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Nach Ello-Hype: Facebook rudert bei Klarnamen-Pflicht zurück

Nach Ello-Hype: Facebook rudert bei Klarnamen-Pflicht zurück

Das entschuldigt sich bei Drag Queens für das Löschen von Nutzerkonten mit Künstlernamen. In Zukunft will falsche Namen zulassen und dafür die Identität mit anderen Mitteln überprüfen.

Nach Ello-Hype: Facebook rudert bei Klarnamen-Pflicht zurück

Öffentliche Entschuldigung

Facebook gesteht einen Fehler im Umgang mit falschen Namen ein. Das Portal löschte zahlreiche Profile, die nicht den Klarnamen angaben. Das betraf vor allem Drag Queens, die auf Facebook ihren Künstlernamen verwendeten.

(Foto: Sarah Marshall / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Facebook will Nutzer, die zu Ello abgewandert sind, zurückgewinnen.(Foto: Sarah Marshall / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

„Wir schulden euch einen besseren Service“, richtet sich Chief Product Officer Chris Cox mit einer öffentlichen Statusmeldung an die Community. Man habe verstanden, dass das Verhalten des Unternehmens für Unverständnis in der Szene gesorgt hat. Die vermeintlichen Fake-Profile wurden von Nutzern gemeldet und es sei dabei nicht aufgefallen, dass es sich um die Online-Auftritte von Drag-Künstlern handelte, so Cox weiter. Wer gemeldet wird, muss seine Identität über einen Lichtbildausweis nachweisen. Dieser Kontrollprozess habe in den vergangenen zehn Jahren gut funktioniert, soll jetzt aber überarbeitet werden.

Facebook reagiert auf Ello-Hype

„Wir entwickeln bereits neue Tools, um die Identität über andere Wege zu prüfen“, informiert der Produktchef. Wie diese konkret aussehen werden, teilt Facebook noch nicht mit. Drag-Queens und andere Künstler sollen jedoch in Zukunft nicht dazu gedrängt werden, den echten Namen am Profil anzuzeigen. Weiters soll der Kundendienst ausgeweitet werden, um besser mit Usern, die von anderen gemeldet wurden, zu kommunizieren.

Vom Löschen der Künstler-Profile profitierte in den vergangenen Wochen das neue Online-Portal Ello. Die werbefreie Facebook-Alternative verlangt von ihren Nutzern keinen Nachweis des echten Namens und zog so viele Personen aus der LGBT-Community an. Mit der öffentlichen Entschuldigung will der Social Media-Riese diese User wieder zurückgewinnen.

via www.facebook.com

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2 Antworten
  1. von Ist doch klar am 02.10.2014 (09:26 Uhr)

    Man hat nicht nur eine Rolle sondern viele:
    Schauspieler haben auch Sozialprojekte oder sind Botschafter der UNESCO oder anderer Organisationen.
    Lagerfeld ist Fotograf, Mode-Designer, hat evtl noch Verwaltungsposten in der Firma und ist bei manchen Leuten wegen seiner Katze beliebt. D.h. man müsste als eine Person trotzdem verschiedene Kanäle anbieten können.
    Und genau das liefern diese Systeme wohl nicht.
    Dann ist klar das man für privat Facebook und für Business Xing und Google+ nutzt.

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  2. von Peter P am 02.10.2014 (13:39 Uhr)

    Die Frage ist, ob diese Maßnahme wirklich in Zusammenhang mit dem Ello-Hype zu stellen ist. Mir scheint vielmehr diese Interpretation eine Folge und gleichzeitig ein Teil des Hypes zu sein.

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