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Digitale Gesellschaft

E-Government: Hamburg setzt auf Open Data und macht Akten und Daten frei zugänglich

    E-Government: Hamburg setzt auf Open Data und macht Akten und Daten frei zugänglich
(Grafik: Open Data Hamburg)

Seit Donnerstag ist ein neues Open-Data-Portal der Stadt Hamburg online, das neben Umwelt- und Geodaten, Gutachten und Senatsbeschlüssen auch Verwaltungsdokumente für die Bürger online stellt. Damit ist Hamburg in Deutschland Pionier.

Open Data Hamburg: 33 Millionen DIN-A4-Seiten digitalisiert

Das Open-Data-Portal Transparenz Hamburg. (Screenshot: Transparenz Hamburg)
Das Open-Data-Portal Transparenz Hamburg. (Screenshot: Transparenz Hamburg)

Hamburg öffnet seinen Aktenschrank. Das im Juni 2012 beschlossene Hamburgische Transparenzgesetz (HmbTG) wurde jetzt umgesetzt. Seit Donnerstag können Bürger auf dem Open-Data-Portal transparenz.hamburg.de eine Vielzahl von Dokumenten und Daten kostenfrei abrufen, die bisher nur auf Antrag einzusehen waren. Um das Portal mit Daten zu füttern, mussten rund 33 Millionen DIN-A4-Seiten digitalisiert werden.

Den Entwurf für das Gesetz hat die Volksinitiative „Transparenz schaffen“ entwickelt, die von Transparency International, dem Chaos Computer Club und den örtlichen Gruppen der Initiative „Mehr Demokratie“ gegründet wurde. In dem Gesetz heißt es, dass alle wichtigen Dokumente der Stadt wie Verträge der Daseinsvorsorge über 100.000 Euro, Gutachten, Subventions- und Zuwendungsvergaben sowie Geodaten in einem Online-Informationsregister veröffentlich werden und in einem offenen Format verfügbar sein müssen.

Open Data: Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher

Mit dem neuen Portal bezieht Hamburg eine Pionierstellung in Deutschland. Es gilt als das am weitesten reichende Transparenzgesetz in Deutschland. Im europaweiten Vergleich hat Deutschland nämlich noch Aufholbedarf, wenn es um bundesweite Digital- und Onlineverwaltung geht. In einer Studie des Vodafone-Intituts, die die E-Government-Dienste von sieben europäischen Länder vergleicht, schneidet Deutschland in Sachen Open Data nicht gut ab und landet mit den Niederlanden auf dem letzten Platz. Am besten organisiert sind laut der Studie Estland und Österreich dicht gefolgt von der Schweiz.

Momentan läuft das Hamburgische Transparenzportal noch in einer Betaversion. Der offizielle Start ist der 1. Oktober.

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