Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Erfolgsfaktor Payment: Das sind die wichtigsten Fakten

Bricht ein Kunde in letzter Sekunde seine Bestellung im ab, ist meist das Zahlungsverfahren schuld. Oder besser gesagt, das nicht vorhandene Zahlungsverfahren. Welche entscheidenden Erfolgsfaktoren beim Thema Payment zu beachten sind, zeigt eine aktuelle Studie, deren Ergebnisse wir für euch zusammengefasst haben.

Erfolgsfaktor Payment: Das sind die wichtigsten Fakten

„Wenn der Kunde das Produkt wirklich will, dann kauft er es auch”. Die mit Abstand dümmste Bemerkung, die einem Online-Händler zum Thema Konversionsrate einfallen kann. Und trotzdem fällt dieser Satz immer wieder, wenn besorgte Online-Händler sich über die Anzahl der Kaufabbrüche in Ihrem Shop wundern. Korrekt müsste der Satz lauten: „Wenn der Kunde das Produkt wirklich will, dann kauft er es auch, aber eben woanders". Welche konkreten Faktoren für die erfolgreiche Zahlungsabwicklung in einem Online-Shop verantwortlich sind, wurde jetzt in der aktuellen Studie „Erfolgsfaktor Payment – Der Einfluss der Zahlungsverfahren auf Ihren Umsatz“ von ibi research an der Universität Regensburg untersucht.

Payment, ein Trauerspiel – zumindest wenn die passende Zahlungsart fehlt. (Titelbild: © Fantasista - Fotolia.com)

Payment: Acht Erfolgsfaktoren auf dem Weg zum Kunden

Die Ergebnisse, die im Rahmen der Studie gesammelt wurden, haben wir nachfolgend zusammengefasst, die Studie steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

  • Kauf auf Rechnung am beliebtesten: Bei allen Altersgruppen ist der Rechnungskauf mit rund 45 Prozent das beliebteste Zahlungsverfahren, dicht gefolgt von Kreditkarte (20 Prozent) und (19 Prozent).
  • Senkung der Kaufabbruchquote um knapp 80 Prozent mit Kauf auf Rechnung
  • Die meist genutzten Zahlungsarten des letzten Jahres: Dies sind Kreditkarte mit 74 Prozent und der Kauf auf Rechnung mit 71 Prozent.
  • Nutzungsfreundlichste Zahlungsverfahren: PayPal und Kreditkarte empfinden viele Kunden als die kundenfreundlichsten Zahlverfahren.
  • Die sichersten Zahlungsverfahren: Rechnung empfinden 61 Prozent der Kunden als sehr sicher,  gefolgt von PayPal (11 Prozent), Kreditkarte (8 Prozent) und Lastschrift (6 Prozent).
  • Zahlung per Vorkasse schreckt ab: Gibt es keine weitere Zahlungsweise, brechen 88 Prozent der Kunden den Kauf ab.
  • Gütesiegel hilft: Die Prüfsiegel von unabhängigen Institutionen senken die Kaufabbruchquote spürbar.
  • Vorkassequote mit Rabatten steigern: Ein Rabatt von 3 Prozent erzeugt einen größeren Anteil an Vorkassezahlungen.
Die am häufigsten genutzten Zahlungsverfahren (Bildmaterial: ibi research)

Weiterführende Links

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
6 Antworten
  1. von Heiko Fuhrmann am 11.03.2013 (17:51 Uhr)

    Mich würde mal interessieren, ob die Zahlen aus der Grafik in Deutschland erhoben wurden.
    Immer wieder sehe ich Statistiken, die zeigen, dass die Zahlung per Kreditkarte so beliebt sein soll.

    Ich habe einen ziemlich großen Bekanntenkreis. Viele davon sind routinierte Online-Shopper. Nur wenige davon haben jedoch eine Kreditkarte bzw. nutzen diesen für den Internet-Einkauf.
    Auch in den Shops die wir betreuen, gehört die Kreditkarte nicht ansatzweise zum präferierten Zahlungsmittel.

    Kann das jemand bestätigen?

    Deutschland ist mMn. einfach noch kein Kredikartenland.

    Antworten Teilen
  2. von Lorenz Rings am 11.03.2013 (18:25 Uhr)

    Da sind wir wieder bei "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.".
    Ich kann diese werte aus meinen Erfahrungen auch nicht bestätigen. Bei unseren Kunden (egal ob groß oder klein) überwiegt Lastschrift und PayPal.

    Die grafik im Artikel ist glaub auch nicht so richtig. Diese zeigt nur welche zahlungsmittel die nutzer im letzten jahr irgendwie mal verwendet haben. In der Studio steht es besser beschrieben.

    Antworten Teilen
  3. von proentry am 12.03.2013 (11:32 Uhr)

    Ich denke damit ist auch die Bezahlung per Paypal gemeint was wiederum über die Kreditkarte abgebucht werden kann.

    Antworten Teilen
  4. von NilsWinkler am 15.03.2013 (17:11 Uhr)

    Warum wohl ist der Kauf auf Rechnung am beliebtesten? Man darf vermuten, dass es sich für den Verbraucher in dem Augenblick schlicht um den einfachsten und schnellsten Weg zur Wunscherfüllung handelt. Allerdings verschiebt er den Aufwand so nur auf später. Irgendwann muss er die Rechnung gemeinsam mit einem ganzen Stapel in mühevoller Schreib- und Tipparbeit über das Home-Banking-System oder per Überweisungsträger begleichen.
    So richtig einfach und bequem ist noch keine der genannten Methoden. Hinzu kommt, dass nicht alle Arten auf allen Kanälen angeboten werden. Das stiftet zusätzliche Verwirrung. Die Zeit ist deshalb reif für eine Bezahlmethode, die auf allen Kanälen funktioniert: online, stationär und mobil und an der Ladenkasse.
    Ein Großteil der Verbraucher ist bereit, sich auf ein neues Zahlungsmittel einzulassen. Das bestätigt eine aktuelle TNS-Studie zum Mobile Payment. In Zeiten von Smartphones, Apps, Near-Field-Communication und QR-Code sollte es möglich sein, ihnen eine einfache Cross-Channel-Payment-Lösung zur Verfügung zu stellen. Und genau das tut Yapital.

    Antworten Teilen
  5. von Heiko Fuhrmann am 15.03.2013 (20:46 Uhr)

    Boar, wie ich Selbstbeweihräucherung in Blog-Kommentaren hasse! *würg*

    @NilsWinkler:
    Die meisten Deutschen zahlen nicht aus Bequemlichkeit per Rechnung, sondern weil sie dabei das sicherste Gefühl haben. Das einzige was sie dabei wirklich herausgeben müssen, ist ihre Anschrift. Bei allen anderen Zahlarten müssen sie mehr oder weniger sensible Daten übers Netz übertrage. Hinzu kommt ein weiterer Sicherheitsaspekt für den Käufer: erst die Ware, dann die Bezahlung. Und genau das kann halt nur Rechnung leisten.

    Außerdem ist die breite Masse einfach noch nicht bereit für NFC, QR und co. Daran wird auch ein Dienst wie „Yapital“, der noch nicht mal eine richtige Internetseite vorweisen kann, nichts ändern. ;-)

    Antworten Teilen
  6. von NilsWinkler am 18.03.2013 (14:39 Uhr)

    @Heiko Fuhrmann
    Sie haben recht. Die traditionelle Rechnung hat für den Käufer natürlich auch Vorteile. Nun geht es darum, diese Vorteile mit modernen Funktionen zu kombinieren, die ein bequemes und sicheres Bezahlen auf möglichst allen Kanälen ermöglichen - nicht nur, aber auch auf Rechnung. Untersuchungen zeigen, dass immer mehr Menschen offen für Alternativen sind, so zum Beispiel die erwähnte Studie von TNS Infratest „TNS mPayment Sonar“ (http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=886). Das heißt übrigens nicht automatisch, dass dabei sensible Daten übertragen werden müssen.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Online-Shop
Payment 2014: Der Treffpunkt für Leader im E-Commerce
Payment 2014: Der Treffpunkt für Leader im E-Commerce

Am 8. und 9. April findet in Frankfurt am Main zum neunten Mal die „Payment 2014“ statt. Hier dreht sich alles um Zahlungssysteme und Zahlungsprozesse. » weiterlesen

Boost für Nachwuchsprogrammierer: GitHub stellt Studenten 14 Tools und Dienste gratis zur Verfügung
Boost für Nachwuchsprogrammierer: GitHub stellt Studenten 14 Tools und Dienste gratis zur Verfügung

Zusammen mit verschiedenen Partnern bietet GitHub mit seinem Student Developer Pack ein Paket aus 14 Tools und Diensten zur kostenfreien Nutzung an. Das Angebot reicht von Cloud-Hosting über … » weiterlesen

Onlineshops: Klarna erfindet den Checkout neu
Onlineshops: Klarna erfindet den Checkout neu

Der Zahlungsanbieter Klarna bringt sein Produkt „Checkout“ nach Deutschland und stellt damit unauffällig den altvertrauten Checkout-Prozess auf den Kopf. Wir haben uns „Klarna Checkout“ für … » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 37 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen