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E-Commerce: Deutsche Politik prüft schärfere Gesetze gegen individualisierte Preise

E-Commerce: Deutsche Politik prüft schärfere Gesetze gegen individualisierte Preise

Individualisierte Preise im sind Verbraucherschützern schon lange ein Dorn im Auge. NRW-Verbraucherminister Johannes Remmel will jetzt schärfere Gesetze gegen diese Praxis im Online-Handel prüfen.

E-Commerce: Deutsche Politik prüft schärfere Gesetze gegen individualisierte Preise

E-Commerce. (Foto: Steve Snodgrass / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

E-Commerce: „Unfaire Preispolitik der Wirtschaft“

„Wir müssen solche Praktiken verhindern, bevor sie sich weiter ausbreiten“, zeigt sich der Verbraucherminister von Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende der Verbraucherministerkonferenz Johannes Remmel (Grüne) gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe von heute, Montag, kämpferisch.

Unterschiede beim Preis aufgrund des Wohnortes oder der Konsumgewohnheiten bezeichnete Remmel als „unfaire Preispolitik der Wirtschaft“. Die aktuellen Gesetze aus dem analogen Zeitalter würden die rasanten Entwicklungen der digitalen Welt nicht mehr abdecken. Jetzt müssten Gesetzesverschärfungen geprüft werden.

Unterschiedliche Preise im E-Commerce aufgrund des Wohnortes oder des Konsums könnten bald verboten sein. (Foto: Joe The Goat Farmer / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Die individualisierten Preise im Online-Handel lehnt eine Mehrheit der Einwohner Nordrhein-Westfalens jedenfalls ab, wenn es nach einer unveröffentlichten Studie im Auftrag des NRW-Verbraucherministeriums geht, die der Funke-Mediengruppe vorliegt. Demnach sprachen sich 57 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten gegen individualisierte Preise aus. Immerhin 38 Prozent fänden diese Art der Preisgestaltung laut der Umfrage dagegen gut.

Preise im E-Commerce: Treuekunden-Rabatt erwünscht

Allerdings stießen Preise im Bereich E-Commerce, die speziell auf Bewohner bestimmter Viertel oder Straßen abgestimmt seien, am ehesten auf Ablehnung. Spezielle Niedrigpreise für treue Kunden würden hingegen überwiegend befürwortet. Ob und wann ein mögliches Gesetz auf den Weg gebracht und in Kraft treten könnte, steht allerdings nicht fest.

In diesem Zusammenhang interessant ist der t3n-Artikel „Online-Shopping: So tricksen die Händler beim Preis und so kannst du dich schützen“.

via www.heise.de

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3 Antworten
  1. von Dominik am 01.02.2016 (07:18 Uhr)

    Na da nimmt man der digitale Preisschilder Branche ja das Tankpreis-Verkaufsargument. Zumindest sollte es sich für diesen Bereich ebenso auswirken. Ansonsten halte ich bei diesen Belangen Verbraucherumfragen immer für sehr tükisch. Das Rabatte große Zustimmung finden, aber eine mögliche Benachteiligung auf Ablehnung stößt ist doch klar. Ansonsten wüsste ich außer bei Amazon eher nicht, wo im hohen Ausmaß mit Preisen nach Wohnort/Viertel gespielt werden sollte. So gut ist die GEO-IP Erkennung insbesondere im Mobile IP-Sharing Umfeld nicht und nach einem Login höhere Preise anzuzeigen, weil man dann die Adresse einbezieht würde schon jetzt gegen die Google Shopping Richtlinien & UWG verstoßen.

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  2. von Ribert am 01.02.2016 (13:28 Uhr)

    Es kommt eine neue Entwicklung zutage. Stimmung in Deutschland:
    VERBIETEN!!!!!!!1111111111111111

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  3. von Preis-Gerechtigkeit am 01.02.2016 (13:58 Uhr)

    Jetzt sind die plötzlich auch an Preisgerechtigkeit interessiert. Früher interessierte das Thema (auch in Kommentaren und Foren) praktisch nur mich.

    Die haben Rot-Grün betrieben und den neuen Markt aufgebaut und UMTS versteigert und 20 % kriegen wohl dauerhaft nie schnelles Internet.

    Das digitale Grundbuch und ein Preis-Server und Produkt-Info-Server (FCC hat die Daten in USA!!!!!) wären trivial und selbstverständlich. Aber manche angeblich Bürgerfreundliche Parteien haben bis heute keine Digitalen Partizipationssysteme damit JEDER immer und überall konstruktiv Beteiligen und seine Meinung bzw. konstruktive knallharte Fragen (Presse-Fragen sind ja oft zu freundlich) digital stellen kann und die Hinterzimmer endlich geschlossen bleiben. Für alle Fußball-Presse-Konferenzen, Alle Quartals-Vorstellungen, alle Talkshows usw. wäre dann das Volk dabei.
    Aber ist wohl nicht so wichtig...

    Und wie man sieht berichtet Presse immer erst hinterher statt heute schon das Tankstellensterben und Strom-Rationierung wegen E-Autos zu bearbeiten.
    Und wie man sieht reagieren Poltiker oft auch erst hinterher.
    Am Benzinpreis-Server hätte man schon verordnen können das der Preis nur EIN Mal am Tag gesetzt werden darf und man danach BESTENFALLS den Preis runtersetzen darf aber nicht wieder hoch setzen. Oder das Preise für einen Tag gelten müssen um Leute nicht kilometerweit anzulocken.

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