Schon jetzt wird Twitter häufig im Zusammenhang mit dem Echtzeitweb genannt, denn kaum ein Kommunikationskanal verbreitet Nachrichten soll schnell, wie der Microblogging-Dienst. Doch in der Realität wird die Timeline der Nutzer nur in definierten Zeitintervallen ausgeliefert. Es können also auch schon mal Verzögerungen von mehreren Minuten entstehen. Das soll sich mit der User Stream API grundlegend ändern. Sobald ein neuer Tweet abgeschickt wurde, wird er auch sofort an die Empfänger ausliefert und umgehend im Client angezeigt.
Das folgende Video demonstriert die User Stream API in Tweetdeck:
Twitter bekommt somit endlich auch die Funktion zu dem Attribut Echtzeit, für das Twitter schon lange steht. Neben der gesteigerten Dynamik erhält auch die lange vernachlässigte Favoriten-Funktion nun eine neue Bedeutung. Wird ein eigener Tweet von einem User favorisiert, so bekommt man, zumindest in der User-Stream-Preview von Tweetdeck, einen Hinweis darauf im @reply-Stream. Das Monitoring der eigenen Aktivitäten wird dadurch sicher erleichtert.
In der geschlossenen Betaphase konnten ausgewählte Clients bereits auf die neue Schnittstelle zugreifen. Laut Roadmap sollte bis Ende August eigentlich die offene Betaphase eingeläutet werden. In meinem Test hatte Tweetdeck allerdings noch einige Probleme mit meinen vordefinierten Suchen. Sie blieben teilweise stehen und aktualisierten sich nicht automatisch, so dass ein Neustart von Tweetdeck nötig war. Schwer zu sagen, ob das nun an der API oder eher an Tweetdeck liegt - beide befinden sich ja auch noch in der Betaphase. Spätestens wenn diese Kinderkrankheiten überstanden sind, dürfte der User Stream für neue Echtzeitweb-Erlebnisse sorgen.




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