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Ecommerce: PayPal will am Point Of Sale präsent sein, hat bei 500 Handelsketten den Fuß in der Tür

Ecommerce: PayPal will am Point Of Sale präsent sein, hat bei 500 Handelsketten den Fuß in der Tür

expandiert. Neben einer führenden Position in den Segmenten der Onlinezahlverfahren und den jüngeren Versuchen, auch im Bereich der mobilen Zahlverfahren Fuß zu fassen, will das Unternehmen jetzt den Point Of Sale ins Visier nehmen. Immerhin wird an dieser Stelle immer noch der mit Abstand größte Umsatz im Geschäft mit Endverbrauchern getätigt. PayPals neue Lösung soll Ende des Jahres in die Testphase gehen und muss wohl als Angriff auf Wallet-Projekt verstanden werden.

Ecommerce: PayPal will am Point Of Sale präsent sein, hat bei 500 Handelsketten den Fuß in der Tür

PayPal vs. Google Wallet: NFC gewinnt an Fahrt

Wie wir bei t3n vor einigen Tagen berichteten, wird PayPal NFC in die nächste Generation seiner mobilen App für Android-Geräte integrieren. Zwar gibt es derzeit nur ein NFC-fähiges Smartphone, nämlich Googles Nexus S, jedoch ist davon auszugehen, dass bald weitere folgen, vor allem, wenn Major Player ein Spielfeld eröffnen. Zum Berichtszeitpunkt hatten wir noch bemängelt, dass PayPals mobile Lösung ohne echten Usecase ist. Jetzt verriet eBay-Manager John Donahue, welche Perspektiven man mit PayPal zu verfolgen gedenkt.

Danach ist, ganz ähnlich wie es Googles Wallet-Projekt beabsichtigt, der Übergang in den stationären Handel geplant. So will PayPal beginnend mit dem Jahresende, eine POS-Integration seiner Lösung bei einem großen amerikanischen Einzelhändler vornehmen. Im Laufe des nächsten Jahres werden bis zu 20 weitere amerikanische Einzelhandelsunternehmen mit PayPal-Gateways ausgestattet. Wie viele Einzelfilialen insgesamt die PayPal-Zahlungsmethode akzeptieren werden ist derzeit noch unbekannt.

Reales Shopping hat auch Nachteile... (Foto: Shlomi Fish / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Donahue machte ebenfalls keine Angaben dazu, wie das Verfahren konkret aussehen soll und auf welcher Technologie es basieren wird. Er deutete lediglich an, Standardverfahren unterstützen zu wollen. Man muss nicht über prophetische Fähigkeiten verfügen, um zu vermuten, dass PayPal NFC mindestens integrieren, wenn nicht zum bestimmenden Verfahren machen wird. Dem stehen jedoch möglicherweise Vorbehalte des stationären Handels gegenüber. Immerhin kursiere unter Einzelhändlern der Witz, das Kürzel NFC stünde für „Not For Commerce“, für den Handel ungeeignet.

PayPal folgt dem Google-Modell und kauft Expertise über Akquisitionen hinzu

Im Frühjahr des Jahres übernahm eBay den Ecommerce-Dienstleister GSI Commerce, der über massive Erfahrungen in der Umsetzung von speziell für bestehende stationäre Handelsunternehmen verfügt. Zu den 500 Kunden des Unternehmens gehören Riesen ihrer jeweiligen Branchen, wie etwa das auch in Deutschland operierende Toys’R’Us. Bereits knapp 60 GSI-Kunden konnten nach Aussage Donahues von der PayPal-Integration überzeugt werden. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich die Testkunden für PayPals POS-Projekt sämtlich aus dem GSI-Kundenbestand rekrutieren werden.

Toys'R'Us gehört zu den GSI-Kunden (Foto: Ian Muttoo / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Laut Donahue muss damit gerechnet werden, dass die Expansion in den Point Of Sale für PayPal ein wesentlich langsameres Wachstum als bisher bedeuten wird. Die Vision sei jedoch klar und die bestehe darin, die bestehenden Brüche zwischen Onlinezahlverfahren, mobilen Zahlverfahren und der ganz realen alltäglichen Einkaufswelt zu beseitigen.

PayPal sieht den Point Of Sale dabei lediglich als eine weitere Möglichkeit, seinen Einkauf zu tätigen. Entscheidend sei es nicht, eine Örtlichkeit vorzuhalten, vielmehr müsse die Örtlichkeit auch das Produkt führen, welches der Kunde kaufen will. Seit Januar bietet eBay mit Milo Fetch einen Dienst für Einzelhändler an, der es ihnen ermöglicht, ihren Produktbestand online abrufbar zu machen. So können potenzielle Kunden, hinreichende Händlerbeteiligung vorausgesetzt, im Vorfeld prüfen, welcher lokale Händler das gewünschte Produkt zu welchem Preis vorrätig hält.

Ob diese massive Transparenz jedem Händler uneingeschränkt gefallen wird, darf zumindest mit einem Fragezeichen versehen werden.

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