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Startups

565.000 Euro für eine kleine Box: Hamburger Privacy-Startup überrascht auf Kickstarter

    565.000 Euro für eine kleine Box: Hamburger Privacy-Startup überrascht auf Kickstarter

(Foto: eBlocker)

Mit einer kleinen Box zum Schutz vor Tracking-Schleudern sammelt eBlocker 565.000 Euro ein. Und: Europol verbündet sich mit einem Cybercrime-Startup aus New York. Die Startup-News.

Anyline aus Österreich sackt 1,5 Millionen ein

Anyline, ein Startup mit einer App zur mobilen Texterkennung, hat 1,5 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Interessant an dieser Finanzierungsrunde ist aber weniger die Summe als der Investor: Angeführt wird die Runde von Gernot Langes-Swarovski, dem Urenkel des Gründers hinter der bekannten Schmuckmarke.

Mit Anyline kann man Dokumente wie Pässe scannen. (Foto: Anyline)
Mit Anyline kann man Dokumente wie Pässe scannen. (Foto: Anyline)

Was macht Anyline? Das Startup ermöglicht die vollautomatische Texterkennung mithilfe der Smartphone-Kamera, was beispielsweise das Ablesen von Stromzählern oder den Scan von Gutscheinen oder Pässen zur Identitätskontrolle erleichtert. Red Bull und deutsche Energieversorger gehören zum Kundenkreis. Demnächst soll auch eine Version für Smartglasses erscheinen.

565.000 Euro für eBlocker aus Hamburg

Ursprünglich wollte das Startup eBlocker nur 75.000 Euro für seinen Privacy-Dongle über Kickstarter einsammeln. Am Ende sind es rund 565.000 Euro geworden, wie das Unternehmen aus Hamburg bekannt gibt. Das Kampagnenziel wurde damit um das Siebenfache übertroffen. Damit kann die Serienfertigung starten.

Bei dem Dongle handelt es sich um ein stationär an das Heimnetzwerk angeschlossenes Gerät, das durch eine proprietäre Sicherheits-Software alle Tracking- und Werbedienstleister nachhaltig blockieren soll. Kurios: Gründer und CEO Christian Bennefeld gründete zuvor die Analytics-Firma eTracker, die mit ihrem Produkt ziemlich genau das Gegenteil macht.

Uber fährt in China hohe Verluste ein

Uber-Chef Travis Kalanick hat in einem ausführlichen Gespräch mit dem kanadischen Tech-Magazin BetaKit interessante Einblicke in den Maschinenraum seines Milliardenunternehmens gewährt. Demnach muss das Beförderungs-Startup in China jährlich etwa eine Milliarde US-Dollar abschreiben.

Beschwörendes Auftreten, eindringlicher Blick: Uber-CEO Travis Kalanick will zeigen, dass ihm die Verbesserung unserer Verkehrssysteme und Umweltschutz ernste Anliegen sind. (Foto: picture alliance for DLD)
Beschwörendes Auftreten, eindringlicher Blick: Uber-CEO Travis Kalanick will zeigen, dass ihm die Verbesserung unserer Verkehrssysteme und Umweltschutz ernste Anliegen sind. (Foto: picture alliance for DLD)

Grund für den hohen Verlust sind Aufwendungen für den Konkurrenzkampf mit dem chinesischen Wettbewerber Didi Kuaidi. Das Unternehmen ist aktuell Marktführer unter den chinesischen Ridesharing-Diensten und wird unter anderem von Alibaba und Tencent unterstützt. Immerhin: Für die USA kann Kalanick Positives vermelden. Hier ist Uber inzwischen profitabel.

Neues Finanzierungsmodell bei Seedmatch

Die deutsche Crowdinvesting-Plattform Seematch führt ein neues Finanzierungsmodell ein. So wurde das Angebot um sogenannte „Venture Debt“, also Growth-Debt-Finanzierungen erweitert. Im Unterschied zu einem klassischen Darlehen mit Gewinn- oder Unternehmensbeteiligung erhalten Investoren für zur Verfügung gestelltes Kapital eine feste Verzinsung.

Die Investoren gewähren den Kreditnehmern nach Angaben von Seedmatch ein endfälliges Nachrangdarlehen ab 250 Euro mit einer festen Verzinsung in Höhe von acht Prozent – und das ab dem ersten Tag des Investments über eine Laufzeit von vier bis fünf Jahren. Die Zinsausschüttung erfolgt halbjährlich.

Europol kuschelt mit Cybercrime-Startup

Die Europäische Polizeibehörde („Europol“) geht auf Kuschelkurs mit einem US-Startup. Laut Reuters kooperiert die Organisation künftig mit Chainalysis, einem New Yorker Jungunternehmen mit Fokus auf der Bekämpfung von Geldwäsche. Hintergrund seien die steigende Popularität digitaler Kryptowährungen wie Bitcoin und damit einhergehende Straftaten wie Geldwäsche oder Erpressung.

Chainalysis hat dazu eine Software entwickelt, die verdächtige Geldtransaktionen im Netz aufspüren soll. Zudem bietet das Startup verschiedene Werkzeuge zur Strafverfolgung an. Gleichzeitig gibt das Unternehmen bekannt, 1,6 Millionen US-Dollar an Risikokapital aufgenommen zu haben. Investor ist die Berliner Venture-Kapital-Firma Point Nine Capital.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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1 Reaktionen
Nützliche Dinge
Nützliche Dinge

"Nachrangdarlehen". Na super. Privatleute sollten immer vorrangig bedient werden. Das hätte man aus dem neuen Markt und Bankenkrise lernen sollen.

"etwa eine Milliarde US-Dollar abschreiben". Das sind also nur Sunk-Costs weil man zu teuer eingekauft hat und die Bewertung schrumpft und also keine ECHTEN AUSGABEN also NEUE Geld-FLÜSSE (=echte Überweisungen oder echte Bezahlungen) für irgendwas neu gekauftes oder neu bezahltes sondern nur Wertverlust der vorhandenen Kaufpreises für Uber-China.
Ist Uber in allen US-Bundesstaaten überhaupt aktiv ? vielleicht erinnere ich mich auch nur falsch.

"Privacy-Dongles" auf RasPi-Basis habe ich hier ja schon beschrieben. Die Rechtskosten machen es uninteressant obwohl jedes Volk profitieren würde, weil keine "Home-Calls" mehr passieren können weil man nur die bekannten und erlaubten Nummern anruft bzw. TCP-IP-Nummern contactet und sich nie wieder über MiddleMan-Attacks falsche Nameserver für Google/Facebook usw. unterjubeln lässt und in die Falle läuft...
Das man sowas mit Traffic-Controll kombiniert damit Prime/Youtube/netflix nicht mehr ruckeln, sollte klar sein.

Und das mit den Fotos wollte ich als AppLoad (Eine App zu Up-Loaden) schon ewig. Damit fotografiert man umgeknickte Straßenschilder, Tote Tiere an der Landstraße und die Fotos gehen an Straßen-Behörde, Polizei und natürlich Presse damit umgeknickte Bäume überall beseitigt werden. Das man dasselbe natürlich für Strom/Gas/Wasserzähler nutzt ist ja klar. Wie üblich machten die Rechtskosten es uninteressant obwohl man sowas von zu Hause programmieren kann wenn man keine Texterkennung braucht. Die brauchen ja bestenfalls die Empfänger der Nachricht aber die GPS-Position und Blickrichtungs-Winkel sollte klar machen wo der umgeknickte Baum, überflutete Keller oder kaputtes Straßenschild sind.
Dafür hat man ja sein Handy.

Spam und Botznetze wurden und werden bis heute nicht erfolgreich bekämpft. Siehe Krankenhaus-Netzwerke in USA und Deutschland aktuell oder das Weihnachten wenn die Firmenrechner ausgeschaltet werden, auch der Spam zusammenbricht.

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