Open-Source-Lösungen könnten von Unternehmen heute quasi ohne große Risiken genutzt werden. Der Einstieg in die Open-Source-Nutzung koste wenig bis gar nichts und falls etwas nicht funktioniert, ist der Ausstieg jederzeit ohne finanzielle Belastungen möglich. In Verbindung mit Cloud Computing könnten Unternehmen ihre IT-Ausgaben nochmals reduzieren.
Laut Dallé ist aus Sicht der Startup-Unternehmen die Cloud der beste Weg, um Enterprise-Open-Source-Angebote zu monetarisieren. Als gelungene Beispiele nennt er Pentaho, OpenX, und Dimdim aus dem Portfolio von Index Ventures. Diese Unternehmen hätten ihre Open-Source-Produkte erfolgreich in die Cloud portiert und dort monetarisiert.
Ein anderes erfolgreiches Beispiel ist SugarCRM. Das kalifornische Unternehmen hat es vor allem auch durch die Verbindung von Open Source und Cloud Computing zu einem der führenden Anbieter von Software zur Verwaltung von Kundenbeziehungen (Customer Relationship Management, kurz CRM) gebracht.
Index Ventures kann auf eine lange Tradition bei der Investition in Open Source und Freeware zurückblicken. Neben Skype, Dimdim und Joost gehört beispielsweise auch MySQL zu den unterstützten Projekten der Investment-Firma aus der Schweiz. Derzeit seien mehr als 70 Prozent der Investment-Möglichkeiten im Open-Source-Bereich cloud-basiert, erklärt Dallé weiter. Cloud Computing sei keine Gefahr für Open Source, sondern vielmehr eine neue Chance.
Bernard Dallé hat dabei eine interessante Erfahrung gemacht: Unternehmen, denen der Einsatz von Open-Source-Software bisher zu risikoreich war, sehen diese Risiken bei cloud-basierten Open-Source-Produkten scheinbar nicht mehr. Open-Source-Anbieter erreichen mit dem Switch zur Cloud also auch neue Kunden, die sie mit ihren traditionellen Angeboten bisher nicht erreichen konnten.
Bildnachweis für die Newsübersicht: © Mauro Saivezzo - Fotolia.com
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