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Marketing

Das war die dmexco 2014: Der große t3n-Rückblick auf die Kölner Digital-Messe

    Das war die dmexco 2014: Der große t3n-Rückblick auf die Kölner Digital-Messe

Die dmexco ist zu Ende, nach zwei Messetagen ist es Zeit für uns, ein Fazit zu ziehen: Das t3n-Messe-Team verrät euch seine persönlichen Highlights, Tiefpunkte und das Fazit zu Deutschlands größter Digital-Marketing-Messe.

dmexco 2014: Besucherrekord und 470 namhafte Speaker

Zwei Tage dmexco – 2014 mit einem neuen Besucherrekord. (Foto: Jan Christe)
Zwei Tage dmexco – 2014 mit einem neuen Besucherrekord. (Foto: Jan Christe)

Gestern Abend ist die diesjährige dmexco, die größte deutsche Digital-Marketing-Messe in Köln zu Ende gegangen. Wie immer waren die Gänge der drei Messehallen dicht gefüllt mit diesmal rund 31.900 Besuchern, die sich auf etwa 800 Aussteller verteilten, wie der Veranstalter Kölnmesse mitteilt. 470 namhafte Speaker sollten für ordentlich Wissenstransfer sorgen. Dafür, dass der Spaß auch nicht zu kurz kommt, sorgte die t3n-Standparty, die wir gemeinsam mit Onpage.org veranstaltet haben – sowie die Party des Online-Stammtisch-Köln. Unser zehnköpfiges t3n-Team war für euch vor Ort, hat Messeluft geschnuppert und seine Eindrücke festgehalten: Wie war die dmexco, was waren die Highlights, was die Tiefpunkte?

Anna Meißner, Anzeigendisposition und Marketing

Anna MeißnerDie dmexco 2014? Für mich eindeutig ein starkes Event mit hohem Potential für Networking und die Basis toller und neuer Kooperationen. Ich habe die dmexco im Verhältnis zu meinem letzten Besuch 2011 als deutlich offener, lockerer und spannender empfunden. An jeder Ecke eine andere Sprache, drei große Hallen gefüllt mit interessierten Menschen, vertieft in konstruktive Gespräche. Gefühlt ging es dieses Jahr viel stärker um Synergien: Was machst du, was ich und was können wir zusammen auf die Beine stellen? Sicherlich, eine Budgetierung gehört zu diesen Themen oft auch dazu, allerdings ist das Niveau, auf dem gesprochen wird, deutlich höher. Man begegnet sich (meist) auf Augenhöhe, weiß um die Kompetenzen des anderen und freut sich einfach darauf, gemeinsam etwas zu bewegen.

„Durch die Bank ein voller Erfolg.“

Für mich persönlich war es einfach klasse, einmal die Menschen zu treffen, mit denen ich regelmäßig telefoniere und E-Mails austausche. Einige kannte ich schon persönlich, andere habe ich nun kennengelernt und durch die Bank war es auf jeden Fall ein voller Erfolg. Klar, es gab sie auch wieder: Verrückte Menschen in fragwürdigen Kostümen, hier und da ein paar, die sich größer und interessanter glaubten, als sie sind und klischeemäßige Anmachen wie „Warst Du heute auch auf der Messe?“. Und auch die Parties scheinen nicht wirklich besser zu werden. ;-) Dennoch hielt sich das alles in Grenzen und trotz der doch hart getakteten Terminwelle war es aus meiner Sicht ein voller Erfolg.

Andreas Lenz, Gründer t3n und Leiter Marketing & Sales

t3n-Marketingchef Andy Lenz

Die Messe wächst stark und vereint die Themen Vermarktung, Onlinemarketing, E-Business und Infrastruktur perfekt. Die dmexco liegt damit ziemlich deckungsgleich mit unseren t3n-Themen. Die reinen Vermarktungsthemen (vor allem Display) stehen nicht mehr so weit im Vordergrund, dafür rücken Infrastruktur und Prozessmarketingthemen stärker in den Mittelpunkt. Viele Anbieter probieren, den Trend Content-Marketing beziehungsweise Native Ads glaubwürdig zu spielen, den meisten aber fehlen Erfahrung und Kompetenz. Content-Marketing scheint die letzte Bastion der Publisher zu sein, und um kein Geschäft und keinen Umsatz zu verlieren, müssen Verleger darauf acht geben, dass diese Content-Services inhouse bleiben.

„Den meisten Anbietern im Bereich Native Ads fehlen Erfahrung und Kompetenz.“

Doch die Messebesucher sind mit der schnellen Evolution der neuen Service- und Toolanbieter gerade in den Bereichen Marketing-Automatisation, Personalisierung, RTB, Programmatic Buying, Social Media und SEO überfordert. Viele Produkte, Buzzwords und Anbieter vor Ort werden von ihnen noch nicht verstanden. Genau hier aber liegt die Chance für t3n: als Themenübersetzer und Erklärbar der digitalen Wirtschaft. Meine Prognose: Die Messe wächst stark und wird weiter stark wachsen. Vermutlich wird die Zahl der Software- und Tool-Anbieter in den Bereichen Content-Services, Online-Marketing/SEO, Marketing-Automatisation, Programmatic Buying, RTB, CMS und Shop-Systeme, Hosting, Big Data, Personalisierung und Targeting gegenüber der Zahl an Vermarktern wachsen.

Kernfazit: Infrastruktur und Toolanbieter gewinnen im Rahmen der Messe weiter an Bedeutung. Software, Tools, Trends und Fachbegriffe müssen dem Besucher besser übersetzt und erklärt werden.

Florian Blaschke, Redaktionsleiter t3n.de

Florian Blaschke807 Aussteller, 470 Speaker und ein neuer Besucherrekord: 31.900 Menschen haben in diesem Jahr die dmexco in Köln besucht. Die Zahlen also sprechen für die Digital-Messe. Und man hat auch durchaus das Gefühl, dass sie lebendiger wird und der Netzwerk-Charakter steigt. Mit Ausnahme der Startup-Area, die einen eher passiven, in manchen Teilen sogar gelangweilten Eindruck hinterlassen hat, zeigen sich die meisten Gesprächspartner positiv beeindruckt.

„Was der dmexco fehlt? Die Kreativen.“

Doch hinter den Zahlen versteckt sich auch eine Schwäche: Die dmexco ist und bleibt eine Messe für den pragmatischen Teil der Branche – für die Tool-Anbieter und Analysten, die Vermarkter und Publisher. Was im Großen und Ganzen und vor allem auf den Bühnen fehlt, sind diejenigen, die aus Marketing mehr machen als nur Tools und Zahlen: die Kreativen. Sie würden der dmexco das Flair verleihen, mit dem aus einer Messe ein Event wird. Vielleicht im nächsten Jahr – es würde der dmexco gut tun.

Hagen Pfennigsdorf, Anzeigenleitung

hpfWenn es im Jahr nur einen Pflichttermin gäbe, wäre es mit ziemlicher Sicherheit die dmexco! Das Themen- und Anbieterspektrum ist ein nahezu perfekter Match mit dem t3n-Kosmos, sodass die Messe auch problemlos länger als zwei Tage dauern könnte. In den zwei kurzen Tagen fokussiert man sich dann eben stark auf die wichtigsten Gespräche vor Ort und nutzt den Fakt, dass einmal im Jahr alle relevanten Kontakte im Bereich Tech und Media an einem Ort sind.

„Content-Marketing ist nicht das Allheilmittel, aber es wird seinen Platz finden.“

So hatten wir auch dieses Jahr wieder durchweg effiziente, zielführende und konstruktive Gespräche mit Partnern, Kunden und Lesern. Inhaltlich ist mir insbesondere die immer stärker voranschreitende Integration von Infrastrukturthemen beziehungsweise -fragestellungen, BI, Analytics und so weiter in allen Bereichen der Online-Wertschöpfung ins Auge gefallen. Im Bereich Media war, wie zu erwarten, das Thema Content-Marketing omnipräsent. Hier sehe ich uns gut gerüstet, um für alle Beteiligten passige, innovative und vor allem integere Lösungen anbieten zu können. Ich persönlich bin sicher niemand, der Content-Marketing als das Allheilmittel betrachtet, aber ich bin überzeugt, dass es seinen berechtigten Platz im Marketing-Mix finden wird.

Alles in allem ein gelungenes Event, und ich freue mich schon jetzt auf die dmexco 2015!

Jan Christe, Gründer und Chefredakteur t3n

Jan Christe: „Beim Thema Autorenhonorare sind wir bei t3n übrigens von Beginn an zweigleisig gefahren.“

Auch wenn bei der dmexco mal wieder Bullshit-Bingo auf höchstem Niveau gespielt wurde und man die richtig spannenden Neuigkeiten wie die Nadel im Heuhaufen suchen musste, zählt sie für mich zu den wichtigsten Messen für die digitale Wirtschaft. Bei kaum einem anderen Event ist die Schlagzahl an Terminen so hoch, trifft man so viele alte und neue Kontakte und führt so viele spannende Gesprächen.

„Publisher laufen Gefahr, sich ihre letzte Domäne von den Vermarktern wegnehmen zu lassen.“

Zwar kein neues Thema, dafür aber omnipräsent war für mich in diesem Jahr das Thema Native Advertisement und Content Marketing. Zahlreiche Anbieter bieten Services rund ums Thema, etwa die Kölner Jungs von Nativendo. Vor allem aber haben die Vermarkter das Thema für sich entdeckt und pitchen es munter bei ihren Kunden. Aus Publisher-Sicht eine durchaus gefährliche Entwicklung, laufen sie doch Gefahr, sich auch noch ihre letzte große Domäne (Content) von den Vermarktern wegnehmen zu lassen. Statt sich auf die externe Vermarktung zu verlassen, sollten sie lieber intern Teams aufbauen, die in enger Absprache mit den Kunden und vor allem mit der eigenen Redaktion spannenden Kampagnen planen und realisieren.

Jochen G. Fuchs, Redakteur E-Commerce

Jochen G. FuchsFür Deutschlands E-Commerce-Landschaft ist die dmexco fast eine Pflichtveranstaltung, mehr E-Commerce findet sich nur noch auf der Internet World Messe. Deshalb bietet die dmexco allen E-Commerce-Interessierten eine gute Gelegenheit, auf engstem Raum in schneller Zeitabfolge Kontakte zu pflegen oder sich schnell einen Marktüberblick über einen bestimmten Dienstleistungszweig zu verschaffen.

„Mehr E-Commerce findet sich nur noch auf der Internet World Messe.“

Ich habe die dmexco dieses Jahr mit großem Spaß für viele Gespräche mit unseren Lesern und Interviews zu verschiedenen Themen genutzt – unter anderem auch zum Thema „Wie finde ich das richtige Shopsystem?“, zu dem es in Kürze für euch einen umfangreichen Artikel mit spannenden Insights in die Auswahl- und Beratungsverfahren erfahrener Dienstleister gibt. Die Standpartys, so auch unsere, bieten eine perfekte Gelegenheit, um noch schnell mit all denen zu sprechen, die tagsüber keinen Platz mehr im Terminkalender gefunden haben. Ein schöner Tagesausklang. Auf eine Messeparty außerhalb des Geländes habe ich dieses Jahr verzichtet, die Events werden immer schlechter und bieten mir keinerlei Mehrwert. Stressig, ergiebig, spannend, voller Zucker und immer wieder seltsam kostümierte Menschen: Das war meine dmexco.

Luca Caracciolo, Redaktionsleiter t3n Magazin

Luca CaraccioloContent. Content. Content. Alle reden darüber, immer, jederzeit, überall. Auch auf der dmexco wurde das Thema in diesem Jahr viel diskutiert: Content-Marketing, Corporate Content, Sponsored Content, Native Advertising. Das Content im Online-Marketing das Gebot der Stunde ist, scheint mehr als angekommen zu sein.

„Zur Relevanz von Content habe ich auf der diesjährigen dmexco wenig gehört.“

Bleibt die Frage, wie Marketing-Content bei Lesern eine Relevanz erreicht, die bisher meist nur klassischer journalistischer und eben unabhängiger Berichterstattung vorbehalten ist. Denn Content-Marketing mag Suchmaschinen freuen und Leser unterhalten, aber das führt nicht zwangsläufig zu Conversions. Zur Relevanz von Content aber habe ich auf der diesjährigen dmexco wenig gehört. Vielleicht auf der dmexco 2015.

Ein bisschen Stau? Auch auf der dmexco unvermeidlich. (Foto: Jan Christe)

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1 Reaktionen
Dirk Schart

Lieber Herr Caracciolo,

ich bin absolut bei Ihnen: der Content quillt uns schon aus den Ohren - jeder der keinen produziert ist tot. Mein Anspruch ist es, den Content dann zu bekommen, wenn ich ihn brauche, dort wo ich ihn brauche. Sie sprechen von Relevanz, ich betone die kontext-bezogene Kommunikation. Darüber habe ich in meinem Vortrag "Context, Conten, Connection" in der Speakers' Corner gesprochen. Context Marketing statt Content Marketing.

Und die neuen Technologien und Geräte, wie Google Glass, Smartwatches etc., erlauben uns das immer besser. Zwar gab es eine Menge ähnlicher Buzzwords auf der dmexco, aber nichts inhaltliches.

Viele Grüße,
Dirk Schart

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