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Gleicher Traffic, mehr Conversions: 10 Tipps für mehr Umsatz im E-Commerce

Gleicher Traffic, mehr Conversions: 10 Tipps für mehr Umsatz im E-Commerce

Kleine Veränderungen mit großen Umsatzgewinnen? Sowas bleibt in den meisten Fällen nur ein feuchter Traum. Dass sich kleine Tests manchmal trotzdem lohnen, zeigt diese Übersicht.

Gleicher Traffic, mehr Conversions: 10 Tipps für mehr Umsatz im E-Commerce

In kleinen Schritten zu mehr Umsatz.

Vorbildlich! – So steigerten Online-Händler ihre Conversion-Rate

Selten liefert ein kleiner A/B-Test große Erkenntnisse oder Umsatzgewinne, der Einsatz entsprechender Methoden ist vielmehr ein inkrementeller Prozess. Mithilfe der gewonnenen Erfahrungen lassen sich weitere Testreihen planen und letztlich Erfolge einfahren, ganz gemächlich Schritt für Schritt.

Viele Online-Händler achten primär auf Traffic-Zahlen. Sie sollen steigen, kontinuierlich. Unbeachtet bleibt hingegen das große Potenzial der . Welche Erfolge hiermit machbar sind, zeigt die folgende Übersicht.

Lass euch anspornen und inspirieren!

1. Kleine Fluglinie, große Ergebnisse

Die Fluglinie Nature Air optimierte 17 Landingpages durch einen einfachen A/B-Test. Die prominente Platzierung eines Call-to-Action am Seitenanfang, direkt im Sichtfeld eines jeden Besuchers, sorgte für einen Anstieg der Conversions um 591 Prozent.

Erkenntnis: Optimiere jede Seite auf die anvisierte Conversion. Sorge für einen auffälligen Call-to-Action.

2. Kommuniziere nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern

Der Hosting-Anbieter Hawkhost testete vor einigen Jahren zwei Versionen seiner Homepage. Bei gleichbleibendem Text veränderte das Unternehmen nur das dazu angezeigte Bild. Was meint ihr, welche Version besser abschnitt?

Die beiden getesteten Varianten. (Quelle: Hakthost.com)
Die beiden getesteten Varianten. (Quelle: Hakthost.com)

Das Original nutze einen Globus zur Visualisierung des eigenen Angebots. Die Variante setzte stattdessen auf ein Schloss – und konvertierte zwei- bis dreimal so gut, schreibt Hawkhost. Rückblickend fast offensichtlich, findet ihr nicht?

Erkenntnis: Konzentriere dich auf eine Nachricht. Vereine sie in Text und Bild.

3. Passe deine Landingpages den Anzeigen an

Jorge Reyes, Head of Online-Marketing bei myphotobook.de, wollte die Konversionen der über Retargeting eingefangenen Besucher steigern. Seine Idee: Eine einheitliche visuelle Sprache, sowohl in den Anzeigen als auch auf der Landingpage.

Was kompliziert klingt, war letztlich ganz einfach: Der rote Hinweis auf einen Gutschein, der in den Anzeigen verwendet wurde, wurde auch in die Landingpage integriert. Das Ergebnis? Deutlich. Eine Verdopplung der Konversionen.

Erkenntnis: Kommuniziere einheitlich. Eine Anzeige sollte zur Landingpage passen, die wiederum zum Angebot.

4. Unterstütze die Entscheidung in kritischen Momenten

Die niederländische Website Makelaarsland optimierte einen besonders kritischen Schritt der Kundengewinnung: den Prozess der Anmeldung. Das Unternehmen testete das Foto einer Frau, die den Support repräsentierte, gegen das Foto eines Mannes, der einen erfolgreichen Nutzer repräsentierte. Hier die beiden Versionen.

Das Original von Makelarsland.
Das Original von Makelaarsland. (Quelle: vwo.com)

Das Foto der Frau auf der rechten Seite verstärkte den Hinweis auf den Support des Unternehmens.

Die Variante mit anderer Grafik.
Die Variante mit anderer Grafik. (Quelle: vwo.com)

Einen ganz anderen Weg geht das Foto des Mannes, der offenbar gerade verkauft hat.

Ein Anstieg der Anmeldungen um stolze 89 Prozent war das Ergebnis. Ausschlaggebend war vermutlich, dass die Anmeldung bei Makelaarsland visuell an einen erfolgreichen Verkauf gekoppelt wurde, heißt es bei Visual Website Optimizer.

Erkenntnis: Löse dich von eingefahrenen Mustern (dem Bild einer Support-Mitarbeiterin) und teste auch ungewöhnlichere Varianten (das Bild eines erfolgreichen Kunden). Stelle das Wichtigste in den Mittelpunkt.

5. Profitierst du von Bewertungen?

Der Mode-Shop figleaves führte vor einigen Jahren die mittlerweile obligatorischen Nutzerbewertungen ein. Sie helfen Besuchern seitdem bei der Auswahl passender Produkte und sorgten zum Zeitpunkt der Einführung für eine 35 Prozent höhere Kaufrate. Ob derart deutliche Veränderungen auch heute noch realistisch sind, lässt sich pauschal nicht beantworten. Hier hilft nur ein Test.

Erkenntnis: Nutzerbewertungen sind in vielerlei Hinsicht sinnvoll und mittlerweile gängige Praxis. Falls du sie noch nicht einsetzt, solltest du zumindest darüber nachdenken.

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3 Antworten
  1. von NodeCode am 13.07.2014 (08:09 Uhr)

    Wirklich sehr interessant. Vor Allem sieht man an den Beispielen, dass die beschriebene Methode auch tatsächlich zu einer Umsatzsteigerung führen kann, und nicht nur eine leere Aussage ist.

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  2. von Mo am 14.07.2014 (07:22 Uhr)

    Ich denke unter dem ersten screenshot sollte hawkhost.com anstatt Hakthost stehen :)

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  3. von Morando am 18.07.2014 (14:21 Uhr)

    1. Es ist einfach, den Uplift zu erhöhen, wenn man vorher alles falsch macht.

    2. Muss man ein bisschen Mathematik können, dass fällt vielen schon schwer. ;-)
    Nehmen wir das letzte Beispiel: Steigerung Conversionsrate 41%. 41% von was?
    Wenn der Shop vorher eine Conversionsrate von 1% hatte, hat er jetzt 1,41% Conversionsrate. Für den Shop mag das ganz nett sein. Insgesamt gesehen, ist das immer noch grottig.

    3. Demzufolge Upliftzahlen meistens nichts sagen. Noch dazu die meisten Angaben über Conversionsraten von Shops übertrieben dargestellt werden. Oder wer will schon vor seinen Wettbewerber zugeben, dass er mit 2% convertiert? ;-)

    4. Der größte Kostentreiber im Versandhandel sind die Rücksendungen/Stornos. Demzufolge eine Steigerung der Conversion ziemlich sinnfrei ist, wenn sich gleichzeitig die Anzahl der Rücksendungen erhöht.

    5. Trotzdem ein schöner Beitrag mit vielen bunten Bildern. Genauso wie es der Leser mag. ;-)

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