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Startups

Ende eines App-Hits: Secret schmeißt hin

Aufstieg der anonymen Netzwerke: Mit Secret und Whisper mischen derzeit zwei ungewöhnliche Apps die Szene auf. (Foto: Secret)

Das hochgelobte US-Startup Secret gibt auf. Die mit viel Geld gefütterte Idee, Nutzer anonym ihre Geheimnisse ausplaudern zu lassen, verpufft damit nur ein Jahr nach ihrem furiosen Start.

Secret: Auf Viralerfolg folgt tödliche Ladehemmung

Etwas mehr als ein Jahr nach dem viralen Erfolg der Whistleblower-App Secret schließt das gleichnamige Startup aus San Francisco seine Pforten. Das berichtet der Secret-Gründer David Byttow in einem Blogeintrag. Ihm zufolge spiegele die App inzwischen nicht mehr die Vision wider, mit der er und sein zwischenzeitlich ausgeschiedener Mitgründer Chrys Bader das Unternehmen ursprünglich gegründet hätten. Insofern sei das Abschalten der Server die „richtige Entscheidung für mich, unsere Investoren und unser Team“, teilte Byttow mit.

Die Secret-Gründer David Byttow und Chrys Bader. (Foto: Secret)
Die Secret-Gründer David Byttow und Chrys Bader. (Foto: Secret)

Mit Secret konnten Nutzer simpel und weitgehend anonym persönliche Geheimnisse mit Freunden teilen. Die App setzte auf ein visuell ansprechendes Interface ähnlich wie Instagram und geriet vor allem wegen pikanter Startup-Interna in die Schlagzeilen, die Nutzer über den Dienst ausplauderten. In der Spitze soll Secret von rund 15 Millionen Menschen genutzt worden sein. Zuletzt geriet das Wachstum bei Secret aber offenbar so sehr ins Stocken, dass ein tragfähiges Geschäftsmodell in immer weitere Ferne rückte.

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Warum der Konkurrent „Whisper“ besser läuft

Ganz aus der Welt ist die Idee allerdings noch nicht. Zumindest bei der Konkurrenz um Whisper, die sich einem Bericht von Recode zufolge auf Wachstumskurs befindet, läuft es vergleichsweise gut. Insgesamt 10 Millionen Nutzer sollen jeden Monat auf der Plattform aktiv sein. Tendenz steigend. Als Grund führt das Branchenportal an, Whisper adressiere mit Teenagern die vergleichsweise aktivere Zielgruppe. Secret hingegen sei von Anfang zu sehr auf „Techies“ zugeschnitten gewesen. Zudem verfüge Whisper über eine Chat-Funktion sowie robustere Mechanismen, um die vollständige Anonymität des Nutzers zu gewährleisten und Cybermobbing zugleich zu vermeiden.

Secret konnte insgesamt rund 35 Millionen US-Dollar Venture-Kapital für seine Idee einwerben. Zu den Teilhabern gehörten unter anderem Google, SV Angel und Fuel Capital. Das restliche Kapital will das Startup an die Investoren zurückzahlen.

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