Große und erfolgreiche E-Commerce-Shops setzen auf eigene Entwicklungen, da die zahlreichen verfügbaren Standardlösungen nicht flexibel genug sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zur Entwicklung des E-Commerce in der Schweiz. Statt proprietäre Standard-Shopsysteme aufwändig und kostenintensiv auf die eigenen Bedürfnisse anpassen zu lassen, setzen viele erfolgreiche Anbieter lieber auf eigene Entwicklungen. Hier liegt auch eine große Chance für Open-Source-Shopssysteme.
In einer qualitativ-empirischen Untersuchung hat das Institut für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel 19 erfolgreiche Online-Shops aus der Schweiz unter anderem zu ihren Shopsystemen befragt. Wichtigstes Ergebnis: „Sieben Studienteilnehmer bezeichnen die spezifisch ausdifferenzierte Gestaltung und laufende Weiterentwicklung ihrer eingesetzten IT-Systeme im Zusammenspiel mit den Geschäftsprozessen als Kernkompetenz“. Bei den sieben Unternehmen handelt es sich um stark wachsende Shops und um Branchenführer.
Spezifische Anforderungen sprechen gegen Standardsoftware
Dabei setzen sechs dieser sieben Unternehmen auf eigene Entwicklungen. „Mit unseren selbst entwickelten IT-Systemen sind wir effizienz- und know-how-mäßig vielen anderen Firmen überlegen. Jeder einzelne Prozess wurde auf uns zugeschnitten. Durch die automatisierten Abläufe benötigen wir weniger Personal und daraus resultiert dann der Preisvorteil für den Kunden“, sagt beispielsweise Marcel Dobler von digitec.
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit als Chance für Open Source?
Die geforderte Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Shopsysteme könnte aber auch eine Chance für die zahlreichen Open-Source-Lösungen sein. Statt komplett auf eigene Lösungen zu setzen, bekämen die E-Commerce-Unternehmen mit einem Shopsystem auf Open-Source-Basis ein solides Grundgerüst, auf dem sie ihre eigene Lösung aufbauen könnten. Das dazu notwendige Entwickler-Potenzial ist in vielen Fällen bereits vorhanden, so dass die Unternehmen keine externen Unternehmen mit den spezifischen Anpassungen beauftragen müssten.
Weitere Informationen zur Studie auch auf Exciting Commerce.
















