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Warum Ello für immer werbefrei bleiben wird – und trotzdem 5,5 Millionen Dollar Kapital einsammeln darf

    Warum Ello für immer werbefrei bleiben wird – und trotzdem 5,5 Millionen Dollar Kapital einsammeln darf

Ello wächst und wächst. (Screenshot: Ello)

Mit seiner Risikokapital-Spritze von einer halben Million US-Dollar hat das Soziale Netzwerk Ello Schlagzeilen gemacht. Jetzt landen noch einmal 5,5 Millionen auf dem Konto des Startups – das gleichzeitig aber verspricht, niemals Werbung schalten oder Daten verkaufen zu müssen. Ein Griff in die Trickkiste macht's möglich.

Ello: 2 Schritte in die richtige Zukunft?

Das Layout von Ello wirkt klar und aufgeräumt. (Screenshot: Ello)
Nicht nur mit seinem Layout polarisiert Ello. (Screenshot: Ello)

Ein Social Network, das keine Werbung und keine Daten verkaufen will, das aber trotzdem auf Risikokapital setzt? Kann das gut gehen? Diese Diskussion wird geführt, seit Ende September bekannt wurde, dass Investor FreshTracks eine halbe Million US-Dollar in das Startup Ello gesteckt hat. „Sollten wir jemals Nutzerdaten verkaufen – oder Anzeigen: Wir würden das Netzwerk verlassen. Warum sollten wir das tun?“, hatte Mitgründer Todd Berger lapidar gesagt, und Cairn Cross von FreshTrack Capital fügte dem hinzu: „Wir arbeiten mit Venture-Kapital, wie es sonst nur sehr wenige tun. Wir sind geduldig, haben einen weiten Exit-Horizont und haben schon einigen Erfolg gehabt, uns gibt es schon eine Weile.“ FreshTrack sei nicht Kleiner Perkins.

Jetzt haben die Ello-Macher und weitere Investoren tief in die Trickkiste gegriffen, um der Kritik endgültig den Hahn abzudrehen. Schritt 1: Die Foundry Group, Bullet Time Ventures und noch einmal FreshTracks Capital stecken im Rahmen einer Series-A-Finanzierung weitere 5,5 Millionen US-Dollar in Ello. Schritt 2: Das Unternehmen Ello wird umgeschrieben, auf eine „Public Benefit Corp.“, ein gemeinnütziges Unternehmen.

Warum Ello den US-Gesetzen vertraut

Die Ello-Charta. (Bild: foundrygroup.com)
Die Ello-Charta. (Bild: foundrygroup.com)

Dieser zweite Schritt, so die Gründer von Ello, mache es nach US-Gesetzen unmöglich für Investoren, von Ello zu verlangen, Werbung zu schalten oder Daten zu verkaufen oder – nach einem eventuellen Verkauf – gegen bestimmte Prinzipien zu verstoßen. Investor Seth Levine schrieb in einem Blogpost zur Zukunft des Netzwerks: „Entweder entwickeln wir ein Geschäftsmodell, dass nicht auf Drittanbieter-Werbung oder dem Verkauf von Nutzerdaten basiert, oder wir werden gar kein Geschäftsmodell entwickeln. Wir glauben daran, dass es Produkte und Features gibt, die Ello entwickeln kann, für die Nutzer bereit sind zu zahlen.“

Um all das zu bekräftigen, haben sowohl die Macher von Ello als auch die Investoren eine Charta unterzeichnet, in der diese Punkte schriftlich festgehalten wurden. Im Falle eines Verkaufs, heißt es da, werde der Käufer dazu verpflichtet, sich an die Standards zu halten, die jetzt festgelegt wurden.

Dutzende Brote als Reaktion

Auch in einem Post im eigenen Netzwerk machen die Gründer noch einmal klar, welche Standards das sind:

  1. Ello shall never make money from selling ads;
  2. Ello shall never make money from selling user data; and
  3. In the event that Ello is ever sold, the new owners will have to comply by these terms.

Die Reaktionen bei den Nutzern sind auf den ersten Blick begeistert. Unter einem Post des Mitgründers Lucian Föhr finden sich bis jetzt mehr als 70 Kommentare, darunter einige überschwängliche Kommentare und Dutzende Brote – die Notlösung eines Likes, solange diese Funktion bei Ello noch nicht implementiert wurde. Im gleichen Schritt hat Ello auch neue Funktionen freigeschaltet, so beispielsweise @-Mentions, ein Emoji-Autocomplete oder einige Layout-Verbesserungen.

via techcrunch.com

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