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Elon Musk: Wenn Roboter unsere Jobs übernehmen, muss ein bedingungsloses Grundeinkommen her

    Elon Musk: Wenn Roboter unsere Jobs übernehmen, muss ein bedingungsloses Grundeinkommen her

(Foto: Elon Musk Blog)

SpaceX-Gründer und Tesla-Chef Elon Musk sieht die Automatisierung als Chance für eine Neugliederung der Gesellschaft – und spricht sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus.

Elon Musk: Roboter arbeiten, Menschen haben mehr Freizeit

Elon Musk ist ja angeblich der Meinung, dass die Menschheit in einer „Matrix“-ähnlichen Computersimulation lebt. Kein Wunder, dass sich der SpaceX-Gründer und Tesla-Chef mit einer Zukunft beschäftigt, in der Roboter und künstliche Intelligenz die Arbeitswelt dominieren. Dann, so Musk, bliebe der Regierung keine andere Möglichkeit, als den Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen auszuzahlen. Diese hätten dann mehr Zeit, sich interessanteren, komplexeren Aufgaben zu widmen, erklärte der Tech-Unternehmer gegenüber CNBC.

Elon Musk: Künftig brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen. (Foto: Heisenberg Media / flickr.com, Lizenz: CC-BY)
Elon Musk: Künftig brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen. (Foto: Heisenberg Media / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Als Beispiele nennt Musk etwa das LKW-Fahren, das dank selbstfahrender Trucks schon bald keine menschlichen Fahrer mehr benötigen könnte. Der Job der Zukunft wäre in diesem Bereich dann die Steuerung und Überwachung einer ganzen Truck-Flotte. Das sei doch ein viel interessanterer Job als nur das Fahren eines Trucks, meint Musk. Allerdings dürften das viele LKW-Fahrer anders sehen, zumal bei diesem Szenario eine ganze Reihe an Jobs ganz wegfallen würden. Musks Lösung: Es würde natürlich auch mehr Freizeit geben, die fixen Ausgaben wären dann eben durch die Zahlungen des Staates gesichert.

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Was Elon Musk fordert, wird schon getestet

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens wird derzeit vor allem in Europa und Nordamerika diskutiert. Während sich die Schweiz im Sommer in einer Abstimmung gegen die Fixzahlung von 2.500 Schweizer Franken pro Monat ausgesprochen hat, will Finnland das Grundeinkommen ausprobieren. 2.000 Menschen sollen im kommenden Jahr monatlich 560 Euro bekommen. In den USA testet Startup-Investor Y Combinator das bedingungslose Grundeinkommen, hierzulande versorgt das Crowd-finanzierte Projekt „Mein Grundeinkommen“ Menschen mit 1.000 Euro pro Monat.

Interessant in diesem Zusammenhang: Kann deinen Job ein Roboter übernehmen? Diese Website sagt es dir.

via gizmodo.com

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10 Reaktionen
Jayy
Jayy

Nciht weitsichtig genug gedacht. Mit der Automatisierung der Prozesse verlagern sich die menschlichen Tätigkeitsbereiche auf andere Felder! Vor 10 Jahren waren Jobs als App-Entwickler noch undenkbar. Apple hat heute nun 32000 Festangestellte im Betrieb und sie drehen nicht den ganzen Tag Däumchen.

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Ben
Ben

Zu diesem Argument sind die Meinungen gespalten. Natürlich entstehen auch neue Jobs, aber eben leider nicht in der Geschwindigkeit, wie Jobs automatisiert werden können. Zudem sind das meist vorrangig Hightech Jobs. Es ist also höchst unrealistisch, dass man einfach 100.000 LKW-Fahrer, um am Beispiel zu bleiben, zu Software-Architekten o.ä. umschulen kann.
Wenn künstliche Intelligenz und Roboter nahezu alles besser/schneller/günstiger können als Menschen, warum sollte man sie dann noch anstellen? Die heute in Arbeit stehenden Pferde haben auch deutlich abgenommen, weil Autos es einfach besser können. Leider haben sich für diese Tiere auch kaum neue Stellen gebildet... ;)

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Skysurfer
Skysurfer

Ich glaube auch, dass wir irgendwann um ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht herum kommen werden. Aber wichtig ist, dass "der Staat" dies nicht finanzieren kann, sondern dass dies nur von den profitablen Firmen und Konzernen bezahlt werden kann. Diese müssen einen Großteil der durch Automatisierung und Rationalisierung gewonnenen Profitabilität in Form von Steuern abgeben.

Und dies wird schwierigste Teil sein, siehe aktuelle "Steuervermeidung" der Großkonzerne.

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Henrik Wittenberg

Die Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) mit Hilfe einer einheitlichen Quellensteuer* auf ausnahmslos alle Einkommen als »Basic Income Flat Tax« (BIFT) ist ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel und kostet keinen Cent.

Eine BIFT würde nicht nur auf Löhne (Arbeit), sondern auch auf Leistungslose Gewinne (»arbeiten lassen«) erhoben. Bei 50 % schließt sie die Einkommensschere von Löhnen und Gewinnen. Bei einem jährlichen Volkseinkommen* von 2260 Mrd. (2015) fallen bei Grenzsteuersatz 50 % 1130 Mrd. im Jahr an. Ein monatliches BGE in Höhe von 1150 Euro ist bei 82 Mio. Einwohnern so aus den Primär-Einkommen finanzierbar.

http://bgekoeln.ning.com/forum/topics/bge-in-deutschland-einfach-zu-finanzieren

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Nichts wirklich neues
Nichts wirklich neues

Schon bei Partei-Chefs in Talkshows ist unklar wovon die reden und wer die das beklatscht und bejubelt wenn ich mal wieder nicht weiss wovon die reden.

Erklär es also so, das auch Rentner und Hausfrauen die Idee gut finden !
Bald gibt es dank E-Smart-Cars Zillionen Arbeitslose bei den Autofirmen und manche Erdöl-Staaten gehen pleite und haben viel kleinere Einnahmen mehr. Heizöl wird vielleicht billiger und Plastik usw. werden wohl weiter aus Erdöl gemacht und auch ein Tesla braucht Schmier-Stoffe wenn dazu vielleicht auch Graphit oder Fullerene oder C60-Kugeln usw. aus CO2 aus der Luft interessant wären.

Und auch so erklären, wer mehr (alle unter 1150) und wer wie viel weniger in der Tasche haben wird.
Pensionäre deren Schulden die nächsten hundert generationen nicht abgebaut bekommen, können gerne nur von Grundeinkommen leben. Ebenso die Politiker welche diese Schulden beschlossen haben.
Man kann die Einkommens-Pyramide aufmalen und dann die Gelder nach unten Schieben bzw. so weg-schneiden bis jeder 1050 Euro hat.
Leider nennt mir keiner ein Land wo man ohne prohibitive Strafen programmieren darf. Sonst hätte ich solche nachvollziehbaren (möglichst nicht zu vereinfachenden) Erklärungen längst programmiert (Javascript, SVG, ... auch zum Ausdrucken oder Powerpoint) damit jeder es versteht.

Wieso 1150 ? Laut wikipedia ist der Pfändungsfreibetrag bei 1079,99.

Jetzt bräuchte man noch eine Liste aller Einnahmen. Da muss man sauber unterscheiden (wie beim Kugelfisch) was man nimmt, weil in den jährlichen Vermögens-Berichten wohl oft die gigantischen (und nicht von der kommenden Wirtschaft nach dem E-Tesla-Smart-Car-Erfolg) RENTEN-Ansprüche weggelassen werden. Fiktive Wert-Erhöhungen von Aktien sind keine echten Cash-Flows und Wasser was als Wolken über einen drüber fliegt, kann man nicht in die Wasser-Budget-Planungen für Dürre-Gebiete (früher mal blühende Landschaften) z.b. in den USA einkalkulieren wo die Farmen austrocknen.

Also denk dran: Versuch neue Leute wie den "oberflächlichen Gelegenheits-Leser" und potentielle AfD-Wähler und Establishment-Parteien-Wähler zu überzeugen und nicht die schon vorhandenen BGE-Anhänger. Dazu sollte man wohl die Argumentation überarbeiten bzw. verständlicher machen und Einnahmen, Ausgaben durch Establishment-Systempresse-Quellen zitieren damit jeder selber nachrechnen kann.

Henrik Wittenberg

Die BIFT zieht bei Freibetrag Prokopfeinkommen effektiv nur die Top 10 % der Bürger zur Finanzierung des BGE heran, die unteren 90 % werden durch BGE aufgestockt, haben also mehr Netto ALS Brutto, d.h. sie zahlen weniger Steuern auch bei 50 % als sie als BGE bekommen. Ein Steuersatz von 50 % schließt die Einkommensschere zwischen Arbeit und Kapital und befreit die AG-Sozialabgaben von den Sozialversicherungen für das BGE.

Timo
Timo

Es findet einfach eine Umstrukturierung statt aber niemals werden die meisten Jobs nutzlos sein. Persönlicher Kontakt wird immer wichtig sein für Unternehmen. Ist halt nur ein Problem wenn man gerade in dem Bereich gearbeitet hat der entfallen wird.

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Nichts wirklich neues
Nichts wirklich neues

"Diese hätten dann mehr Zeit, sich interessanteren, komplexeren Aufgaben zu widmen"
Lieber Herr Musk, wo darf ich denn ohne prohibitive Strafen endlich mal
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
herunterprogrammieren ? Seit über 15 Jahren will ich ein frontalismusfreies Schulsystem liefern und dem Staat MILLIARDEN EINSPAREN. Niemand ist interessiert. Die glauben an Frontalismus und den Staat so wie auch an Inflationismus (2% pro Jahr) wohingegen Moores Law was anderes beweist....

Und es gibt MINDESTENS zwei Bedingungen:
- Payback wenn man im Lotto gewinnt usw. Die ewige Schuld ist ewig zurückzuzahlen sobald man kann. Das gilt eigentlich immer fürs Sozialsystem. Der Starke hilft dem Schwachen und kriegt dann die Rückzahlung. Ist doch wohl Selbstverständlich in Staaten die FÜR den Bürger arbeiten.
- Man darf keinem Arbeiter den Wohnraum wegnehmen. Der finanziert das nämlich auch wenn die meisten Hipster das erst interessiert, wenn wie als Freiberufler voll Steuern zahlen müssen und sich zum ersten Mal fragen wo das viele Geld bleibt und die eigenen Kinder ANALOG erzogen werden und KEINE Chance gegen die überlegenen schlauen fleissigen sparsamen CHINESISCHEN Kinder haben werden die bald alles hier aufkaufen. KEIN CENT davon darf an die Mietmafia gehen. In WGs oder bei Eltern wohnen ist natürlich zulässig und sinnvoll.

vermutlich noch weiter Dinge welche natürlich keinen Interessieren bis es zu spät ist.

Aber er warnt wenigstens vor dem Millionenfachen Jobverlust und Untergang der Erdölstaaten wenn auch noch nicht so direkt. Auch VW hat wohl schon tausendfache Jobs für überflüssig erklärt:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-mobilitaet/vw-personalchef-elektromobilitaet-wird-zehntausende-jobs-kosten-14502483.html

Ist ja alles nicht so wichtig. Armut wählt Protest.

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thowe
thowe

Meines Erachtens sind "Inhalte" als Ersatz für die verlorene Arbeit mindestens gleich wichtig wie das Grundeinkommen. Bedeutet, dass wir den Menschen Themen bieten müssen. mit denen sie sich - am besten sinnstiftend auseinandersetzen könne. Sons kehrt Tristesse/Fadesse ein. Das wäre wieder ein guter Nährboden für Unruhe etc....

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Henrik Wittenberg

Da heute schon mehr Stunden in unbezahlter Arbeit (über 90 Milliarden/Jahr) als in Erwerbsarbeit (über 50 Milliarden/Jahr) geleistet werden, sollte die »Themenauswahl« nach BGE kein Problem darstellen … ;-)

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