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„The Document Foundation“: OpenOffice.org-Community gründet eigene Stiftung, veröffentlicht „LibreOffice“

    „The Document Foundation“: OpenOffice.org-Community gründet eigene Stiftung, veröffentlicht „LibreOffice“

Zeitenwende bei der erfolgreichsten freien Office-Suite OpenOffice.org: Führende Mitglieder der Community haben sich zur Gründung einer eigenen Stiftung unter dem Namen „The Document Foundation“ entschlossen. Sie soll die Unabhängigkeit des inzwischen zehn Jahre alten Projekts sichern. Pikant ist, dass die Community unter dem Namen „LibreOffice“ nun eine eigene Office-Suite auf Basis von OpenOffice.org herausbringt. Das war wohl notwendig geworden, weil die Namensrechte an OpenOffice.org seit der Übernahme von Sun bei Oracle liegen.

Eine Foundation für OpenOffice.org wurde schon seit Längerem gefordert, um die Zukunft der freien Office-Suite zu sichern. Mehr über die Hintergründe zur generellen Problematik mit Oracle gibt es in dem Gastbeitrag „Oracle vs. Open Source? Das Open-Source-Entwicklungsmodell auf dem Prüfstand“, den Matthias Stürmer von Ernst & Young für t3n.de kürzlich verfasst hat. Darin schreibt er unter anderem:

Wichtig ist daran zu denken, dass Großkonzerne trotz öffentlichen Commitments für die Open-Source-Philosophie nie aus Mitgefühl oder Selbstlosigkeit handeln sondern am Ende des Tages immer nach den Marktmechanismen funktionieren. Unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichte Software kann kein Unternehmen wieder zurückziehen, aber wenn es die Urheberrechtsbestimmungen zulassen, können beispielsweise künftigen Software-Versionen als proprietäres Produkt weiterentwickelt werden, wie Oracle dies mit OpenSolaris und Teilen von MySQL geplant hat. Ein künftiges Opfer einer derartigen Entwicklung könnte auch OpenOffice.org sein, wenn nicht rechtzeitig eine handlungsfähige Trägerschaft gegründet wird.

Diese „handlungsfähige Trägerschaft“ ist nun vorhanden.

Downloadseite für LibreOffice auf der Seite der Document Foundation.

Fazit

Die OpenOffice.org-Community hat mit diesem Schritt die Zukunft des Projekt auf eine solide Basis gestellt. Egal, was auch immer sich Oracle für die Office-Suite einfallen lässt, steht die Arbeit der bisherigen Jahre nun auch künftig zur Verfügung und kann in anderen Projekten wie eben bei Ubuntu eingesetzt werden. Schade, dass Oracle offenbar so wenig Interesse daran hat, Open Source selbstlos zu fördern. Aber wer etwas anderes erwartet hat, muss wohl leider naiv genannt werden...

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