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Schon 40 Prozent der deutschen Online-Händler setzen auf dynamische Preise

    Schon 40 Prozent der deutschen Online-Händler setzen auf dynamische Preise

(Foto: Shutterstock

Mit dem sogenannten „Dynamic Pricing“, der dynamischen Preisgestaltung, passen Händler kurzfristig ihre Preise an – etwa an die der Konkurrenz. Wie sehr das Instrument in Deutschland angekommen ist, zeigt eine aktuelle Studie.

Dynamic Pricing: Im globalen Wettbewerb bestehen

Der deutsche Online- und Versandhandel boomt, wie eine Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Creditreform Boniversum zeigt. Der deutsche interaktive Handel war demnach im vergangenen Jahr von einem kräftigen Beschäftigungsaufbau und einer Investitionsbereitschaft auf Höchststand geprägt. Die Dynamik sei allerdings etwas verhaltener als in den Vorjahren, sagte bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Einer der Faktoren, um im globalen Wettbewerb zu bestehen, ist das Dynamic Pricing.

Online-Shop: Händler setzen zunehmend auf Dynamic Pricing. (Grafik: Shutterstock)
Online-Shop: Händler setzen zunehmend auf Dynamic Pricing. (Grafik: Shutterstock)

Der Studie zufolge nutzen 40 Prozent der Online- und Versandhändler in Deutschland dieses Preisanpassungsinstrument. Jedes fünfte Unternehmen plant die Einführung der dynamischen Preisgestaltung in den kommenden zwölf Monaten. 82 Prozent der Online-Händler passen ihre Preise derzeit unregelmäßig, je nach Bedarf an. 62 Prozent orientieren sich am Preisverhalten von Wettbewerbern, 26 Prozent am Bestellverhalten der Kunden.

Dynamic Pricing wird von 70 Prozent der befragten Unternehmen als wichtiger Faktor für das eigene Kundengeschäft eingeschätzt. Das geben vor allem die Unternehmen an, die in der nächsten Zeit keine Investitionen planen. Auffällig ist auch: Insbesondere Unternehmen aus der Freizeit- und der Technikbranche gestalten ihre Preise flexibel.

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Intelligente Tools optimieren Dynamic Pricing

Die Anpassung der Preise nach Angebot und Nachfrage ist im Handelsbereich natürlich nichts Neues. Aber: „Heute bieten intelligente Softwarelösungen Händlern jedoch noch passgenauere Möglichkeiten der Preisgestaltung, um im dynamischen und global vernetzten Wettbewerb zu bestehen“, erklärt Wenk-Fischer. So hat etwa IBM Anfang dieses Jahres eine Dynamic-Pricing-Lösung aus der Cloud vorgestellt. Mit dem Tool lassen sich automatisiert Abverkaufsdaten, Marktbedingungen und die Preise von Wettbewerbern analysieren.

Interessant in diesem Zusammenhang ist der t3n-Artikel: „Starke Preisschwankungen im Online-Handel: Wie Kunden profitieren können“.

via futurezone.at

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5 Reaktionen
Jörg Gastmann

Wer bei Margen mitziehen muss, die gegen Null tendieren, steuert auf die Pleite zu. Das halten nur die kapitalkräfigsten Anbieter durch. Kleine und mittlere Händler sollten da nicht mitmachen.

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JohnnyKarneboge
JohnnyKarneboge

Würde ich als fast-richtig kommentieren.
Die Marktplätze lassen den Händler nur eine Wahl. Entweder Sie sind sichtbar, durch z.B. besagtes "Einkaufswagenfeld", oder der Artikel kann wieder raus aus dem Sortiment.
Gesund ist es nie, seine Preise nach unten treiben zu lassen. Es müssen DIE Artikel gefunden werden, bei denen mit einer vertretbaren Marge, der Wettbewerb durch Preis und stärke des Händlerprofils ausgestochen werden kann.

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JohnnyKarneboge
JohnnyKarneboge

Da kann ich dem Kollegen von Patagona nur zustimmen. Bei eSagu ist Nachfrage nach mehr als dem klassischen Repricing und damit die Abwanderung zu uns deutlich spürbar.
Insbesondere für die Marktplätze wünschen sich die Händler individuellste Strategien. Sei es Ziel wie "beste Treffer", "Einkaufswagen" oder ähnliches..
Die Nachfrage wird immer individueller und das Produkt wird auf nahezu jeden Händler einzeln zugeschnitten.

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ACID21com
ACID21com

Aus unserer Sicht auch interessant: Auslieferung von personalisiertem Content, Produkt-Empfehlungen und individuelle Preisanpassungen je nach tatsächlichem Userverhalten auf der Website bzw. im Onlineshop.

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MBank

Sehr interessante Zahlen!
Wir von Patagona stellen seit Monaten ein stetig steigendes Interesse an Lösungen zur automatischen Preisoptimierung fest.
Besonders auffällig: Die gewünschten Preis-Strategien werden immer ausgefeilter:
Lagerbestände, Lieferzeiten der Konkurrenz, die Tageszeit - all diese Faktoren können inzwischen eine Rolle beim Dynamic Pricing übernehmen.
Alt-backene "Repricer", die immer nur den günstigsten Preis vorschlagen scheinen mehr und mehr der Vergagenheit anzugehören.

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