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Das Ende des Social-Media-Beraters ist nahe…

Das Ende des Social-Media-Beraters ist nahe…

...behauptet jedenfalls Mark Evans vom Social-Media-Monitoring-Spezialisten sysomos. Er bezieht sich dabei wiederum auf eine Aussage des erfahrenen Unternehmensberaters Shel Israel. Demnach würden sich immer mehr bisherige Social-Media-Berater in seinem Umfeld in eine Festanstellung zurückziehen - die Zeiten seien einfach danach. Mark Evans folgert: als Einzeldisziplin ist am Ende.

Das Ende des Social-Media-Beraters ist nahe…
Foto: AndYaDontStop / flickr.com, Lizenz: CC-BY
Social Media am Ende? Nein, nein: Nur die Berater, heißt es. (Foto: AndYaDontStop / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

„Eine großartige Zeit für Social-Media-Berater“

Über die letzten Monate und Jahre habe Social Media viel Interesse bei Unternehmen ausgelöst, schreibt Mark Evans in seinem Blogpost. Die wichtigste Frage war und ist: Sollen wir da auch mitmachen? Inzwischen werde immer wichtiger: Wie machen wir das?

„Es war eine großartige Zeit, Social-Media-Berater zu sein. Es gab einfach einen so großen Durst nach Informationen“, schreibt Mark Evans. Inzwischen aber verändere sich das Bild. Vor allem würden sich innerhalb der Firmen immer mehr Mitarbeiter selbst mit Social Media auskennen. Entsprechend gebe es immer weniger Bedarf für einen speziellen Berater.

Letztlich sieht er den Social-Media-Berater nicht generell verschwinden, aber die Zahl werde deutlich geringer werden. Wer sich künftig durchsetzen will, brauche strategisches Verständnis und müsse mit den Tools gut umgehen können. Es gehe künftig mehr um das große Gesamtbild, nicht mehr um Social Media allein.

„Social Media ist heute nur ein weiteres Element“

Ähnlich sieht es Shel Israel. Social Media sei bei Unternehmen heute nur ein weiteres Element im Workflow. Gab es vor Jahren nur Ideen, sind es heute Prozesse. Haben sich „damals“ spezielle Teams um Social Media gekümmert, sei es heute ein Thema für alle Abteilungen: Marketing, Personal, Verkauf usw. Berater brauche man hingegen nur bei neu eingeführten Technologien.

Und abschließend schreibt er:

It is time for many consultants to join companies and spend a few years continuing the normalization process which bring us out of the decade of corruption and into this new Conversational Age.

Wie seht ihr das? Ist die Zeit für Social-Media-Berater tatsächlich abgelaufen und sollten sie sich lieber schleunigst Festanstellungen suchen? Oder wollen hier nur zwei provozieren, die ihre Schäfchen wahrscheinlich eh schon im Trockenen haben?

Steht Social Media im Zentrum wie hier? Oder ist es nicht viel mehr ein Puzzlestück unter vielen? © N Media - Fotolia.com

Weiterführende Quellen zum Thema:

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19 Antworten
  1. von Kai Thrun am 07.06.2011 (12:43 Uhr)

    ... weil man in Deutschland auch immer auf dem Stand der USA ist ... ich empfehle in Hysterie zu verfallen. Jetzt. Ist ja auch gerade in Mode, diese Hysterie.

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  2. von Jan Eggers am 07.06.2011 (13:11 Uhr)

    Auch wenn ich Kai in der Tendenz zustimme - ein wenig Zeit brauchen wir dann doch noch, um dieselbe Selbstverständlichkeit zu erreichen wie die USA - ein bisschen was ist dran. Kein Beweis, aber ein Indiz: Traf gestern einen Jounalistenkollegen, der einen neuen Job hat bei einem Online-Broker. In der neu geschaffenen Rolle des Beauftragten für Social Media-Kommunikation - im Team der Pressesprecher. Der zugehörige Kulturwandel in der Komunikation sei eingeleitet, sagt er. Die Revolution lief unblutig ab.

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  3. von Michael Würz am 07.06.2011 (15:55 Uhr)

    Es ist nicht ganz unrichtig, jedenfalls werden die Anforderungen an einen SM Experten sicherlich tiefgründiger als viele bisher dachten. Denn nur weil man in bestimmten Bereichen des www sich auskennt heißt es noch lange nicht das man ein SM - Experte ist!

    Hierzu auch eine interessante Diskussion und die Sichtweiße eines Studenten:
    http://on.fb.me/iCiqre

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  4. von jami am 07.06.2011 (15:59 Uhr)

    Deutschland auf dem Stand der USA? Nicht wirklich. Während in Deutschland der Social Media Experte noch im Marketing oder schlimmer noch im Vertrieb sitzt, ist er in den USA da, wo er hingehört. In der Unternehmenskommunikation.

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  5. von Karl am 07.06.2011 (16:06 Uhr)

    Scheinbar ist der neue Trend das Thema Social Media, Social Media Experten oder auch die Beratung schlecht zu reden.
    Ihr glaub doch nicht ernsthaft das jedes Klein- oder Mittelunternehmen jetzt einen Social Media Mitarbeiter einstellt. Ist ja mittlerweile bekannt dass das Thema nicht mit einem Mitarbeiter und 5 Wochenstunden erledigt ist.

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  6. von jami am 07.06.2011 (17:07 Uhr)

    Gerade Klein- oder Mittelunternehmen wird doch in dem Bereich der größte Mist erzählt. Das ist es doch, was sehr ärgerlich ist.

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  7. von Karl am 07.06.2011 (17:31 Uhr)

    Das ist aber jetzt bei "Social Media" nichts neues dass das so ist.

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  8. von Noé Tondeur am 07.06.2011 (18:27 Uhr)

    Ich glaube, dass es vor allem darum geht zu erkennen, dass "Social Media" (Hype-Thema und Begriff) an sich keine isolierte Disziplin mit einem Selbstzweck ist. Social Media ist nicht einfach reduzierbar auf einzelne Kanäle und Bausteine, sondern ist ein sehr komplexes sich wandelndes (!) Instrumentarium, welches (das gesamte) Marketing, dramatisch dialogorientiert und begeisternd auf Basis von Sharing zu entwickeln vermag (Inhalte, Emotionen, Botschaften etc.). Dazu habe ich folgenden, vielleicht etwas provokativen Blogbeitrag publiziert: http://www.tondeur-consult.ch/blog/2011/06/02/ueberfluessige-social-media-marketing-experten/

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  9. von Andreas Mertens am 07.06.2011 (21:26 Uhr)

    Also diese Erfahrung kann ich überhaupt nicht teile! Ganz im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass es hier in D erst losgeht. Man darf wirklich nicht den Fehler machen und die USA mit D vergleichen. In Sachen Internet, Social Media und virtuellen Welten (3D Internet, ...) sind wir ganz ganz ganz weit hinten bzgl. Kreativität und Offenheit. Der "Deutsche" sieht oft erst das Schlechte und Gefährliche - das bremst ganz ordentlich !!! Zur Zeit halte ich in BW zahlreiche Vorträge zu Social Media und teilweise wir so überbucht, dass wir weitere Termine anbieten .... Von daher ist der deutsche Markt teilweise ein CopyCats-Markt (in Sachen Internet & Innovation)! man schaue nach USA um in die Zukunft zu schauen und schöpft dann hier ab :)

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  10. von Marita Roebkes am 07.06.2011 (22:26 Uhr)

    Unternehmen, die das Thema Social Media professionell angehen, wissen, das nur mit Strategie und der Einbeziehung aller Abteilungen Social Media Erfolg and somit ROI fuer ein Unternehmen bedeutet. Der Bedarf an ausgebildeten Social Media Strategisten waechst taeglich weltweit; vorbei jedoch ist der Hype um sogenannte "Social Media Experten, die sich ueber die Anzahl von Twitter-Followern oder dem Erstellen von Fanpages ohne Strategie oder Methode als Berater definieren.

    Marita
    http://xeesm.com/maritar

    You can’t make a difference with a few people on social media and the rest of the company doing business as usual.

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  11. von Alexander Schestag am 07.06.2011 (23:07 Uhr)

    Ich sehe das so, daß Deutschland hier noch um Jahre hinterherhinkt. Und ich bin mir sicher, daß ein neuer Beruf am Entstehen ist: Der Social-Media-Datenschutz-Berater.

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  12. von Thomas Lang am 07.06.2011 (23:19 Uhr)

    Wir werden so lange Social-Media Berater brauchen, wie wir auch Telefax- und Telefon-Berater brauchten. So lange, bis es selbstverständlich wird, diese Medien zu nutzen wie wir andere Medien mit der heutigen Selbstverständlichkeit nutzen. Bei den einen dauert das etwas länger, bei den anderen geht's etwas schneller.

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  13. von feedyourbrain am 08.06.2011 (00:32 Uhr)

    absolut korrekt: integrierte prozess- und kommunikationsberatung mit dazugehöriger technikkompetenz sind gefragt, immer weniger geeks und freaks...

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  14. von Alexander Schestag am 08.06.2011 (00:44 Uhr)

    @feedyourbrain das sehe ich anders. Geeks machen ja keine Scoial-Media-Beratung, die meiden Social Media aus Sicherheitsgründen wie der Teufel das Weihwasser - es sei denn, sie forschen dazu. Und genau deswegen braucht man sie.

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  15. von Tom Ruthemann am 08.06.2011 (10:38 Uhr)

    Wir sind doch noch meilenweit davon entfernt, dass eine Sättigung in dieser Hinsicht eingetreten ist. Und nur weil ein Mitarbeiter einmal die Woche was auf Twitter schreibt oder "letztens" ein Facebook-Account eröffnet wurde, bedeutet das doch noch lange nicht, dass diese Unternehmen das Medium verstanden haben. Gute Social Media-Berater (und ich weiß, da ist eine Menge Mist auf dem Markt, Leute, die nur auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind) sind dringender nötig denn je.

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  16. von @_SENF_ am 08.06.2011 (10:57 Uhr)

    Kann ich absolut nicht bestätigen. Im Gegenteil: Selten so viel zu tun und so viele Anfragen und so viel angeforderten Bedarf an Wissen gehabt wie aktuell.

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  17. von John-Paul am 08.06.2011 (13:00 Uhr)

    Eine der größten Mehrwerte ist das Übertragen der Stärken von Social Media in die Geschäftsprozesse von Unternehmen. Wenn der Social Media Berater das kann, wird der Bedarf nicht zurückgehen.
    Berater, die sich auf Basics spezialisieren, wird es bald nicht mehr so viele geben wie heute, da Basics von Mitarbeitern erworben werden müssen und interne Schulungen in diesem Bereich immer größere Verbreitung finden.

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  18. von Anja Beckmann am 09.06.2011 (09:27 Uhr)

    Das Ende einer Einzeldisziplin ist nah - das glaube ich als Inhaberin einer Kommunikationsagentur auch. Allerdings kann das noch dauern.

    Beim Kommunikationskongress 2010 wurde mir einmal wieder bewusst: Viele PR-Kollegen haben weiterhin Lernbedarf beim Thema Social Media. Das zeigen auch unsere Seminare, z. B. sind Basisveranstaltungen immer noch sehr gut besucht.

    Und KMU haben häufig nicht die entsprechenden personellen Ressourcen, so dass sie wohl auch in Zukunft externe Unterstützung benötigen.

    Bei unserer Arbeit hilft meiner Geschäftspartnerin und mir sehr, dass wir 20 Jahre lang in Unternehmen (Henkel, Kraft Foods, Starbucks) gearbeitet haben und die betrieblichen Abläufe kennen.

    Unsere Wurzeln haben wir im Journalismus und in der klassischen PR, zudem haben wir Kenntnisse in interner Kommunikation, Krisen-PR und CSR. Mit dieser Kombination sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt.

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  19. von Dolly Martin am 10.06.2011 (06:25 Uhr)

    Early to bed, early to rise - go out there and advertise....
    Schon lustig - alles. Vor über 2 Jahren war fast NOCH keiner meiner deutschen "Freunde" auf FB, Twitter und co. - geschweige denn die Firmen. Jetzt traut sich Deutschland - und die Wellen schlagen hoch......Wird sich auch wieder beruhigen. Wie alles.
    Einfach Spaß haben und lachen! Enjoy your day!!!

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