Studenten 2011: 70% halten regelmäßige Büroanwesenheiten für überflüssig
Der diesjährige Cisco Connected World Report bringt einige überraschende Erkenntnisse. Andere Erkenntnisse bestätigen lediglich bereits schon bekannte Trends, die sich weiter verfestigen. Neu ist sicherlich die sehr große Bedeutung, die die Umfrageteilnehmer dem Internet beimessen.
- So ist für zwei Drittel der Studenten das Internet wichtiger als ein Auto, immerhin ein Drittel hält es für so wichtig wie Essen, Trinken oder Atmen, die Hälfte hält es für nahezu so wichtig wie die genannten Grundbedürfnisse.
- 55 Prozent geben an, ohne Internet nicht leben zu können.
- 40 Prozent halten das Internet für wichtiger als Verabredungen mit Freunden, Dates, Parties oder Musik.
- Ein Viertel gibt an, bei Facebook auf dem Laufenden zu bleiben sei wichtiger als die eben genannten Aktivitäten.
- Für zwei Drittel sind mobile Geräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops die wichtigste Technologie in ihrem Leben.
- Dabei hat der Laptop nur noch einen knappen Prozentpunkt Vorsprung als wichtigste Mobiltechnologie. Fast genau so viele Befragten gaben das Smartphone als wichtigsten Begleiter an.
- Cisco macht die durch das mobile Web entstandene Omnipräsenz des Internets für die massive Bedeutung, die es in den Köpfen der jungen Generation erlangt hat, verantwortlich. Immerhin 90% benannten das Internet zudem als ihre wichtigste Informationsquelle. Nur für 4% ist die Zeitung, für 6% das Fernsehen das wichtigste Medium.
- 90 Prozent der Studenten und Berufsanfänger verfügen über einen Facebook-Account, nutzen diesen jedoch unterschiedlich aktiv. Immerhin 89% checken Facebook einmal pro Tag, ein Drittel mindestens fünf Mal täglich.
- Der Unterschied zwischen Privatleben und Beruf verschwimmt. Auch Chefs und Kollegen werden zu Facebook-Friends oder Twitter-Followern und -Verfolgten.
- Für zwei Drittel der Umfrageteilnehmer ist ein Büro komplett unnötig, um produktiv zu arbeiten. Immerhin 70% wollen sich nicht auf regelmäßige Büroanwesenheiten einlassen. Mit dieser Ansicht treffen sie auch bei älteren Arbeitnehmern auf Zustimmung. Hielten 2010 noch "nur" 60 Prozent aller Beschäftigten feste Bürozeiten oder das Arbeiten in einem Büro allgemein für unnötig, so erhöhte sich dieser Wert in 2011 auf 69 Prozent.
- 3 von 5 Studenten wollen für sich das Recht in Anspruch nehmen, ihre Arbeitszeiten flexibel zu gestalten und von außerhalb des Unternehmens zu arbeiten.
- 56 Prozent aller Befragten würden eher einen Job ablehnen, als ihn bei einer Firma anzutreten, die sie daran hindert, auch während der Arbeitszeit ihre Social Media Aktivitäten zu pflegen.
- Für immerhin ein Drittel der Umfrageteilnehmer ist die Freiheit, soziale Medien nutzen zu können und von unterwegs mit den Geräten arbeiten zu können, die sie bevorzugen, wichtiger als die Höhe des Gehalts.
In zwei Infografiken stellte Cisco diese und einige weitere Erkenntnisse zusammen. Die Infografiken findet ihr hier untereinander, könnt sie jedoch auch bei Cisco einzeln unter diesem Link aufrufen:






![Warum Unternehmen Google+ nutzen sollten [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-374649_googleplusbusiness-feat_medium.jpg)
32 Answers
von Björn Sternsdorf via facebook 09.11.2011 (20:08Uhr) 1.
Das Gegenteil ist der Fall. Durch das Auflösen von festen Arbeitszeiten und Arbeitsorten wird man wesentlich unflexibler, da man mehr oder minder laufend arbeitet. Arbeitswelt und Privatleben verschwimmen zusehends mit dem Ergebnis, dass man bei beiden Welten permanent das Gefühl hat, nichts RICHTIG hinzubekommen.
von Stefan Pollpeter via facebook 09.11.2011 (20:09Uhr) 2.
^^ Das Problem Arbeit und Freizeit nicht trennen zu können sehe ich genau so. Entspannen kann man so auf jeden Fall schlechter.
von Sascha Gädeker via facebook 09.11.2011 (20:14Uhr) 3.
...strikte Ortstrennung, denn sonst kann man nicht "Zur Arbeit gehen" oder "Feierabend" haben ... man arbeitet nie 100% und vor allem hat man nie wirklich frei ... so nach dem Motto: ich mach mal gerade ... (gilt für Arbeit und Freizeit)
von Joachim E. Casper via facebook 09.11.2011 (20:16Uhr) 4.
ist doch egal wie ich das büro nenne - cafe, hinterhof oder home ... es kommt auf die ausgestaltung der arbeitszeit an und nicht auf die anwesenheit irgendwo ...
von Gephardt 09.11.2011 (20:28Uhr) 5.
Man kann auch zu Hause seine Arbeitszeit einteilen, wenn man das bewusst angeht. Die Umfrage lässt aber das Gegenteil vermuten. Wenn das Internet so wichtig ist, scheint eine Trennung gar nicht erwünscht zu sein. Meine Generation wird ja vielfach vom Burnout heimgesucht, wenn sie die Trennung nicht hinbekommt. Das muss aber lange noch nicht bedeuten, dass das für die junge Generation, die das Internet mit der Muttermilch aufgesogen hat, genau so zutrifft. Aber letztendlich hilft das ganze Gerede nicht viel, wenn sei es so wollen, dann sollen sie es so ausprobieren. Wenn's klappt ist's gut und wir stehen blöd da, weil wir nicht mithalten können/wollen und wenn's nicht klappt ist auch gut. Die meisten werden nicht dran sterben, sondern irgendwann umdenken. Ob das Gesundheitssystem dieser Belastung stand hält, steht auf einem anderen Blatt.
Letztendlich müssen wir uns aber auch alle an die eigene Nase fassen. Wir sind Teil und Träger der Leistungsgesellschaft, brauchen uns also nicht wundern, wenn die Folgegeneration unsere Werte belächelt und noch weiter perfektioniert. Gerade das Leistungsdenken bricht ja einigen das Genick. Vom oft gescholtenen gebrochenen Willen scheint bei der neuen Generation nicht viel zu sehen sein, wenn sie so selbstbewusst das alte „Arbeitswesen“ hinterfragen.
Aber aus meiner Perspektive sehe ich es ähnlich wie die beiden Vorredner. Das Internet macht die Menschen so vergleichbar und verifizierbar, dass darin eine große Verlockung steckt. Sich selbst total entfremdet geben sie sich einem Bild hin, das nur im Netz wirklich Bestand hat. Kein wunder dass das Netz dann so wichtig ist. Ohne Netz wüssten sie vermutlich nicht mehr wer sie sind. Aber vielleicht nehmen sich einige den Ausspruch ihrer Ikone Steve Jobs zu Herzen: Leben dein Leben und nicht das eines anderen. Bleibt zu hoffen, dass sie es verstehen.
von Claudia Weinhold via facebook 09.11.2011 (20:30Uhr) 6.
Im Büro treffe ich auf "echte" Gesellschaft, Menschen aus Fleisch und Blut. Das würde ich nicht missen wollen. Einen Teil der Arbeit ortsungebunden vom mobilen Büro aus zu erledigen, das könnte ich mir durchaus vorstellen. Aber zwischendurch unbedingt ins Büro zu den anderen.
von Stefan Schridde via facebook 09.11.2011 (20:30Uhr) 7.
Viele finden jedoch in coworkingspaces wieder zusammen. Auch Flurfunk bleibt wichtig ebenso wie die Flirts in der Teeküche.
von Jordana Schramm via facebook 09.11.2011 (20:43Uhr) 8.
die zeit die ich die ich während eines "normalen angestelltenverhältnisses" in einm büro mit meetings, mentalen streicheleinheiten für chefs & für mitarbeiter, mit bürokratischem formularen (HR ...aaargh!!), unsinngem rumsitzen, unbezahlten und unerlaubten überstunden, käffchen und geburtstag hier, etc. verplempert habe ... darüber möchte ich gar nicht nachdenken. es gibt keine pauschale lösung, aber arbeiten sollte der persönlichkeit und der arbeitssituation angepasst werden, nicht dem "üblichen standard"
von Florian Held via facebook 09.11.2011 (20:48Uhr) 9.
Kommt auf die Tätigkeit an, aber grundsätzlich bin ich Fan von Zeit- und Ortsunabhängiger Arbeit.
von Mike Schwede via facebook 09.11.2011 (20:52Uhr) 10.
Absolut. Am liebsten arbeite ich in der Brasserie Rotonde mit Kopfhörern und im Zug.
von Dirk Wippern via facebook 09.11.2011 (20:55Uhr) 11.
ich arbeite seit 2 Jahren "zeit- und ortsautonom" und genieße das sehr. Natürlich verschwimmen die Grenzen, aber das Gefühl, nix mehr richtig hinzukriegen habe ich nicht. Ins Büro gehe ich für Meetings und den persönlichen Austausch. Alles andere kann ich überall tun und nutze das auch gerne.
von Charis Stank via facebook 09.11.2011 (21:05Uhr) 12.
Ich bin froh nicht zwingend auf ein Büro angewiesen zu sein. Job und alleine erziehen lassen sich so um ein Vielfaches besser vereinbaren. Ich kann meinen Fulltimejob mit @wohlgeraten meistern und hab dabei die Chance eine präsente und gute Mutter zu sein, die zwischendrin Geschäftstermine außer Haus wahrnimmt und genauso gut mal Apfelpfannkuchen bäckt. Fazit: nur so, nicht anders bitte.
von Dennis Stelloh via facebook 09.11.2011 (21:06Uhr) 13.
Na, was denken denn die Nachbarn, wenn man morgens nicht ins Büro fährt... Da sitzt man doch glatt den ganzen Tag zuhause rum und pennt. Wieso macht man dann nicht mal wieder den Garten, wenn man doch eh so viel Zeit hat? ;) Ich denke, bei vielen ist eine solche Arbeitsweise noch viel zu modern.
von Andreas Christoph via facebook 09.11.2011 (21:30Uhr) 14.
Umfrage unter Studenten? Wie sinnvoll! Aus meiner Sicht ist eine Mischung aus Home und Office zielführend: Home fürs "Ausarbeiten", Office für Teamwork
von Denise Janthur via facebook 09.11.2011 (21:30Uhr) 15.
In meiner Firma ein Teil der Unternehmensphilosophie >> ergo NULL MITARBEITER FLUKTUATION, zufriedene hoch motivierte Mitarbeiter und wirtschaftlich kontinuierlicher Wachstum! Scheiß auf die Unternehmensführer, die ihren Mitarbeitern kein Vertrauen entgegen bringen können und wegen "par Order di Mufti" den Blick für Wesentliche verloren haben und nur noch das durchsetzten möchten, was vielleicht noch vor 20 Jahren funktioniert hat ... Das ist aber natürlich auch branchen- und tätigkeitsabhängig!
von büro jobs 09.11.2011 (21:36Uhr) 16.
"Coworking" bzw. Slotted Workspaces werden irgendwann kommen.
Die meisten Jobs sind Mainstream. Austauschbare Minibürotürme in der Kleinstadt mit Internet, Tablett, Tastatur, Maus reichen locker. Stundenlang zur Arbeit fahren ist Zeitverschwendung. Skype does the Job.
Bis diese Juppie-Cisco-Vorzeige-Kunden-Studenten strukturell so viel zu melden haben wie Stromberg, muss man allerdings noch warten.
Transparenz würde helfen, das sich die "Talente" nicht mehr verheizen lassen. Es kann nur einen Ober-Stromberg geben. Die anderen sind nur billiges Kanonenfutter und kostenlose Praktikanten. Leider sind Fachschaften nicht interessiert. Denn die Opfer reden gerne.
von Ruth Justen via facebook 09.11.2011 (21:51Uhr) 17.
Eine kluge Generation, die da befragt wurde. Sie sehen ja an ihrer Elterngeneration, was in der Arbeitswelt so alles schief geht und machen es hoffentlich besser.
von Björn Biege via facebook 09.11.2011 (22:44Uhr) 18.
Ich glaube das hängt von den Umständen ab. Beruf und Privat muss getrennt bleiben. Wenn man z.B von Zuhause arbeitet, sollte man dennoch darauf achten dies geregelt zu tun. Aus eigener Erfahrung weis ich leider das es aber nicht so einfach ist und man schnell in einen Burnout kommt, weil die Grenzen verschwimmen und man irgendwann nicht mehr abschaltet ohne es zu merken. Man muss sich selbst gewisse Regeln aufstellen und diese auch einhalten. Ich habe zwar die Möglichkeit sehr oft von Zuhause zu arbeiten, aber mache das jetzt immer von dem Projekt abhängig. Wenn ich bei einem Projekt viel mit Kollegen kommunizieren muss, bin ich dann doch lieber im Büro, als permanent zu Telefonieren oder Mails zu schreiben, das Stresst einfach nur. Bei Projekten bei denen man mehrere Tage allein in die Programmier-Schlacht zieht, bin ich auch ganz gern zuhause, reiß die Anlage auf und bin eben in einer Umgebung die mir volle Konzentration auf diese eine Sache ermöglicht, oder liege im Park oder am Wasser wenn es das Wetter und der UMTS Empfang zulassen... ^^ Ich glaube man muss einfach ein gutes Mittelmaß finden. :)
von maryisdead 10.11.2011 (08:50Uhr) 19.
Hat jemand schon die Zwergenfabrik entdeckt, in der diese Trilliarden Infografiken ausgekotzt werden, die neuerdings hier zu sehen sind?
von Michael Klein via facebook 10.11.2011 (09:16Uhr) 20.
uh da steht infografik, dann klicke ich drauf :)
von Ganz und gar kein Zeiträuber: Warum Fac… 10.11.2011 (10:21Uhr) 21.
[...] Die Studie hat auch ergeben, dass es einen immer geringeren Unterschied zwischen Berufs- und Privatleben gibt und auch der Chef zu den Facebook-Freunden zählen [...]
von dpetereit 10.11.2011 (11:23Uhr) 22.
@Michael: Musst du nicht. Die wichtigsten Infos stehen auch im Text ;)
von Melanie Ri via facebook 10.11.2011 (13:57Uhr) 23.
Ich arbeite auch von Zuhause und finds super, könnts mir gar nicht mehr anders (dauerhaft) vorstellen. Habe seitdem eine viel bessere Work-Life Balance und erledige meine Arbeit trotzdem effektiver und besser als vorher. Kann den Befragten also nur zustimmen.
von Mobile Zukunft – ein Blick in die… 10.11.2011 (14:02Uhr) 24.
[...] haben, auch auf Druck der Arbeitnehmer, endlich erkannt, dass Leistung nicht vom Arbeitsort abhängt. Sie verabschieden sich, in Bereichen [...]
von punktefrau » Blog Archive »… 10.11.2011 (14:08Uhr) 25.
[...] Das Ende des Bürojobs: Talente wollen flexibel sein [Infografik] /* Medienforum.NRW Meinungsführer Monitoring Nickname Perlen PR Pro7 punktefrau result SEO Social Media Social Media Marketing Social Media Monitoring Sommersprossen soziale Netzwerke Studie sysomos Tool Twitter Web zdf [...]
von Ray No via facebook 10.11.2011 (17:22Uhr) 26.
Ick ooch. Endlich keine A...er mehr bei der Arbeit rumflitzen. Sorry.
von Living the future » Blog Archive &… 11.11.2011 (08:02Uhr) 27.
[...] was Cisco da bei einer Umfrage herausgefunden haben will. So denn die Ergebnisse repräsentativ sind, werden sich die Personaler in der Zukunft [...]
von FHS eSociety Blog » Was macht einen Arb… 11.11.2011 (13:47Uhr) 28.
[...] Wichtige Aspeke für die Arbeitsplatzwahl sind vor allem eine hohe Flexibilität sowie die Freiheiten Social Media nutzen sowie das mobile Endgerät frei wählen zu können. t3n titelt entsprechend: Das Ende der Bürojobs: Talente wollen flexibel sein. [...]
von [KW45] Themen der Woche » IT::fsin… 14.11.2011 (08:01Uhr) 29.
[...] Wird der Bürojob über kurz oder lang aussterben? Ich würde es ja begrüßen. [...]
von wollmilchsauTV 45: Büro vs. Home Office… 14.11.2011 (12:46Uhr) 30.
[...] Woche tauchte in einigen Blogs die zweite Infografik aus dem aktuellen Cisco-Report auf – Schwerpunkt: Der Arbeitsplatz. [...]
von Linda 23.02.2012 (13:00Uhr) 31.
hallo, danke für die Aufbereitung der Studie und die Beschränkung auf das Wesentliche. Das fand ich sehr informativ. Aber als ich mir gerade die Original Studie in englischer Sprache angesehen habe, musste ich feststellen dass einige Prozentwerte abweichen. Einige minimal, andere aber ganz erheblich!
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