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Infrastruktur

Das Ende einer Ära: Verizon will AOL für 4,4 Milliarden Dollar übernehmen

    Das Ende einer Ära: Verizon will AOL für 4,4 Milliarden Dollar übernehmen

Verizon kauft AOL. #FLICKR#

Der US-Telekommunikationsriese Verizon will AOL für etwa 4,4 Milliarden US-Dollar erwerben. Damit endet die Geschichte eines frühen Internetpioniers, zu dem vorübergehend auch der Medienkonzern Time Warner gehörte.

AOL geht für 4,4 Milliarden US-Dollar an Verizon

Der US-Telekommunikationsriese Verizon will AOL für etwa 4,4 Milliarden US-Dollar erwerben. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Verizon will 50 US-Dollar pro Aktie zahlen. Die Übernahme soll laut Verizon im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Noch fehlen allerdings die notwendigen behördlichen Genehmigungen. Für Verizon soll vor allem die Werbeplattform von AOL interessant sein. Sie will das Telekommunikationsunternehmen für den Aufbau von Streaming- und Mobile-Lösungen nutzen.

Verizon kauft AOL: Der Internetpionier hat eine bewegte Geschichte hinter sich. (Foto: Lee / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
Verizon kauft AOL: Der Internetpionier hat eine bewegte Geschichte hinter sich. (Foto: Lee / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

AOL wurde schon 1983 gegründet und firmierte damals unter dem Namen Control Video Corporation. Ab 1991 benannte sich das Unternehmen in America Online um, und wurde mit mehr als 30 Millionen Abonnenten im folgenden Jahrzehnt zu einem der größten Internet-Provider seiner Zeit. Im Jahr 2000 übernahm America Online sogar den Mediengiganten Time Warner für 162 Milliarden US-Dollar. Da sich die damals erhofften Synergieeffekte jedoch nie einstellen sollten, wurden die beiden Unternehmen wieder getrennt und der Internet-Oldie firmierte fortan unter dem Namen AOL.

AOL: Nach 32 Jahren wird der Internetpionier zu einer Verizon-Tochterfirma

Heute verdient AOL sein Geld hauptsächlich als Content-Anbieter. Zu dem Portfolio des Unternehmens gehören unter anderem die Huffington Post und die Tech-Blogs Engadget und TechCrunch. Verizon ist weltweit im Telekommunikationsgeschäft tätig. Es ist der größte Mobilfunkanbieter der Vereinigten Staaten und beschäftigt mehr als 177.000 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz lag 2014 bei 127 Milliarden US-Dollar.

Der US-Blog the Verge stellt sich die Frage, inwieweit die Berichterstattung von Engadget oder TechCrunch durch die Übernahme beeinflusst werden könnte. 2014 hatte Verizon den eigenen Technologie-Blog SugarString eingestellt, nachdem bekannt wurde, dass die Redakteure nicht über Themen wie Netzneutralität schreiben durften. Das Problem ließe sich allerdings auch dadurch lösen, indem Verizon die Huffington Post, Engadget und Konsorten an ein drittes Unternehmen verkauft. Re/Code sieht beispielsweise im deutschen Axel-Springer-Verlag einen möglichen Käufer.

via www.heise.de

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