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Software & Infrastruktur

Dropbox neues Business-Paket: Wie Dropbox Enterprise neue Kunden gewinnen soll

    Dropbox neues Business-Paket: Wie Dropbox Enterprise neue Kunden gewinnen soll

Dropbox-CEO Houston. (Foto: t3n)

Es wird viel diskutiert um Dropbox – ein guter Zeitpunkt für neue Produkte. Und mit Dropbox Enterprise hat CEO Drew Huston nicht nur ein neues Produkt vorgestellt, sondern auch seine Strategie klargemacht: Er will um Business-Kunden kämpfen.

Dropbox hat es nicht leicht dieser Tage, und so muss Drew Houston, der charismatische CEO des Vorzeige-Unternehmens, jedes Mal, wenn er eine Bühne betritt, auch Fragen beantworten. Fragen nach Umsätzen, Fragen nach neuen Produkten – und Fragen nach Business-Kunden. Gründer Alex Danco warf dieser Tage sogar die Frage auf, ob Dropbox das erste tote Decacorn (Zehn-Milliarden-Dollar-Startup) werden würde.

Auch in San Francisco, wo Dropbox gestern seine erste eigene Business-Konferenz „Dropbox Open“ abgehalten hat, war das nicht anders. Dabei wirkt die Dropbox Open auf den ersten Blick wie jede andere größere Tech-Konferenz dieser Tage: Lounge-Musik, aufwändige Technik, überdimensionale, in blaues Licht getauchte, Leinwände. Nur das Publikum spielt nicht ganz mit – das Bill Graham Civic Auditorium ist nicht ganz gefüllt, als Houston um kurz vor 10 die Bühne betritt. Und doch sind, so Dropbox, immerhin rund 600 Kunden hier.

Unterstützung durch Salesforce-CEO Benioff

Drew Houston und Marc Benioff bei der Dropbox Open. (Foto: t3n)
Drew Houston und Marc Benioff bei der Dropbox Open. (Foto: t3n)

„Welches Unternehmen heute will kein Software-Unternehmen sein?“

Der Druck auf Houston ist hoch, und nicht ganz umsonst hat er sich für diesen Morgen Marc Benioff, den CEO von Salesforce eingeladen, um mit ihm über Business zu reden. Immer wieder wird Dropbox vorgeworfen, das Geschäft nicht ernst genug zu nehmen, nicht genug Business-Kunden zu generieren. Eine Entwicklung, die auch Salesforce hat meistern müssen. Doch Houston und Benioff bestärken sich gegenseitig: „Welches Unternehmen heute will kein Software-Unternehmen sein?“, fragt der Salesforce-CEO. „Welches Unternehmen will kein Cloud-Unternehmen sein? Welches Unternehmen will nicht sein Geld mit einem Abo-Modell verdienen?“

Und: Houston hat sich Dan Becker von National Geographic eingeladen, um über die Nutzung von Dropbox durch das Magazin zu sprechen. Kein ganz günstiger Zeitpunkt indes, nachdem News Corp, der Verlag hinter dem Magazin, gerade erst 180 Mitarbeiter gefeuert hat.

Am Ende aber dienen beide Auftritte der Selbstvergewisserung und sollen demonstrieren: Dropbox hat verstanden. Dropbox wächst. Houston lässt an diesem Tag keine Gelegenheit aus, um zu betonen, dass sein Startup eben nicht nur ein Consumer-Unternehmen sei. Und keine Frage, die Zahlen sind durchaus beeindruckend, mehr als nur einmal bekommen die Besucher sie zu sehen. 400 Millionen Nutzer hat Dropbox nach eigenen Angaben weltweit. 150.000 davon seien Business-Nutzer, und 50.000 davon habe das Unternehmen in den letzten zehn Monaten generiert. Einer der Konkurrenten, die Houston nicht namentlich nennt – bei dem es sich aber nur um Aaron Levies Box handeln kann –, habe ebenfalls 50.000 Business-Kunden. Insgesamt.

Durchaus beeindruckende Zahlen. (Grafik: Dropbox)
Durchaus beeindruckende Zahlen. (Grafik: Dropbox)

Aber: Dropbox habe auch ein Problem, wie Houston zugibt, wie jedes andere Cloud-Unternehmen auch: „Es gibt Hunderte von Clouds. Und diese Clouds kommunizieren nicht miteinander.“ An diesem Tag aber hat Dropbox ein ganz anderes Problem, und das ist die Ungeduld. Rund 90 Minuten dauert es, bis das Unternehmen endlich etwas Neues ankündigt.

Denn was kommt nach dem Dropbox-Badge, der die kollaborative Arbeit an Dokumenten direkt in Drittanbieter-Software möglich machen soll? Was kommt nach Features wie Inline-Kommentaren? Was kommt nach „Dropbox Paper“, einer durchaus ernstzunehmenden Konkurrenz für Google Docs, Office 365 und andere Kollaborations-Dienste, die aussieht wie eine Mischung aus Writer, Slack und Google Wave. Aktuell befindet sich der vor drei Wochen vorgestellte Dienst noch in der Beta-Phase, im kommenden Jahr erst will Dropbox ihn offiziell launchen.

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