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Integriertes DRM für JPEG-Dateien: Kopierschutz soll Bilder vor Missbrauch schützen

Integriertes DRM für JPEG-Dateien: Kopierschutz soll Bilder vor Missbrauch schützen

Wie Bilder online besser vor Missbrauch geschützt werden können, überlegt derzeit die JPEG-Kommission. Die Idee: ein integrierter Kopierschutz (DRM) für digitale Bilder.

Integriertes DRM für JPEG-Dateien: Kopierschutz soll Bilder vor Missbrauch schützen

JPEG-Bilder sollen DRM-Schutz bekommen. (Foto: gaelx / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA )

JPEG-Standard soll um DRM-Funktion erweitert werden

Die von der JPEG-Kommission derzeit diskutierte mögliche Erweiterung des JPEG-Standards um eine Kopierschutzfunktion könnte – im besten Falle – zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen könnten Content-Anbieter, etwa Fotografen, ihre Bilder vor dem Hochladen in soziale Netzwerke oder Fotodatenbanken mit einem Schutz versehen, der beispielsweise die Zahl der Nutzer beschränkt. Zum anderen wären Nutzer dann vor möglicherweise unbeabsichtigter Verletzung von Urheberrechten durch das Weiterteilen etwas sicherer.

Mit DRM: Fotografen sollen JPEG-Fotos besser schützen können. (Foto: See-ming Lee 李思明 SML / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

So sieht zumindest die Überlegung der JPEG-Kommission aus. Danach soll eine DRM-Funktion für JPEG-Bilder dazu dienen, Content zu schützen, die Datenintegrität zu sichern sowie das Urheberrecht stärker zu achten und die Privatsphäre zu verbessern. Den Überlegungen zufolge soll es dann auch möglich sein, die maximale Zahl der Views und Downloads festzulegen oder spezielle Rechte für bestimmte Nutzer zu vergeben.

JPEG-Kommission: Workshop für Kopierschutzideen

Derzeit befinden sich die Überlegungen aber noch in einem sehr frühen Stadium. Wie die gewünschten DRM-Funktionen implementiert werden können, scheint noch völlig unklar zu sein. Am 13. Oktober 2015 wird es in Brüssel einen Workshop der JPEG-Kommission geben, bei der dann Ideen präsentiert werden können, welche Funktionen gebraucht werden und wie die Umsetzung erfolgen könnte.

Ob die diskutierte Kopierschutzfunktion bei JPEG-Bildern eher Segen oder Fluch für Content-Ersteller, -Anbieter und Nutzer sein wird, muss sich noch zeigen. Dass bisher eingesetzte DRM-Systeme teils äußerst umstritten sind und nicht nur Nutzern, sondern auch Anbietern eher schaden, dürfte auch der JPEG-Kommission klar sein.

via www.myce.com

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5 Antworten
  1. von Nate am 14.07.2015 (16:28 Uhr)

    Hat ja bei Musik und Filmen schon super geklappt und extrem erfolgreich dafür gesorgt, dass es keine Raubkopien mehr gab und alle legalen Käufer glücklich und zufrieden.

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  2. von JK am 14.07.2015 (19:26 Uhr)

    Wie blöd sind die denn?
    Die machen den gleichen Fehler wie die Musikindustrie, nur mit > 10 Jahren Verspätung.
    Für Bilder braucht man noch weniger Aufwand, eine DRM-freie Version zu erzeugen, als bei Musik geschweige denn Videos.
    Screenshot und gut.
    Oder dürfen die Bilder dann nur auf zertifizierten Geräten angezeigt werden, ohne dass weitere Programme im Hintergrund laufen?

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  3. von Stefan am 14.07.2015 (19:42 Uhr)

    Ansatz gut, Durchführung wird nur wieder Probleme geben.
    Wie meine beiden Vorredner sehe ich es auch etwas sinnlos einen Kopierschutz zu erstellen.
    Screenshot ist immer noch möglich und wie bei allen anderen Medien wird auch hier der Kopierschutz dann irgendwie umgangen.

    Die sollen lieber eine Tracker einbauen und einen Service um zu sehen wo die Bilder verwendet werden.

    Schöne Grüße
    Stefan

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    • von Tim am 14.07.2015 (21:59 Uhr)

      Ein Tracker wäre aber sogar eine Bedrohung.

      Man denke nur daran wie eine schlaue IT-Persönlichkeit das ganze als Brüste-Trojaner nutzt.

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  4. von Rettung am 15.07.2015 (13:38 Uhr)

    Ich will schon ewig signaturisierung aller Bilder. Was keine Signatur hat, könnte verseucht sein und wird in der Firme im Proxy gleich geblockt.
    Dank Signatur kann man es auch Trackern und sehen ob es sauber lizensiert wurde und dort überhaupt eingesetzt werden darf. Browserplugins machen das automatisch im Profi-Bereich.

    Facebook könnte Mitgliederbilder signieren. Amnesty-International die Bilder von Verfolgten und Betroffenen. Die Bilderagenturen halt ihre Lizenz-Bilder. Man müsste also keine eigene Signatur nutzen wenn man nicht will.
    Das würde das Leben deutlich erleichtern und hoffentlich auch Creative-Commons-Bildern den Durchbruch erzielen. Denn unzulässige Bilder würden gleich vom Browser erkannt und verpetzt.

    Man würde auch sehen ob es gephotohopped wurde oder es das echte offizielle Bild von z.B. der CDU oder EU-Komission oder EZB oder Euro-Gruppe oder G7- oder G21 oder Weltbank oder IWF oder wem auch immer sonst noch damit zu tun hat zur x-ten Griechenland-Rettung ist.

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