet zur Verfügung gestellt bekommen und man dieses aber gar nicht nutzt, genauso wie Radio oder/und TV. Müsste man dann nich dennoch zahlen?!

  5. von Bernd 07.12.2009 (13:23Uhr) 5.

    Das Netz besteht zu 0,000000001% aus Inhalten der deutschen öffentlich-rechtlichen TV Sender. Es leuchtet mir nicht ein, wie sich daraus ein Anspruch aus Gebührenfinanzierung durch Internetnutzer ableiten sollte.

  6. von David 07.12.2009 (13:30Uhr) 6.

    Für die nächste Runde? Also in den letzten 3 Schreiben, die ich von denen bekommen habe, stand schon drin, dass ich für "neuartige Empfangsgeräte" bezahlen soll, sofern ich als Student mehr als das Existenzminimum verdiene. Aufgezählt waren internetfähige Rechner, Mobiltelefone und Smartphones. Bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob da für diese Geräte ein reduzierter Betrag stand.

  7. von Jan Tißler 07.12.2009 (13:33Uhr) 7.

    @David: Derzeit ist es so, dass ein "neuartiges Empfangsgerät" theoretisch 5,76 Euro/Monat kostet, dieser Betrag aber nicht anfällt, wenn Du ihn z.B. wegen eines Radios sowieso bereits bezahlst.

    Die haben das sehr dezent Schritt für Schritt eingeführt... ;-)

  8. von Philipp 07.12.2009 (13:50Uhr) 8.

    Fein.


    Mir ist das alles völlig egal, da ich mich noch nie bei der GEZ angemeldet habe und dies auch zukünftig nicht tun werde. Die schönen leeren Drohungen und Anmeldebögen, die per Post zusammen mit einem Rückumschlag kommen beantwore ich regelmäßig mit einer Scheibe Mettwurst, die ich liebevoll in den Umschlag lege und zurücksende (selbstverständlich unfrankiert).

  9. von abGEZockt 07.12.2009 (14:06Uhr) 9.

    Die öffentlich-rechtlichen missbrauchen ihre Vormachtstellung, die sie auf Kosten der Zwangsgebührenzahler einnimmt.

    Da wird Schleichwerbung für das Rauchen gemacht, und gewalttätige Spielfilme sind ebenso häufig anzutreffen wie bei den Privaten.

    Und dann wollen ausgerechnet diese Medien den Moralapostel herauskehren, um mit ihrer angeblichen "Verantwortung" für die Bildung des Volkes etc. bla bla die Abzockerei durch Zwangsgebühren rechtfertigen. Diese Doppelmoral ist genauso verlogen, wie vieles andere in der deutschen Politik.

  10. von TodKotzer 07.12.2009 (14:56Uhr) 10.

    Der Witz ist schon allein das wir dieses staatliche Propagandasendersystem mit dieser Zwangsabgabe fördern sollen, und dann den Dreck sehen sollen den Ronald Koch mit seinen Amigos für das dumme Volk vorgesehen hat.

    Entmachtet die Politiker!

  11. von Stefan 07.12.2009 (15:33Uhr) 11.

    Das läßt sich doch ganz einfach lösen. Das öffentlich rechtliche Angebot muß verschlüsselt werden, den Zugang zu den Webseiten erhalten nur Abonnenten.
    Wer sich nicht dafür interessiert, muß auch nicht zahlen.
    Ich denke, daß sich dieser öffentlich-rechtliche Anachronismus dann innerhalb von 5 Jahren von selber ausbremst.
    Alternative: ARD verschlüsseln und ZDF aus Steuermitteln finanzieren. Dann haben Politiker doch noch ihr Sprachrohr. Den Rest kann man abschaffen.

  12. von Anarcho 07.12.2009 (15:47Uhr) 12.

    Es wäre doch möglich, mit Blogs, Protesten, Unterschriftenaktionen, Petitionen auf die unverhältnismäßigeit der öffentlich-rechtlichen Gebühren aufmerksam zu machen. Wenn sich 51% der Bürger gegen das öffentlich-rechtliche Fernsehen aussprechen, müßte man es doch abwählen können. Die Internetangebote lassen sich ja auch sabotieren.

  13. von Hannes 07.12.2009 (16:10Uhr) 13.

    Mir ist aufgefallen, dass in den letzten Ausgaben des Tagesthemen Podcasts immer wieder Beiträge entfernt wurden.
    Ich finde das echt unerhört, vor allem, da man ja bereits für PCs Gebühren zahlt und in Zukunft sogar noch mehr zahlen soll.

    Hängt das vielleicht mit der Bescheidung der Internetangebote der öffentlich-rechtlichen zusammen?
    Ich dachte diese würde sich nicht auf sendungsbezogene Inhalte beziehen.

    Gruß,
    Hannes

  14. von roland koch 07.12.2009 (16:11Uhr) 14.

    Die etablierten Parteien brauchen nun mal ein Sprachrohr zur Bevölkerung. Daher ist es recht und billig, wenn die Bürger dafür auch ordentlich bezahlen.

  15. von GEZ für PC’s und SmartPhones: neu… 28.10.2010 (20:17Uhr) 15.

    [...] T3N [...]

  16. von dr. motte 19.04.2011 (14:12Uhr) 16.

    die öffentl. rechtl. sourcen ihre billigen diskussionsrunden teuer us. das freut illner, maischberger und jauch. der bildungauftrag wird jämerlich verkauft. und dann schickt man mir eine abmahnung ins haus! danke sehr, ich habe verstanden... dann bin ich eher für die abschaffung des staatsfersehens. ich beazhke nicht für werbesendungen die als abfahrtslauf, fußball weltmeisterschaft oder autorennen teuer getarnt werden.

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