Allerdings gibt es auch die andere Seite der Medaille. So nutzen einige Webmaster die Kommentarfunktion gut besuchter Blogs mit einem guten Ranking gerne auch zur Generierung von Backlinks. Diesen Missbrauch kann der Blogbetreiber entweder mit dem No-Follow-Attribut vermeiden, oder indem er externe Dienste nutzt, zum Beispiel Disqus.
Das Kommentarsystem Disqus arbeitet grundlegend anders als die der gängigen Blogsysteme wie WordPress, Typepad oder Blogger. Disqus läuft über ein JavaScript, das in das Blog eingebaut wird und das die Kommentare auf die Disqus-Plattform auslagert. Das Kommentar-Outsourcing ist sowohl für den Blogger als auch für die Kommentatoren komfortabel, da in einem erstellten Disqus-Profil alle Kommentare aus verschiedenen Blogs zusammenlaufen, vorausgesetzt sie nutzen Disqus, versteht sich.
Die Anmeldung bei Disqus und die Auslagerung der Kommentarbeiträge ist für Spammer wenig attraktiv, denn die erhofften Backlinks bleiben so aus. Allerdings gibt es auch einen gravierenden Nachteil dieser Methode: Der Mehrwert der qualitativ hochwertigen Kommentare ist nicht mehr über Suchmaschinen zugänglich.
Disqus besticht jedoch mit interessanten Zusatzfeatures, unter anderem Kommentarverläufe in Threads, eine Verknüpfung mit Friendfeed, RSS-Feeds, ein Ratingsystem für Kommentare sowie einem Dashboard, in dem sämtliche Kommentare eines Users (über alle Discus-basierten Blogs hinweg) übersichtlich dargestellt werden. Der Nutzer kann sein Discus-Profil zudem mit seinen Social-Media-Aktivitäten bei anderen Web-2.0-Dienste wie Flickr oder Twitter erweitern.





