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Software & Infrastruktur

Dreamforce 2015: Tech-Elite stellt die Zukunft des Cloud-Computing vor

    Dreamforce 2015: Tech-Elite stellt die Zukunft des Cloud-Computing vor
(Foto: Diego Wyllie)

Über 150.000 Besucher, 1.600 Sessions, 400 Aussteller, ein zentrales Thema: Cloud-Computing. Auf der Dreamforce in San Francisco, der jährlichen Hausmesse des SaaS-Pioniers Salesforce, zeigten namhafte IT-Persönlichkeiten wie die CEOs von Microsoft und Uber, wie die Cloud der Zukunft aussieht.

Als die erste Dreamforce im Jahr 2003 stattfand, kamen rund 1.300 Besucher nach San Francisco, um sich über einen neuen Trend zu informieren, der die IT-Welt auf den Kopf stellen sollte. Cloud-Computing war damals nur ein Buzzword. Heute, ein Dutzend Jahre später, hat der charismatische Salesforce-Gründer Marc Benioff ein Luxusschiff gemietet, das während der viertägigen Veranstaltung am Pier 27 stationiert war, um zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten für seine Gäste zu schaffen. Zum „weltweit größten Software-Kongress“, wie ein stolzer Benioff das Event in seiner Eröffnungsrede bezeichnete, kamen dieses Jahr über 150.000 Besucher aus 78 Ländern – die Stadt platzte aus allen Nähten.

Auch die musikalischen Acts auf der Dreamforce waren ein Highlight, zum Beispiel mit Stevie Wonder.  (Foto: Diego Wyllie)
Auch die musikalischen Acts auf der Dreamforce waren ein Highlight, zum Beispiel mit Stevie Wonder. (Foto: Diego Wyllie)

Im Mittelpunkt der vom 15. bis zum 18. September stattgefundenen Veranstaltung stand dieses Jahr wieder das Thema Cloud-Computing. Mit dem CRM-System Salesforce.com entwickelte das im Jahr 1999 gegründete Unternehmen eine der allerersten Business-Lösungen, die On-Demand bereitgestellt wurden. Damit hat Salesforce eine neue Ära in Sachen Business-Lösungen eingeläutet – der Anbieter proklamierte „das Ende der Software“. „The cloud has come to a reality beyond our dreams“, sagte Benioff in seiner Keynote. So soll Cloud-Computing inzwischen zu einem 270 Milliarden Dollar schwerer Markt geworden sein. Während hierzulande immer noch ständig über die Vor- und Nachteile diskutiert wird, ist Cloud-Computing in den USA längst zum Standard geworden.

Eindrücke von der Dreamforce 2015

(Foto: Diego Wyllie)

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Neue Cloud-Innovationen vorgestellt

So wurde einem auf der Dreamforce – sowohl auf der Cloud-Expo mit über 400 Ausstellern als auch in den über 1.600 Sessions und zahlreichen Produkt-Keynotes – immer wieder klar gemacht, dass Cloud-Computing in Unternehmen zunehmend unverzichtbar wird. „Nach der Cloud-Revolution und der Social- und Mobile-Revolution ist jetzt die Data-Science-Revolution an der Reihe“, sagte der Salesforce-CEO. Dank moderner Technologien im Bereich Machine-Learning und künstliche Intelligenz sollen Business-Lösungen nun automatisiert, proaktiv und intelligent arbeiten. Wie das in der Praxis konkret aussehen soll, demonstrierte Salesforce mit der neuen Vertriebslösung SalesforceIQ. Mittels innovativer Relationship-Intelligence-Technologie, die Data-Science nutzt, um Beziehungen zwischen Unternehmen und Interessenten, Kunden und Partnern zu analysieren, will Salesforce damit den Vertrieb für Unternehmen jeder Größe und Branche neu definieren. Die Software erfasst und analysiert automatisch Daten aus E-Mails, Kalendern und anderen Quellen, die für Kundenbeziehungen relevant sind, und stellt diese dem Anwender zur Verfügung. Anhand von erkannten Regelmäßigkeiten schließt das System auf zukünftige Ergebnisse und empfiehlt proaktiv Maßnahmen, um den Vertrieb zu optimieren.

IoT-Cloud – Das Internet der Kunden

Viel los in San Francisco: Die Dreamforce holte 150.000 Besucher nach Kalifornien. (Foto: Diego Wyllie)
Viel los in San Francisco: Die Dreamforce holte 150.000 Besucher nach Kalifornien. (Foto: Diego Wyllie)
Ein weiteres spannendes Produkt, das in San Francisco präsentiert wurde, ist IoT-Cloud. Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Plattform für das Internet der Dinge, die von einer Echtzeit-Event-Processing-Engine namens „Thunder“ unterstützt wird und „Milliarden von Ereignissen“ aus Servern, PCs, mobilen Endgeräten, Wearables, Sensoren und so weiter mit Salesforce verbinden soll. Dadurch ermöglicht die IoT-Cloud es Unternehmen, Daten aus dem Internet der Dinge und digitale Inhalte mit Kundeninformationen zu verbinden, indem sie diese miteinander verknüpfen und in Echtzeit nutzbar machen. Anwender können dabei intuitive Web-Apps nutzen, um Regeln und Logiken für Ereignisse zu definieren, die Aktionen innerhalb von Salesforce auslösen und die Implementierung individueller Arbeitsprozesse und Use-Cases ermöglichen. Damit können Unternehmen proaktive Aktionen in Verkauf, Service, Marketing und anderen Geschäftsbereichen eins zu eins in Echtzeit abbilden. „Salesforce verwandelt das Internet der Dinge in das Internet der Kunden“, so Benioff wörtlich.

Uber setzt auf Predictive Analytics

Wie Travis Kalanick, der CEO von Uber, in einem „Fireside-Chat“ mit Benioff erklärte, arbeitet auch sein Unternehmen an Systemen, die das volle Potenzial der Cloud ausschöpfen sollen. Mit neuen Features im Bereich Predictive Analytics will Kalanick laut eigenem Bekunden die Benutzererfahrung von Fahrern und Endkunden auf der Uber-Plattform gleichermaßen optimieren. So soll das System selbständig besser abschätzen können, in welchen Stadtteilen die Nachfrage in den nächsten Minuten beziehungsweise Stunden steigen wird, sodass mehr Fahrer rechtzeitig dorthin fahren können, um die Nachfrage zu stillen. Für Uber-Kunden bedeutet dies wiederum eine größere Auswahl an Autos und kürzere Wartezeiten, was schließlich zu einer besseren User-Experience führt. Ohne die gewaltige Cloud-Computing-Power, die heutzutage verfügbar ist, wären solche Features nicht zu realisieren, betonten die beiden CEOs.

Strategische Partnerschaft mit Microsoft angekündigt

Auch Microsoft-CEO Satya Nadella sprach auf der Dreamforce. (Foto: Diego Wyllie)
Auch Microsoft-CEO Satya Nadella sprach auf der Dreamforce. (Foto: Diego Wyllie)
Eine der weiteren Highlights der diesjährigen Dreamforce war sicherlich die Keynote von Microsofts CEO Satya Nadella, in der er auch seine Vision für die Zukunft des Cloud-Computing präsentierte. In einer spannenden Live-Demo, die allerdings nicht ohne technische Probleme ablief, stellte Nadella interessante Cloud-Innovationen rund um die AI-Lösung Cortana und HoloLens, dem futuristischen Holographic-Computing-System aus Redmond, vor. Darüber hinaus hat Nadella Pläne zur Erweiterung der strategischen Partnerschaft mit Salesforce angekündigt. Beide Unternehmen wollen die Salesforce-Plattform mit den Produktivitäts-Apps und -Services von Microsoft Office weiter verbinden. So werden sie in Zukunft neue Lösungen anbieten, die Salesforce mit Skype for Business, OneNote, Delve und Windows 10 verbinden. Damit sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, sich einfacher mit ihren Kunden verbinden und produktiver zusammenarbeiten zu können.

Die Reise erfolgte auf Einladung von Salesforce.

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1 Reaktionen
BigPad statt Surface
BigPad statt Surface

Bei Business-Software-Veranstaltungen könnte man systematisch erfragen ob die Software auf den BigPads läuft oder wie man die Zukuft der BigPads abschätzt. Z.B. weil Zillionen Abschreibungs-Rechner in Verwaltungen, Versicherungen, Behörden, Kunden, evtl Supermarkt-Kassen, Call-Centern, Flughafen-Terminals, Eisenbahn-Kunden-Terminals, Ministerien,... gegen BigPads ausgetauscht werden statt Win10-Wintel zu kaufen.
Evtl wird Apple das nächste Wintel weil es für Firmen besser ist, BigPads zu kaufen statt Wintel-Rechner oder Surface die vermutlich weniger lange nutzbar sind und wo man wie damals bei WinPhone zurückgelassen wird und seine teure Firmen-Software auf neuen Handies wohl nicht mehr nutzen konnte.

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