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Die verrückte Welt der DOS-Viren: Internet-Archive öffnet Malware-Museum

Die verrückte Welt der DOS-Viren: Internet-Archive öffnet Malware-Museum

Ein Museum für alte Computerviren? Das Malware-Museum des Internet-Archive zeigt, warum das gar keine so verrückte Idee ist.

Die verrückte Welt der DOS-Viren: Internet-Archive öffnet Malware-Museum

MS-DOS-Virus. (Screenshot: Internet Archive)

Kreative Viren: Das Malware-Museum zeigt interessante Schadsoftware aus den 1980er und 90er Jahren. (Screenshot: Internet Archive)
Kreative Viren: Das Malware-Museum zeigt interessante Schadsoftware aus den 1980er und 90er Jahren. (Screenshot: Internet Archive)

Als Ransomware und Botnets noch kein Thema waren: Schadsoftware der 80er und 90er

Es war eine andere Zeit: In den 80er- und 90er-Jahren wurden Computerviren noch nicht dafür geschrieben, um alle im Netzwerk verfügbaren Geräte zum Teil eines kriminellen Botnets zu machen. Auch die Generierung von Bitcoins oder die Erpressung des Nutzers in Form von Ransomware war damals nicht das Ziel der Malware-Autoren. Die meisten wollten vermutlich einfach nur Chaos stiften – und sich so einen Namen in der Szene machen.

Natürlich soll das hier nicht trivialisiert werden. Wer wegen eines ' keine MS-DOS-Programme mehr ausführen konnte oder wichtige Dokumente verloren hat, wird zurecht sauer gewesen sein. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass einige Virenentwickler der 80er- und 90er-Jahre durchaus kreativ waren. Nicht wenige der Schadprogramme verfügten rein optisch über recht interessante Animationen und Grafiken.

Interaktive Ausstellung für DOS-Viren: Das Malware-Museum des Internet-Archive

Genau solchen Schadprogrammen hat das Internet-Archive jetzt mit dem Malware-Museum eine eigene Online-Ausstellung gegönnt. Die eigentlichen Schadroutinen haben die Macher entfernt. Über einen Web-basierten Emulator könnt ihr euch die Schadsoftware, die vornehmlich aus alten Computerviren besteht, direkt im Browser aber in aller Ruhe angucken.

Die Sammlung von Vintage-Viren wird von Mikko Hyppönen betreut. Der Sicherheitsexperte arbeitet beim Anti-Viren-Hersteller F-Secure als Chief-Research-Officer. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Hyppönen mit Schadsoftware vergangener Tage beschäftigt. 2011 machte er Schlagzeilen, als er die Autoren des vermutlich ersten MS-DOS-Virus aufspürte. Das Ergebnis dieser Recherche veröffentlichte der Finne in Form eines kurzen YouTube-Dokumentarfilms, den wir hier noch mal für euch einbinden:

via stadt-bremerhaven.de

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Eine Antwort
  1. von grep am 09.02.2016 (16:40 Uhr)

    Hallo ...,


    eine (sehr) späte Ehre, Verharmlosung und Glorifizierung von kriminellen Individuen ... die sich darauf verleg(t)en Schaden zu verursachen - weshalb man sowas auch Schadcode nennt.
    Und jetzt (?) ... nehmen sich evtl. gewisse Leute hieran ein (negatives) Beispiel.


    Ciao, Sascha.

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