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Entwickler in Deutschland verdienen halb so viel wie ihre US-Kollegen

Entwickler in Deutschland verdienen halb so viel wie ihre US-Kollegen

Deutsche verdienen offenbar deutlich weniger als ihre Kollegen in den USA, Großbritannien und Dänemark. Das hat eine ergeben.

Entwickler in Deutschland verdienen halb so viel wie ihre US-Kollegen

Deutsche Entwickler im Vergleich unterbezahlt. (Bild: Rob hyrons - Fotolia.com)

Repräsentativ sind die Ergebnisse der Umfrage nicht, die die Entwickler-Plattform Stack Overflow Careers ausgewertet hat. Aber immerhin haben sich an der jährlichen Befragung gut 26.000 Entwickler aus 157 Ländern beteiligt, darunter rund 2.000 aus Deutschland.

Deutsche Entwickler im Vergleich unterbezahlt

Entwickler in Deutschland verdienen laut der Umfrage durchschnittlich 53.376 US-Dollar im Jahr und damit deutlich weniger als ihre Kollegen in den USA (89.631 US-Dollar), Großbritannien (68.860 US-Dollar) oder Dänemark (72.875 US-Dollar). Die gute Nachricht: Nur 1,5 Prozent der qualifizierten deutschen Entwickler sollen aktuell arbeitslos sein.

15 Prozent der deutschen Entwickler fühlen sich mit Desktop-Programmierung am wohlsten. (Foto: TenSafeFrogs / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Dafür finden sich in der deutschen Entwicklergemeinde kaum Frauen. 97 Prozent der Entwickler sind der Umfrage zufolge männlich. Zum Vergleich: Weltweit liegt der Anteil der Frauen bei 16 Prozent. Die Umfragezahlen deuten aber darauf hin, dass der Frauenanteil in den vergangenen Jahren leicht gestiegen sein dürfte. Die meisten Programmiererinnen geben an, weniger als zwei Jahre Berufserfahrung zu haben. Im Schnitt liegt die Berufserfahrung bei den deutschen Entwicklern bei 7,7 Jahren.

Entwickler: Deutsche beherrschen Java, C++, SQL und C#

Geht es nach der Umfrage, dann verfügen deutsche Programmierer vor allem in den Bereichen Java, C++, SQL und C# über besondere Fähigkeiten. Ein Viertel der Befragten bezeichnet sich als Full-Stack-Entwickler, was bedeutet, dass sie sich sowohl im Front- als auch im Backend zu Hause fühlen. 14,7 Prozent der Programmierer in Deutschland – und damit soviel wie nirgends sonst – sind nach eigenen Angaben Desktop-Entwickler.

Immerhin sind auch in Deutschland im IT-Bereich Spitzengehälter möglich, wie eine Studie aus dem Vorjahr ergeben hat. Demnach verdienen Führungskräfte im IT-Bereich im Durchschnitt 118.000 Euro im Jahr, bei den Fachkräften ohne Führungsverantwortung, etwa IT-Projektleiter, sind Spitzengehälter von bis 73.400 Euro möglich.

via www.golem.de

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7 Antworten
  1. von Bastey am 03.06.2015 (13:19 Uhr)

    Was geben die Amerikaner denn für soziale Absicherung aus? Also der Vergleich ist ... sinnlos.

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  2. von Werner am 03.06.2015 (14:07 Uhr)

    Wenn ich mir meine Anfragen aus GB ansehe, kann ich die Angaben oben nicht bestätigen. Die sind immer niedriger als home..dazu noch die Preise in London City. Thanks!
    Ansonsten ja..ist zu wenig im Vergleich zu anderen Branchen.

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  3. von Realität überprüfen am 03.06.2015 (22:49 Uhr)

    Als Grenzpendler ist wohl Schweiz Lohntechnisch gut. Berühmte Grenzpendler welche Ihre Lebensmittel günstiger in Deutschland kauften gibts ja auch.

    Der echte Fachkräftemangel ist wohl aus den Kommentaren in
    http://t3n.de/news/it-fachkraefte-unternehmen-590267/
    sichtbar.

    Und 1,5% Arbeitslosenquote sollte man wohl um die Zwangsfreiberufler ergänzen. Team Wallraff hat ja die Realität der Arbeitsämter beschrieben.

    Und dafür das es Informatik schon ewig lange gibt, sind die Jahre recht kurz. In USA wechselt man jährlich die Arbeitgeber (der Link filtert erfahrungsgemäß den Kommentar) und macht ein paar Jahre später ganz was anderes.

    Es gibt vor den Sommerferien auch eine jährliche Studie der Gewerkschaft. Die Leistungs-Journalisten vergessen oft dazuzuschreiben das 90% der Jobs in "kleinen Klitschen" als Subunternehmer der großen Firmen mit Tariflohn laufen. Besagte Statistik ist aber nur für Firmen mit (Haus)Tarif-Vertrag! Da profitiert man von den Stahlarbeitern (IG Metall und nicht Verdi ist soweit ich weiss die Haupt-Gewerkschaft der Informatiker !) und deren guten Bezahlung. Falls man zu den wenigen Prozent Glücklichen gehört die nicht in Tochterfirmen (z.B. German-Wings), Sub-Unternehmen, Zeitarbeits-Firmen oder Kleinen Klitschen beschäftigt sind.

    Die Realität des Fachkräftemangels zeigt Euch auch:
    google: norman matloff green card

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  4. von JF_S am 04.06.2015 (02:43 Uhr)

    Ich denke nicht, dass die allgemeinen Lebenshaltungskosten bei dem Vergleich berücksichtigt wurden.
    Mit den Mieten in San Franzisko, um mal den USA-Standort für Entwickler zu nennen, kommt unter dem Strich da wohl nicht mehr raus.
    Sorry, eine Statistik, welche nicht die gesamten Rahmenbedingungen berücksichtig, ist den Speicherplatz, auf dem die Daten gespeichert werden nicht wert.

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  5. von irgendeinem Spinner am 04.06.2015 (10:24 Uhr)

    Um die Wertschätzung der Arbeitskraft vergleichen zu können, darf man die äußerem Umstände gar nicht mit einrechnen. Wenn du wissen willst wo du besser arbeiten und leben kannst, sieht das natürlich anders aus.

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  6. von Realität überprüfen am 04.06.2015 (13:39 Uhr)

    An den Fachkräftemangel glauben immer weniger. Siehe auch die fünfzig Kommentare zu
    http://t3n.de/news/it-fachkraefte-unternehmen-590267/

    Es gibt weitere IT-Job-Statistiken die klarmachen das die Löhne mit der Miet-Höhe korrelieren. In Dresden oder Halle (beides neue Länder) gibts gigantische Rechenzentren also sicher auch gute Internet-Anbindung. Aber dort kriegt man statistisch wohl viel weniger Lohn und viel mehr Wohnung/Haus als in München oder Hamburg. In den IT-Hotspots von Deutschland bleibt nach der Miete aber wohl auch nicht viel mehr viel übrig als im Valley. In England wo vermutlich 90% der IT-Jobs in London sind, ist Miete vermutlich auch nicht günstig.

    In Diktaturen würde die Miet-Mafia also Startup-Zentren gründen und an den Mieten gigantisch verdienen. Früher gabs ja auch Kapitalismus wo man mit Gutscheinen bezahlt wurde die man im Fabrik-Shop (mit überteuerten Preise) einlösen musste... Es gibt auch vorbildliche Dinge wie Fabrik-Wohnungen oder z.B. die weltweit älteste Sozialsiedlung also die Fuggerei.

    Der gute Unternehmer sorgt dafür das seine Mitarbeiter am Ende das meiste haben. Siehe FC Bayern München. Angeblich herrscht doch der War for Talents. Das täglich berichtete Personal-Verhalten zeigt etwas anderes. Vielleicht will man nur systematisch ein Überangebot produzieren so das man nur sich und seinen Boni-BWLer/Juristen-Freunden gute Gehälter bezahlen braucht weil alle anderen sich lohntechnisch unterbieten müssen.

    Ein echter Mangel würde sich in steigenden Löhnen (ohne Streiks) repräsentieren. Aber obwohl viele BWL-Grundvorlesungen hatten fragt sich keiner wieso trotz angeblichen Mangels die Löhne nicht steigen.
    Als damals das Hochwasser in Vietnam war waren die Festplatten ein Jahr lang viel teurer weil die "schlauerweise" einen Großteil der Festplatten-Fabriken anscheinend im selben überfluteten Gebiet betrieben. Als ein Erdbeben oder Feuer einen Haupt-Lieferanten für Epoxy (oder sowas) betrafen gingen ich glaube die RAM-Preise eine Weile lang hoch. Weil das Apple2TV Apps jailbreakable war, bekam man ein neues Apple3TV wenn man sein funktionierendes Apple2-TV eintauschte. Angebot und Nachfrage funktionieren in wahren Märkten. Siehe die Wohnungs-Anzeigen in Eurer Zeitung.

    Mit die beliebtesten Artikel betreffen die Suche nach Kunden. Erfolgreiche Fachkräfte-Mangel-Fachkräfte sollten damit doch kein Problem haben und Artikel wie "Wie wehre ich Agenturen und Headhunter schnell und wirksam ab" bevorzugen.

    Nur ein Auszug von t3n.de/news/ sortiert nach Visits oder was das für eine Zahl hinter der Beschreibung ist, Ohne Gewähr auf Korrektheit, vielleicht gibts hier auch eine Top-Sortierte Liste:
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    Auffällig, überraschend und von mir mit '!' markiert die Beliebtheit von Kunden-Aqcuise-Artikeln.
    Vor 25 Jahren wurden zigtausende Diplom-Elektro-Techniker scharenweise entlassen. Deren Kinder haben dann natürlich schlauerweise etwas profitables wie BWL oder Jura studiert und keine Technik-Jobs.

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