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Jedes dritte Online-Schnäppchen ist in Wahrheit ein teurer Brocken

    Jedes dritte Online-Schnäppchen ist in Wahrheit ein teurer Brocken

Wer echte Schnäppchen will, muss mehrere Angebote und Shops vergleichen. (Foto: Shutterstock-Dotshock)

Wer freut sich nicht über den Deal des Tages oder ein Blitzangebot? Doch Achtung: Nicht alles, was nach Schnäppchen aussieht, ist auch ein echtes Schnäppchen. So könnt ihr sparen.

Deal des Tages, Blitzangebot, Schlussverkauf: Das Web lockt mit tollen Angeboten. Doch was im Newsletter oder auf der Website als Preisknaller ausgeschrieben ist, sind häufig Ladenhüter oder Auslaufmodelle. Oder – noch schlimmer – Angebote, die es bei anderen Online-Händlern deutlich billiger gibt.

Vom 26.01. bis 22.02.2017 hat das Preisvergleichsportal Guenstiger.de die Rabattaktionen der Händler Amazon (Blitzangebote), Computeruniverse (Technik-WSV), Comtech (comweek), Cyberport (Cyberdeals), Media Markt (Wahnsinns Schnell Verkauf), Notebooksbilliger.de (Angebote der Woche), Otto (%Sale%) und Redcoon (Schnäppchen) untersucht und die Aktionspreise inklusive Versandkosten mit dem jeweils niedrigsten Händlerangebot auf Guenstiger.de verglichen.

„Angebot“ fast doppelt so teuer

Bei knapp einem Drittel der insgesamt 127 untersuchten Angebote wurde im Internet ein günstigerer Preis bei Wettbewerbern gefunden. Wer die Rabattaktionen nicht hinterfragte, zahlte im Extremfall fast das Doppelte: Bei Redcoon beispielsweise wurde die Kaffeemaschine DeLonghi EDG 636.S für 115 Euro beworben, bei einem anderen Onlinehändler gab es das gleiche Modell zum selben Zeitpunkt allerdings für nur 60 Euro und damit 48 Prozent günstiger. Im Durchschnitt mussten Käufer bei den „Schnäppchen“ von Redcoon acht Prozent draufzahlen.

Dasselbe Ergebnis zeigte sich beim „%Sale%“ von Otto. Dort gab es den Standmixer WMF Kult X Mix & Go für 43,45 Euro, während bei der Konkurrenz nur 31,40 Euro fällig wurden (28 Prozent weniger). Computeruniverse war bei seinem „Technik-WSV“ im Schnitt sechs Prozent teurer. Für den Drucker Canon Pixma MG7750 verlangte der Shop zum Beispiel 134,90 Euro und damit 48 Prozent mehr als der preiswerteste Händler auf dem Preisportal (90,89 Euro).

Media Markt bietet tatsächlich Schnäppchen

Als größtenteils lohnenswert entpuppte sich der „Wahnsinns Schnell Verkauf“ von Media Markt. Kunden konnten hier im Schnitt 16 Prozent gegenüber anderen Anbietern sparen. Die Logitech Ultimate Ears Boom 2 gab es beispielsweise für 79 Euro statt 129,99 Euro (nächstbestes Angebot). Bei Amazons „Blitzangeboten“ konnten Verbraucher ebenfalls mehrheitlich sparen. Die Produkte wurden von dem Onlineversandhaus durchschnittlich zwölf Prozent preiswerter als bei vergleichbaren Händlern gelistet.

Amazon kann auch teuer

Das gilt jedoch nicht für die Standardangebote. Vor allem Amazon-Kunden laufen Gefahr, hier nicht immer das Top-Preisangebot zu kaufen. Denn da auf der Amazonseite bereits verschiedene Händler und Preise konkurrieren, hat der Käufer das Gefühl, das günstigste Produkt im Web schon gefunden zu haben – ein Irrtum. Amazon nutzt hier die Faulheit des Kunden, noch auf anderen Shop-Seiten zu recherchieren. Aber auch der Media Markt ist nicht immer die reine Schnäppchenquelle.

Verbraucher sollten daher jedes Angebot kritisch hinterfragen und die Preise auf Portalen wie Guenstiger.de, Check24, Idealo oder Billiger.de mit anderen Anbietern vergleichen.

 

 

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3 Reaktionen
Der Hobbyinvestor

Nicht immer zählt bei mir der günstigste Preis.

1) Amazon ist 3 Euro teurer für Produkt X wie der Shop B. bei Shop B bin ich aber kein Kunde. Also überlege ich mir, ob ich mich da wirklich anmelden möchte, für nur (eventuell) einen Einkauf.

2) Bei Shops wie Amazon oder Otto kann ich mir bezüglich der Retoure sicher sein.

3) Das Thema Kulanz ist für mich, bei einigen Produktgruppen auch sehr wichtig.

Von daher ist der Preis nicht unbedingt Kriterium Nummer 1. Gut, 48 % würde ich auch nicht mehr bezahlen aber ich habe schon Produkte wissentlich für mehr gekauft. Einfach weil ich genau bei diesem Händler kaufen wollte.

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Markus
Markus

Jap .. und wie ich neulich bemerkt habe .. gefühlt handelt es sich bei manchem Schnäppchenanbieter um B-Ware, die aber nicht als solche gekennzeichnet ist. So war mein Eindruck.

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Markus
Markus

Sorry, aber im Zeitalter mit dem "neuen" Internet ist jeder selber Schuld, wenn er teurer kauft. So habe ich mich schon immer gefragt, warum manche bei ebay Dinge teurer ersteigern, als im Handel angeboten. Aber dieser Jagdinstinkt scheint bei "Primaten wie dem Menschen" schlicht der vermeintlich vorhandenen Intelligenz überlgen zu sein.

Im Übrigen ist es nicht falsch ein Angebot gegenüber dem UVP anzugeben. Das es dann andere noch mehr rabattieren und nichts dazu sagen ist ebenso okay.

Bestes Beispiel: Aktuell senkt Sony für die teuren A7RII und A7SII Modell die Preise. Jap. Auf der Seite vom SonyStore sieht man davon nichts. Auf den Händlerseiten steht zwar der neue Preis, aber ohne "Aktion"-Hinweis. Das nicht aktuell gesenkte Modell A7II jedoch wird beworben mit Aktion, obwohl es deutlich weniger "günstiger" gegenüber dem UVP gesenkt wurde. FAZIT: Einfach mal vergleichen zwischen "Was möchte ich haben" und "wo kostet es was". Der UVP ist ein Kunstangabe für Menschen, die gern 30% Rabatt mögen.

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