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E-Commerce: 5 Best Practices aus Top-Onlineshops

Wir sind über fünf kurze, aber prägnante Praxistipps zu Kunden-zentriertem Denken und Handeln im gestolpert, die wir euch nicht vorenthalten möchten.

E-Commerce: 5 Best Practices aus Top-Onlineshops

Im Rahmen des Swiss-E-Commerce-Award, zu dessen Gewinnern Zalando, Rajapack und World of Games gehören, wurden 80 Onlineshops von einer Fachjury geprüft und bewertet. Dabei haben sich viele Daten und Fakten zum schweizer E-Commerce-Sektor ergeben, aber auch rein praktische Erkenntnisse. Timo Oelerich hat diese Erkenntnisse im Blog des Award-Initiators Carpathia veröffentlicht, wir haben uns das für euch angeschaut.

(Screenshot: Carpathia)
(Screenshot: Carpathia)

1. Zielgruppe situativ abholen

Die Zielgruppe dort abholen wo sie sich befindet, die Situation berücksichtigen, in der sich der Kunde beim Einkaufen befindet. Beim Couch Commerce befindet sich der Kunde zum Beispiel in einer entspannten Umgebung, im sozialen Umfeld, was Lustkäufe anregen kann.

2. Relevant sein

Es gibt nichts nervigeres als eine fehlgeleitete Landingpage. Der Kunde sucht nach einem expliziten Produkt, landet nach dem Klick aber auf einer kontext-freien Ergebnisseite aus der Produktsuche des beworbenen Onlineshops. Darauf weist auch Oelerich hin und betont, dass man mit Relevanz punkten sollte, wenn man in die Köpfe der Menschen möchte.

Sorgen Sie deshalb dafür, dass das Erwartete unbedingt mit dem Gefundenen übereinstimmt und aus Sicht der Kunden auch im Kontext der Kaufphase als relevant eingestuft wird.

Timo Oelerich, 09.07.13 | Carpathia Blog

3. Orientierung geben

Hat schon irgendwer mal Menschen gesehen, die sich in einem Supermarkt zuerst verlaufen haben, um dann genervt den Laden zu verlassen, weil Sie nicht finden konnten, was Sie kaufen wollten? Selten? Gut, okay, mal vom Salz abgesehen, das findet meistens kein Mensch. In einem sieht das übrigends anders aus, Kunden die nicht direkt finden, was sie suchen, gehen einfach wieder. Und das ist dann nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Deshalb lautet wohl auch einer der Gewinner-Tipps

Tragen Sie dafür Sorge, dass die Besucher wissen wo es lang geht – und was sie machen sollen. Neuartige Navigationskonzepte und Interaktionsmöglichkeiten sind toll, begeistern aber meist nur die ganz Affinen.

Timo Oelerich, 09.07.13 | Carpathia Blog

4. Rational verkauft nicht

Wer der Meinung ist, seine eigenen Kaufentscheidungen seien völlig rational, irrt gewaltig. Kaufentscheidungen werden nach der gängigen Meinung der Verkaufspsychologie in der Regel im limbischen System getroffen, einer der Teile des Gehirns die als Ursprungsort der menschlichen Emotionswelt angesehen wird. Demnach lautet auch der Tipp, eher emotional wie rational zu verkaufen:

Analysieren Sie die Motivatoren Ihrer Kunden, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen “Knöpfe” zu drücken, die „richtigen“ Bilder zu zeigen oder die „richtige“ Ansprache zu verwenden.

Timo Oelerich, 09.07.13 | Carpathia Blog

5. Erwartungen übertreffen

Ein weithin beliebter Ausruf von enttäuschten Kunden im Einzelhandel: „Erst verkaufen und dann aber keinen Service anbieten wollen“. Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass der Preis alleine kein Entscheidungskriterium mehr sein kann. Kunden bindet man durch Versprechungen, die man am besten hinterher übertrifft. So betreibt man erfolgreich Kundenbindung, und wiederkehrende Kunden sind günstiger wie eine Neukundenwerbung.

Machen Sie unbedingt Versprechungen und übertreffen diese möglichst. Dann fühlt sich der Kunde wie ein Kaiser und kommt wieder zu Ihnen. Das entlastet auch Ihr Budget zur vermeindlich teurer werdenden Neukundenakquise.

Timo Oelerich, 09.07.13 | Carpathia Blog

Bildnachweis für die Newsübersicht / Titelbild (Foto: © julien tromeur - Fotolia.com)

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3 Antworten
  1. von Ralf am 10.07.2013 (13:36 Uhr)

    Zum Thema Salz im Supermarkt: Kein Witz, das wird immer wieder "versteckt" bzw. an andere Stellen geräumt damit die Kunden im Laden nicht nur das von Ihrem Einkaufszettel kaufen und Ihre Routinebahn gehen. Mehr das "Browsing Experience".

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  2. von Jochen G. Fuchs am 10.07.2013 (14:11 Uhr)

    @Ralf
    Hehe. Völlig richtig erkannt. Eine gängige Praxis, Grundnahrungsmittel in die entlegensten Winkel zu platzieren.

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  3. von Hannes am 12.07.2013 (10:58 Uhr)

    @Ralf: nur übertreiben darf man es nicht. Sonst vergraule ich eben doch die rationalen Käufer, die es gibt. Im Supermarkt gibt es sicher eine insgesamt geringere Tendenz zum Stöbern als im Bekleidungsgeschäft. Ich kannte mal einen Laden, der ständig umgeräumt hat. Ich musste immer nach den Grundnahrungsmitteln suchen. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, habe den Laden gewechselt. Den Laden gibt es mittlerweile nicht mehr...

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