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Startups

Dublin Web Summit – Europas Tech-Szene hat ein neues Mekka

    Dublin Web Summit – Europas Tech-Szene hat ein neues Mekka
Berlin, zieh dich warm an. (Logo: Dublin Web Summit)

10.000 Teilnehmer aus über 90 Ländern, 300 Speaker, 500 Journalisten und fast 1.000 Startups: Was in einem verregneten Sommer vor drei Jahren als Event für die Dubliner Startup-Szene begann, ist innerhalb kürzester Zeit zur größten Tech Konferenz in Europa geworden: Der Dublin Web Summit.

Dublin Web Summit – Das „SXSW Europas“

In einer Infografik zeigen die Veranstalter die unglaubliche Entwicklung des Summits: Allein von 2012 auf 2013 hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdoppelt.

Web Summit 2013

Kein Wunder, dass das Event keine reine Technologiekonferenz mehr ist. 2013 haben die Organisatoren die Öffnung bewusst forciert – hin zu einem Festival „im Stil der SXSW“. Die offizielle neue Marke „The Summit“ lässt sich nicht länger auf das Web reduzieren: Neben Konferenz und Messe umfasste sie in diesem Jahr etwa auch den Night Summit, ein dreitägiges Musikfestival, das in Kooperation mit Partnern wie Bing, Tumblr und Spotify für ein extrem vielfältiges Abendprogramm sorgte. Oder den Food Summit, bei dem irische Küchenchefs die 10.000 hungrigen Teilnehmer mit besonderen Köstlichkeiten verwöhnten.

Alles in allem eine große Sache, auch für die Stadt Dublin und sogar für Irland selbst. Premierminister Enda Kenny erschien am Mittwoch persönlich, um per Liveschaltung nach New York die Börse mit dem traditionellen Glockenschlag zu eröffnen. Die symbolische Handlung wurde von den Anwesenden geradezu frenetisch gefeiert. Zum Abschluss der Konferenz diskutierte Kenny übrigens auch selbst auf der Bühne, unter anderem mit Ausnahme-Entrepreneur Elon Musk. Ein solches Engagement der Politik ist hier in Deutschland immer noch kaum vorstellbar.

Vergesst den ROI, was brauchen eure Kunden?

300 Speaker, 500 Journalisten und fast 1.000 Startups. (Foto: Dublin Web Summit)
300 Speaker, 500 Journalisten und fast 1.000 Startups. (Foto: Dublin Web Summit)

Programmtechnisch bot das Dublin Web Summit eine ziemlich typische Mischung, mit einer Main Stage sowie eigenen Bühnen für Digital Marketing, Developer und Cloud. Mit Musk, Tony Hawk, Shane Smith, Matt Mullenweg, Tim Armstrong oder Kevin Rose konnte das Speaker-Lineup ein paar eindrucksvolle Persönlichkeiten vorweisen. Bemerkenswert: Fast alle der „großen Namen“ waren tatsächlich an beiden Tagen vor Ort und nahmen an zusätzlichen Panels oder Fireside-Chats teil.

Gary Vaynerchuck las dem Publikum auf unterhaltsame Weise die Leviten: Statt auf die Jagd nach immer mehr Käufern zu gehen, sollten Unternehmen endlich anfangen, langfristige Beziehungen zu kultivieren. Auch Cindy Gallop wünschte sich einen weniger egoistischen Umgang mit den Kunden: Wer mehr über diese erfahren wolle, müsse sich – trotz aller neuen Möglichkeiten durch Big Data – zuerst selbst öffnen. Die Videos zum Nachschauen gibt es hier.

Europas Startup-Hauptstadt? Berlin, zieh Dich warm an!

Startups bekamen besonders viel Raum. (Foto: Dublin Web Summit)
Startups bekamen besonders viel Raum. (Foto: Dublin Web Summit)

Für Premier Enda Kenny sind Irland und insbesondere Dublin die neuen Angelpunkte der digitalen Welt. In den letzten Jahren sei das Land zum Nr. 1 Magneten für Tech Startups, Inkubatoren und die richtig großen Konzerne der Digitalwirtschaft geworden. Mit dieser Einschätzung steht Kenny nicht allein. Aufgehorcht, Berlin-Fans: Hier scheint ein ernstzunehmender Konkurrent um den Titel als Europas Startup-Hotspot heranzuwachsen.

Das zeigte sich auch auf dem Web Summit. Startups bekamen hier besonders viel Raum – und das im ganz wörtlichen Sinn: Aufgeteilt auf zwei Hallen, eine für Early-Stage-Startups und eine für die weiter fortgeschrittenen Vertreter, durften sich insgesamt 950 neue Unternehmen jeweils einen Tag lang der Tech-Welt präsentieren. Allerdings dürfte es nicht ganz einfach gewesen sein, in der Gemengelage aus Konferenz, Messe, diversen Wettbewerben und Pitches die Aufmerksamkeit der begehrten Förderer zu erlangen.

Dublin Web Summit – „Mind the Irish“

Es wird spannend zu sehen, wohin „The Summit“ sich im nächsten Jahr entwickeln wird – zumindest in punkto Größe scheint der Spielraum ausgereizt zu sein. In jedem Fall gilt: Die Herzlichkeit der Gastgeber, ihr gutes Händchen bei der Zusammenstellung des Programms und ihr optimistisch-energischer Blick in die Zukunft der Branche machen Lust auf mehr. Wer die Iren bis jetzt nicht auf dem Radar hatte, sollte dies besser ganz schnell ändern.

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