Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Das neue Startup von Elon Musk will Computer mit dem Gehirn verbinden

    Das neue Startup von Elon Musk will Computer mit dem Gehirn verbinden

Milliardär Elon Musk arbeitet an der Vernetzung zwischen Mensch und Maschine. (Foto: dpa)

Um die Leistungsfähigkeit des Menschen voranzutreiben, will Elon Musk das Gehirn mit Computern verbinden. Jetzt hat der Milliardär ein neues Startup gegründet und erste Mitarbeiter angeheuert.

Er hat es wieder getan: Der milliardenschwere Serienunternehmer und SpaceX-Gründer Elon Musk hat ein neues Startup gegründet mit dem Ziel, die Vernetzung zwischen Mensch und Maschine voranzutreiben. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge plant das unter dem Namen „Neuralink“ firmierende Unternehmen die Entwicklung von Computerchips, die sich unmittelbar in das menschliche Gehirn implantieren lassen.

Elon Musk steigt in Cyborg-Forschung ein

Konkret gehe es um sogenannte „Neural Lace“-Techniken, also halborganische Vernetzungen mit dem Gehirn zur Steigerung der Leistungsfähigkeit. Denkbar seien dadurch zum Beispiel die Verbindung mit künstlichen Intelligenzen oder die Erstellung von Sicherungskopien der Gedanken. Erstmals beschrieben wurde ein solches Konzept in den Büchern von Ian M. Bank, einem britischen Science-Fiction-Autor.

Elon Musk hat das Startup „Neuralink“ gegründet. (Foto: © Jamie-James Medina)

Vorerst wolle sich Musk aber auf medizinische Anwendungen konzentrieren, heißt es in dem Bericht weiter. Der Milliardär sieht offenbar vor allem die Therapie von Depressionen als mögliches Einsatzgebiet für die von Neuralink entwickelte Technologie an. Mit Hilfe von hirnstimulierenden Elektroden lassen sich bereits heute Krankheiten wie Epilepsie oder Parkinson behandeln.

Anzeige

Erste Mitarbeiter bereits eingestellt

Noch befindet sich Neuralink in einem frühen Entwicklungsstadium. Über eine Website verfügt das neue Unternehmen bisher noch nicht. Auch zur Finanzierung gibt es noch keine belastbaren Informationen. Laut dem Wall Street Journal könnte das Startup entweder durch Musk selbst oder den Venture-Kapital-Arm von Paypal-Gründer Peter Thiel mit Geld versorgt werden. Immerhin: Die ersten Mitarbeiter hat die Firma bereits eingestellt. So sollen drei hochrangige Wissenschaftler aus dem Bereich Gehirnforschung und Ingenieurswesen ihre Arbeit bei Neuralink aufgenommen haben.

„Das passiert dieses Jahrhundert nicht mehr“

Überraschend kommt der Vorstoß von Musk übrigens nicht. Schon vor wenigen Monaten hatte der Unternehmer ein entsprechendes Engagement durchblicken lassen. Auf dem World Government Summit in Dubai prophezeite er, dass Menschen ihr Gehirn bald mit Schnittstellen für Maschinen ausstatten werden. „Das ist der nächste logische Entwicklungsschritt“, sagte Musk.

Wissenschaftler dagegen halten Visionen wie die von Musk für absurd. „Von Computern, wie wir sie heute kennen, werden wir keine Schnittstelle zum Hirn bauen können“, erklärte der Wissenschaftler Raul Rojas einst im Interview in der t3n-Ausgabe 46. „Aus technischer Sicht geht das nicht, weil wir nicht wissen, wie das Gehirn kodiert ist“, so Rojas weiter. Und selbst wenn wir das irgendwann verstünden, könne man nicht einfach Daten dort hineinleiten. „Dieses Jahrhundert wird das nicht mehr passieren.“

Finde einen Job, den du liebst

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden