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Dolphin Browser für Android: Tausende E-Mail-Adressen versehentlich geleakt

Dolphin Browser für Android: Tausende E-Mail-Adressen versehentlich geleakt

Gehörst du zu den paar tausend Testern des kommenden Dolphin Browsers HD 6? Wenn ja haben deine E-Mail-Adresse jetzt mindestens alle anderen Betatester. Ist einer mit Geschäftssinn dabei, freuen sich Unternehmen jetzt schon über mehrere tausend Adressen von Early Adoptern im Android-Umfeld. Achtsamkeit ist heutzutage nicht mehr üblich?

Dolphin Browser für Android: Tausende E-Mail-Adressen versehentlich geleakt

Dolphin Browser: Kein Drama, aber eine Respektlosigkeit gegenüber der Testerbasis

Es ist sicherlich nicht zuviel verlangt, davon auszugehen, dass ein Unternehmen, dem man sich als Betatester zur Verfügung stellt, wenigstens die grundlegenden Regeln der Sorgfalt beachtet. Dazu gehört ganz sicher nicht, eine E-Mail zu generieren, die im Empfängerfeld alle Adressen aggregiert. Das war schon vor zehn Jahren technisch anders möglich.

Zusätzlich zu den E-Mail-Adressen finden sich offenbar generierte Schlüssel neben den Adressen. Unklar, was diese zu bedeuten haben. Wahrscheinlich sind sie außerhalb des Hauses Dolphin für nichts zu gebrauchen. Ungewöhnlich ist das dennoch.

Dolphin Browser: E-Mail mit allen Testern und Schlüsseln, deren Bedeutung unklar ist

Was sagt der Vorfall nun über Dolphin aus? Im Grunde nicht viel mehr, als dass dort, wo Menschen arbeiten auch Fehler gemacht werden.

Dieser Fehler hier wäre jedoch durch technische Maßnahmen rund um den E-Mail-Versand ganz leicht zu verhindern gewesen. Da stellt sich die Frage nach dem professionellen Anspruch des Dolphin-Teams. Ein gewisser Respekt vor der eigenen Basis sollte den grundlegenden Schutz der Daten dieses Personenkreises eigentlich zur Ehrensache werden lassen. Leider hat es dafür offenbar nicht gereicht...

Wer Dolphin nicht kennt: Es handelt sich um einen der populärsten für die Android-Plattform und ist auch mein bevorzugter Surfkumpane auf dem S2 und dem . Dolphin bietet flexible Anpassungsmöglichkeiten, wie man sie am ehesten mit dem Firefox auf dem Desktop vergleichen kann.

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2 Antworten
  1. von Email-User am 05.07.2011 (00:18 Uhr)

    Neulich gabs das doch schon mal wo jemand alle Leute ins To: bzw. CC:-Feld gepackt hatte. Ich glaube es war eine Journalismus-Site im Aufbau und Bewerber.

    Die technischen Maßnahmen scheinen bei Admins nicht bekannt zu sein.
    Auch die Email-Programme könnten massivst darauf hinweisen wenn man mehr als 1 Person ins Feld schreibt und CC: immer erst bei jeder Email freischaltbar machen und per Default nur Bcc: Anbieten.

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  2. von Alex am 05.07.2011 (07:01 Uhr)

    Ich fühle mich bei solchen Artikeln nur bestätigt. Ich verwende seit langem eigene E-Mail-Adressen (Weiterleitungen) für die Registrierungen. Sollte etwas passieren, oder es kommt viel Spam auf die Adresse, dann weiß ich genau wer Schuld ist und lösche die Weiterleitung.

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