Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Analyse

Dmexco-Learnings: Diese 10 Entwicklungen bestimmen das Online-Marketing 2017

    Dmexco-Learnings: Diese 10 Entwicklungen bestimmen das Online-Marketing 2017
Dmexco: Voll war es auch in diesem Jahr wieder. Dennoch musste die Messe einen Rückzieher bei den preislich gestaffelten Eintrittskarten machen. (Foto: Dmexco)

Die Dmexco, das große Schaulaufen der Online-Marketing-Szene, ist mal wieder vorbei. Hat sich's gelohnt? Kommt drauf an. Einige spannende Entwicklungen konnten wir in jedem Fall in Köln beobachten.

An der Dmexco scheiden sich die Geister. Für die einen ist sie das alljährliche Klassentreffen der Online-Marketing-Branche, für die anderen das größte Buzzword-Bingo der Welt. Zu voll, logistisch optimierbar und ohnehin komplett überbewertet. Doch abgesehen von dieser Debatte, die mindestens so alt ist wie die Kongressmesse selbst, gab es auch in diesem Jahr einige inhaltliche Dinge, die man aus dem Messetrubel mitnehmen konnte.

1. Die kanalübergreifende Denkweise ist inzwischen im Online-Marketing angekommen. Tatsächlich und nicht nur in der Theorie.

Klassisches Web und Mobile, Social Media in verschiedenen Spielarten, Bewegtbild und Audio, E-Mail und Messenger – all das gehört nicht nur irgendwie zusammen, sondern muss auch gemeinsam verstanden und orchestriert werden. Während man in den vergangenen Jahren verschämt über den großen Teich schaute, um entsprechende Beispiele zu finden, sind inzwischen auch die deutschen Kampagnen immer öfter allumfassend. Von der 360-Grad-Perspektive (Achtung! Buzzword incoming!) ist da die Rede und vom Real-Time-Monitoring.

Anzeige

2. Neben Tastatur und Smartphone spielen digitale Assistenten eine immer größere Rolle.

Dann gibt es da immerhin noch eine Entwicklung, die die Branche naturgemäß erst kurz auf dem Schirm hat: mobile Assistenten von Alexa bis Google Assistant. Die werden in den nächsten Jahren sicher zu einem wichtigen Element des Marketing. Im Moment sind sie, so scheint es, eher noch eine Spielwiese für technik-affine Marketer. Doch das wird sich in einigen Jahren ändern – erste Kampagnen in den USA zeigen bereits das Potenzial auf. Unterdessen geht es aber auch darum, was der Kunde sich in Sachen Privatsphäre gefallen lässt. Hört man den Agenturen und Unternehmen zu, ist man sich zumindest im deutschsprachigen Raum der Mentalitätsunterschiede durchaus bewusst.

3. Die Deutschen entdecken Ihre Alleinstellungsmerkmale – und schauen trotzdem immer noch neidisch in die USA.

Produkte mit deutschem Datenschutz sind angesagt und lassen sich gut verkaufen. Denn nicht erst seit Trumps Präsidentschaft ist das Misstrauen gegenüber den amerikanischen Unternehmen und ihren Datenschutzrichtlinien größer geworden. War ein deutscher Serverstandort früher ein Nice-to-have, fragen immer mehr Kunden gezielt danach. Dennoch gibt es in vielen Bereichen immer noch ein Misstrauen gegenüber Geschäftsmodellen, die rein auf die DACH-Region spezialisiert sind. Die ließen sich nicht ausreichend skalieren, seien daher gar nicht in den Dimensionen des US-Geschäfts denkbar.

Die Dmexco ist vor allem als Kontaktbörse wichtig. Zum Besuch der Konferenz fehlt leider oft die Zeit – trotz hochkarätiger Speaker. (Foto: Dmexco)

4. Das zahlengetriebene Business entdeckt auch quantitative Aspekte und sucht nach Einordnung.

Nie gab es so viele Dinge, die man messen konnte. Das quantitative Monitoring beruhigt den Kunden, verschafft der Agentur ein gutes Gefühl und Möglichkeiten zur Rechtfertigung. In Wahrheit gibt es aber über die nackten Zahlen hinaus oft auch qualitative Aspekte: Image, richtige oder falsche Vergleichszahlen und Erfahrungswerte. Das nehmen, so konnte man in verschiedenen Diskussionen wahrnehmen, auch immer mehr Entscheider wahr. Insofern sind die Zahlengläubigen zwar nicht gänzlich auf dem Rückzug, jonglieren aber eben nicht mehr nur mit Zahlen. Das ist eine gesunde Entwicklung.

5. Konzentrieren auf das Wesentliche: Die Unternehmen verstehen nach und nach besser, was sie mit Big Data erreichen können.

Auch wenn der Begriff Big Data ungefähr so out ist wie die Datenautobahn Ende der 90er – das Sammeln und Auswerten von riesigen Datenmengen im Rahmen der Customer Journey ist wichtiger denn je. Nur während in der Vergangenheit viele Firmen einfach stumpf Daten angehäuft haben und dann erst festgestellt haben, dass deren Aussagekraft ohne einen entsprechenden Plan gen Null tendiert, spielen inzwischen Datenanalysten eine immer wichtigere Rolle im Geschäft. Die werden nicht nur verzweifelt gesucht, wie wir von mehreren Seiten hörten, sondern zeigen den Unternehmen und Agenturen auch, welche Erkenntnisse sie aus ihrem immensen Datenschatz ziehen können.

Finde einen Job, den du liebst

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot