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[Update] E.on-Werbespot in der Kritik: „Sexistisch und abartig“?

[Update] E.on-Werbespot in der Kritik: „Sexistisch und abartig“?

Schwerwiegende Vorwürfe werden dem Stromanbieter E wie Einfach gemacht. Das Unternehmen, eine 100%ige Tochter von E.on, soll in einem neuen Werbespot Gewalt an Frauen verherrlichen. E wie Einfach ist erstaunt über die Kritik.

[Update] E.on-Werbespot in der Kritik: „Sexistisch und abartig“?

 

Ende Februar startete E wie Einfach eine neue Werbekampagne (PDF-Datei). Mit dem Slogan „Ist doch ganz einfach" solle die Einfachheit in den Vordergrund gerückt und mit E wie Einfach verbunden werden. Die Kampagne zur Bewerbung des neuen Slogans sei darum „leicht verständlich, humorvoll und schlicht" umgesetzt, heißt es in der Pressemitteilung.

Den Humor der verantwortlichen Agentur Heimat teilen aber offensichtlich nicht alle Zuschauer. Besonders einer der sechs Werbespots von E wie Einfach erregt die Gemüter. In dem 20-Sekünder liegt ein Paar schlafend im Bett. Die Frau wacht auf und beklagt, sie könne nicht schlafen. Daraufhin bekommt sie vom Mann einen Kopfstoß, wonach sie offenbar bewusstlos zurück ins Kissen sinkt. Slogan: „Ist doch ganz einfach."

Einigen Zuschauern fällt anderes zum Werbespot ein. Der mehrfach ausgezeichnete Feministen-Blog Maedchenmannschaft.net spricht von einem "absolut gewaltverrlichenden, sexistischen und abartigen Clip" und ruft dazu auf, sich bei der Presseabteilung von E wie Einfach zu beschweren – der Spot sei "an Perfidität kaum zu überbieten". Auch in den Kommentaren des Youtube-Videos (derzeit noch online im offiziellen Firmen-Channel) und auf der Facebook-Seite des Unternehmens schlagen die Wellen hoch.

E wie Einfach: „Wir arbeiten dran"

Eine Sprecherin von E wie Einfach betonte im Gespräch mit t3n, es sei keinesfalls die Absicht des Unternehmens gewesen, Gewalt zu glorifizieren. Die Botschaft des Werbespots sollte es sein, wie einfach das Leben sein kann. „Wir wollten uns eigentlich lustig machen. Wenn das jemand falsch verstanden hat, tut uns das leid." Das weitere Vorgehen mit dem Werbespot, der auch schon im TV ausgestrahlt worden sein soll, werde intern noch beraten: „Wir arbeiten dran."

[Update 20:00 Uhr] Inzwischen hat sich das Unternehmen auch über seine Facebook-Seite zum Spot geäußert: Man habe die Wirkung der Szene "grundlegend falsch eingeschätzt". Es sei nicht die Absicht gewesen, Gefühle zu verletzen. Infolge der Kritik werde der Spot zurückgezogen. Bei Youtube ist der Clip bereits nicht mehr zugänglich.

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27 Antworten
  1. von Vlad am 02.03.2012 (17:11 Uhr)

    Gut, man kann dieses Video blöd, unwitzig, witzig oder was auch immer finden und dagegen protestieren oder es gut finden ... aber was hat das mit t3n zu tun, wenn ich mal ketzerisch fragen darf?

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  2. von Johannes Haupt am 02.03.2012 (17:15 Uhr)

    @Vlad Darfst du :) War uns eine Meldung wert, weil das Thema gerade im Social Web hochkocht und die Spots nicht zuletzt zur viralen Verbreitung konzipiert sind.

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  3. von Christoph am 02.03.2012 (17:27 Uhr)

    Und jetzt atmen wir alle durch. Die Leute von eon lassen einen Spot drehen wo die Frau den Mann "ruhig stellt" und gut ist.

    Christoph

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  4. von Viktor Dite am 02.03.2012 (17:30 Uhr)

    und schon ist der spot nicht mehr aufrufbar ;(

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  5. von Ricarda am 02.03.2012 (17:32 Uhr)

    Ja, der Spot ist ziemlich daneben und zeigt, dass man wenig weitsichtig war.
    Bei dem Thema sollte man ein bisschen Feingefühl besitzen.

    Hätte der Kerl statt der Frau ein Kind so "ruhig gestellt" wären vermutlich die Wellen noch höher gekocht.

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  6. von slevin am 02.03.2012 (17:33 Uhr)

    Und weg ist er!

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  7. von Mark am 02.03.2012 (17:39 Uhr)

    @Ricarda: Hätter die Frau aber den Kerl so "ruhig gestellt" wäre vermutlich gar nichts passiert. Da wäre die Gewalt dann egal gewesen.

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  8. von David am 02.03.2012 (18:49 Uhr)

    meine gute... mimimi blablabla wenn die Frau den Kerl ausknocken würde , würde kein hahn nach krähen... Wer sich angegriffen fühlt soll weggucken oder halt die Werbung wegschalten. wer Werbung guckt is eh selbst schuld. mimimi...

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  9. von Marco am 02.03.2012 (22:33 Uhr)

    Oje, kaum machen sich ein paar BloggerInnen oder TwittererInnen ins Höschen, meine die Firmen, sie müssen reagieren und sich entschuldigen.

    Kein Arsch mehr in der Hose, nur noch politisch korrekte Weicheier, schade.

    Ist ja ein Wunder, dass Dirk noch in die Metzgerei darf, bei dem Rumgejammere der Facebook-VegetarierInnen.

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  10. von bennybolivar am 02.03.2012 (22:37 Uhr)

    genau das denke ich nämlich auch

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  11. von bennybolivar am 02.03.2012 (22:44 Uhr)

    Selbst da gibt es ein weites Spektrum und da ist so ein Kopfstoß noch im bereich des Belustigendem da man ihn nicht erwartet, das heißt natürlich nicht dass ich jegliche Formen von Gewalt anwende oder verherherrliche aber in Zeiten in denen man sich über Jesus, Mohammed etz lustig machen kann sollte sowas drin sein, das wird bestimmt Keinen dazu animieren seine Frau zu schlagen oder das in irgendeiner Form nachzumachen

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  12. von Patrick am 03.03.2012 (01:40 Uhr)

    Arme Feministen... Versteht wohl keiner mehr Spaß heutzutage hm?
    Wie gesagt, hätte die Frau den Mann ausgeknockt, hätte es keine Sau interessiert!

    Und mal ganz nebenbei: Wenn wir alle DAS machen würden, was wir im TV bei RTL und Co sehen, wo wären wir denn dann bitte???

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  13. von hannah am 03.03.2012 (02:20 Uhr)

    ich weiß ja nicht, was hier so für leute verkehren, aber wenn ihr es normal findet eure/n partner/in per fausthieb auszuknocken und das auch noch als "witzig" bezeichnet, solltet ihr euch mal ernsthaft überlegen welches verständnis ihr von gewalt habt... und hier spielt es keine rolle ob mann frau oder frau mann ausknockt - gewalt in einer beziehung ist ein absolutes no go!!! und leider in D ist die gewalt in beziehungen gerade frauen gegenüber viel zu hoch... deshalb gut, dass der scheiß off ist!

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  14. von hannah am 03.03.2012 (02:24 Uhr)

    @bennybolivar: ein "kopfstoß" ist in dem "breich des belustigendem"? geht's noch? ich glaub du fändest es nicht so lustig, wenn dir deine freundin einen solchen "kopfstoß" verpasst, dass du ohnmächtig wirst, oder fändest du das dann immer noch "belustigend"??? und genau DAS passiert in diesem clip. aber hey, was wird sich denn hier so angestellt - ist doch megawitzig! *ironie off* selten so ne dumme sexistische kackscheiße gesehn...

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  15. von Axel am 03.03.2012 (07:16 Uhr)

    Also meine Frau und ich fanden den Spot lustig!

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  16. von Phicsa am 03.03.2012 (11:08 Uhr)

    Ich sehe jetzt auch keinen Grund warum man sich darüber so echauffiert, wie hier schon richtig erwähnt wurde würde es keinen jucken hätte die Frau den Mann so "ruhig" gestellt.

    ...wenn man wirklich keine anderen Probleme mehr hat kann man sich über sowas aufregen...anscheinend geht es den meisten Leuten einfach gut wenn sie sonnst keine Sorgen haben! ^^

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  17. von nik am 03.03.2012 (11:12 Uhr)

    Dämlich. Genauso dämlich wie die (Praktiker?) Werbung mit der Ohrfeige beim "Lockvogelangebot". Und genauso dämlich wie sich künstlich drüber auszuregen. Hätte die Frau den Mann KO geschlagen, hätten zumindest die Feministen das sicher nicht verwerflich gefunden. Häusliche Gewalt siehr leider ganz anders aus, also regt Euch bitte mal ab.

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  18. von Vincent am 03.03.2012 (12:26 Uhr)

    Opppps! Wird sich hoffentlich nicht negativer auf meine EON Aktien auswirken als die eh schon negativ versinken..!

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  19. von bennybolivar am 03.03.2012 (13:08 Uhr)

    @Hannah bitte meinen Kommentar noch mal GANZ lesen und dann antworten bitte danke,
    nochmal für alle das ist ein Spot der arbeitet mit Humor, ob man das lustig findet liegt im Auge des Betrachters, bzw. an dessen Schmalspurigen Ansichten, ich fände es im realen Leben sicher nicht lustig wenn meine Freundin sowas mit mir und ich das mit ihr machen würde, würde ich übrigens auch nicht. In Zeiten in denen sich Leute SAW im Kino oder Fernsehen ansehen sollte so ein Spot im Bereich des Möglichen liegen.

    Und nochmal für Hannah zum mitschreiben: wir sprechen hier nicht über das reale Leben, das ist FERNSEHEN bzw. dessen WERBUNG

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  20. von Mario am 04.03.2012 (12:11 Uhr)

    Oha .. da wird sich aber wieder über Kleinkram aufgeregt. Ein Werbefilm der mächtigen Werbeindustrie. Um heute noch die Aufmerksamkeit in der Werbung zu bekommen muss man dicke Geschütze auffahren. So wie hier auch. Ich glaub 60% der Leute nehmen Ihr Smartphone in die Hand wenn Werbung läuft...

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  21. von Mnix am 04.03.2012 (12:30 Uhr)

    Hahaha...ein sehr feines Video!
    Wieso weckt die Frau den Mann überhaupt auf? Nimmt sich einfach so das recht heraus oder was?
    Sowas passiert normalerweise ---> https://www.youtube.com/watch?v=Dz65lozvJF4

    Da hat E.ON tief reingelangt ;-) aber was ist auch anderes zu erwarten von den abgehobenen realitätsfernen Energierießen

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  22. von Tullny am 05.03.2012 (08:52 Uhr)

    Also ich fand in lustig, er spiegelt wieder, wie viele Männer denken;-)

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  23. von Ricarda am 05.03.2012 (10:44 Uhr)

    Irgendwie ist es echt erschreckend wie wenig Feingefühl einige Männer hier haben, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht. Da wundert es mich tatsächlich nicht, dass wir über so ein Thema in unserer heutigen (eigentlich aufgeklärten) Gesellschaft noch reden müssen.

    Und hätte die Frau den Mann ausgeknockt, wäre es auch nicht witziger gewesen, aber die Gewalt und Unterdrückung von Frauen hat nun einmal leider eine lange Tradition.

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  24. von Lollipop am 05.03.2012 (12:17 Uhr)

    Ich finde den Spot auch mehr lustig als schlimm. Wieso weshalb da gleich die Frauen anfangen zu meckern ist für mich in dieser Gesellschaft nicht nachvollziehbar. Schließlich gibt es genug Filme wo Frauen aufs Maul kriegen.
    Glücklicherweise kenne ich keine Feministinnen. Gehn einem voll auf die Nerven, so wie Veganer.

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  25. von Lambda am 06.03.2012 (12:15 Uhr)

    Gewalt generell, ob nun gegen Frauen, Kinder oder andere Menschen, ist verabscheuungswürdig!
    Man sollte jedoch im Fall dieses Werbevideos wirklich darüber nachdenken ob es Sinn macht diesen augenscheinlich "witzig" gemeinten Spot gleich als frauenfeindlich oder gewaltverherrlichend zu deklarieren.

    Beim Mercedes Benz Spot für die neue B-Klasse wo der Junge, gelenkt von einem Mädchen, gegen die Laterne donnert könnte man auch übertriebenen Egoismus des Mädchens anprangern, weil es ihr scheinbar vollkommen egal ist, was mit dem anderen Jungen passiert, weil ihr in dem Moment nur der "tolle Typ" wichtig ist. Das der Junge, wäre es ein anderes Auto gewesen, überfahren worden wäre, scheint unseren Feministinnen völlig egal zu sein - ist schließlich nur ein heranwachsender Mann, der wenn er erwachsen ist, bestimmt Frauen unterdrückt hätte.

    Allein schon an meinen übertriebenen Ausführungen des Mercedes Spots kann man erkennen das man nicht alles zu ernst nehmen sollte und Dinge die humoristisch gemeint sind, auch als solche wahrnehmen sollte. Besonderes unseren Feministinnen scheint der Humor schon lange abhanden gekommen zu sein.

    Ich persönlich spreche mich sehr für Frauen in Führungspositionen oder anderen leitenden Stellen aus, wenn, ja wenn sie den Posten durch ihre Kompetenz und hervorragende Arbeit auch verdient haben. Doch eine Stelle mit irgendeiner Frau zu besetzen, nur wegen einer angeblichen Benachteiligung, dürfte wohl niemandem helfen, weder der möglicherweise überforderten Frau, noch den Untergebenen und schon gar nicht dem Unternehmen für das sie arbeitet. Doch leider sind meine Erfahrungen mit der Gleichberechtigung durchweg negativ. Für viele Frauen bedeutet diese "Gleichberechtigung", das Recht zu haben sich nur das beste und angenehmste heraussuchen zu dürfen. Stoßen diese Frauen irgendwo doch auf negative oder unangenehme Punkte, welche ein Job in höheren Etagen nunmal mit sich bringt, die ein Mann aber vielleicht stillschweigend hinnimmt bzw. hinnehmen muss, dann geht bei vielen Feministinnen ein Aufschrei durchs Land man werde benachteiligt.

    Wahre Gleichberechtigung heißt für mich das jeder, ungeachtet seines Geschlechts, die gleichen Tätigkeiten mit demselben Lohn machen kann, im Umkehrschluss aber auch die gleichen Konsequenzen dafür tragen muss. Will eine Frau beispielsweise den Posten einer Abteilungsleiterin bekleiden, ist es häufig an der Tagesordnung Überstunden machen zu müssen, dies sollte nach den angeblichen Grundsätzen der Gleichberechtigung auch für unsere Abteilungsleiterin gelten und nicht nur für ihre männlichen Kollegen.

    Besondere Auswüchse dieser sog. Gleichberechtigung gibt es bei Frauen, die zur Bundeswehr, einer Armee, wollen. Hier gibt es Sonderrechte wie Hocker vor Hindernissen, evtl. weniger Gepäck oder andere Vereinfachungen. In Israel beispielsweise kämpfen Frauen schon seit Jahrzehnten mit ihren männlichen Kameraden und das ohne Sonderrechte. Dementsprechend werden sie dort auch ernster genommen und zu 100% als gleichwertig angesehen. Um aber nicht alle über einen Kamm zu scheren, es gibt natürlich auch in der Bundeswehr Frauen, die aus persönlicher Überzeugung keine Sonderrechte einfordern und trotzdem mithalten können oder sogar besser als ihre männlichen Kameraden sind.

    Hier findet man ein (leider) negatives Beispiel für Frauen in der kämpfenden Truppe der Bundeswehr:
    http://youtu.be/aM-nM57Y058

    (Wobei sich auch die Männer in dem Video nicht gerade mit Ruhm bekleckern)

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