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Ratgeber

Aufgeräumt? Clean? Von wegen! Warum erfolgreiche Interfaces chaotisch und komplex sind

    Aufgeräumt? Clean? Von wegen! Warum erfolgreiche Interfaces chaotisch und komplex sind

(Foto: Shutterstock.com)

Die bekanntesten Websites und Programme sind weder clean, noch aufgeräumt. Aber warum sind die trotzdem so erfolgreich?

Jonas Downey, Designer bei Basecamp, schreibt in einem Artikel über simple, cleane und minimalistische Interfaces und warum diese so erfolgreich sind. Laut Downey sei der Grund, warum sich so viele Websites ähneln, der, dass alle Designer auf den gleichen Zug gesprungen seien. Schöne Designs sind eine Art „Must-Have“ geworden und bilden eine Basis aus clean und simple, die zwanghaft eingehalten werden muss. Was nicht falsch ist, denn wir alle mögen lieber ein einfaches und verständliches, statt kompliziertes User-Interface.

Übersichtlich, einfach zu verstehen und minimalistisch. (Screenshot: magazine-mint.fr)
Ein übersichtliches und minimalistisches Interface. (Screenshot: magazine-mint.fr)

Erfolgreiches Interface

Aber wenn man sich die bekanntesten Websites wie Facebook mit 1.5 Milliarden Benutzern pro Monat oder die Adobe Software Photoshop ansieht, die von vielen Designern täglich genutzt wird, fällt auf, dass diese Produkte alles andere als clean und simple sind.

Die Antwort darauf ist ganz einfach: Das komplexe Design löst die Benutzer-Probleme und ist der Schlüssel zum Erfolg. Es ist nicht immer sinnvoll, die komplizierteste Anwendung in einem Minimum zu präsentieren – oft fehlen so wichtige Features oder Elemente, die das Ganze vervollständigen. Etwas brauchbar oder nützlich zu machen hat in solchen Fällen mehr Priorität als etwas clean und einfach zu machen, meint Downey in seinem Artikel.

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Fazit

Natürlich sind das nicht Facebooks und Adobes Erfolgsrezepte, aber sicherlich trägt das richtige Interface einen Teil dazu. Es sind auch nicht alle minimalistischen Designs schlecht, es gibt kein Design, das von oben bis unten perfekt ist, denn es funktioniert beides und damit erfüllen sie ihren Zweck. Wichtig ist aber, Sachen auf den Punkt zu bringen – und da darf es gerne auch mal voller werden.

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4 Reaktionen
RSH234modunix
RSH234modunix

völlig falsche kriterien. schade, eigentlich interessantes thema.

bei thema UI design gibt es nicht nur schwarz (komplex) oder weiss (clean, einfach) , sondern viele zwischenstufen. entscheidend ist auch, wieviele funktionen man über die oberfläche bedienen können muss. deswegen ist es schon grotesk, hier eine website und photoshop in einen topf zu werfen.

ein ganz anderes kriterium als einfach oder komplex ist beim UI design entscheidend: orientierung (so sieht das z.B. auch stapelkamp)

so lange ich weiss, WO ich mich in einem UI befinde und WIE ich intuitiv an die weiteren funktionen komme, kann das UI auch ohne probleme komplex ausfallen. hierbei ein weiterer entscheidender faktor: konsistenz des UI.

deswegen funktioniert häufig krampfhafte vereinfachungen des UI bei anwendungen mit einer großen funktionsvielfalt nicht.

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Ruslan

Ein Kommentar, der länger und informativer als der ganze Artikel ist ;)

Entscheidend bei der UX ist doch, dass die Usecases erfüllt werden. Ein Tinder UI ist nicht ohne Grund minimalistischer als eine Webapplikation UI mit 300 Anwendungsfällen.

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Chrille

Dem kann ich mich nur anschließen, der Artikel vergleicht die klassischen Äpfel und Birnen...

Natürlich ist Photoshop toll, aber eben auch total erschlagend. Was ist, wenn der User unter ein Bild nur einen geraden, grünen Strich ziehen will? Dann könnte das minimalistische Paint genau die richtige Anwendung für ihn sein.
Es geht beim Userinterface immer um den Einsatzzweck. Was ist das Ziel der Anwendung/Webseite? Welche Herausforderung will der Anwender lösen? Wenn man das weiß, kann man entscheiden, wie aufgebläht die Usersicht wird.

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Anonymous
Anonymous

Was wir aber nicht wissen ist, wie erfolgreich Facebook wäre, wenn es NICHT so eine unübersichtliche UI hätte... ;)

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