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„Erzähl nichts von Airbnb“: Gäste beschweren sich, wenn Vermieter Stillschweigen verlangen

    „Erzähl nichts von Airbnb“: Gäste beschweren sich, wenn Vermieter Stillschweigen verlangen

(Foto: Marco Armborst/shutterstock.com)

Immer wieder bitten Vermieter weltweit ihre Gäste darum, dass sie gegenüber Nachbarn oder dem Pförtner Airbnb nicht erwähnen. Dies führt oft zu unangenehmen Situationen.

Wenn die Airbnb-Buchung mit einer Anleitung zum Schweigen kommt

Wer für die Weihnachtsfeiertage oder über den Jahreswechsel eine Unterkunft auf Airbnb gebucht hat, der ist dem Problem vielleicht gerade erst begegnet.

Gäste weltweit sehen sich in den unterschiedlichsten Situationen damit konfrontiert, dass ihre Airbnb-Gastgeber sie darum bitten, nichts von Airbnb zu erwähnen. Oft wird man gebeten, sich als langjähriger Freund oder Verwandter des Hosts vorzustellen, wenn man jemanden im Haus trifft.

Dabei wird von vielen Gästen ein Talent zur Schauspielerei verlangt, eine Situation, der sich nicht alle stellen wollen. In manchen Fällen bedeutet es für den Gastgeber gar, dass er die Wohnung selbst auch zwangsräumen muss, wenn seine Gäste irrtümlich ausplaudern, dass sie sich über Airbnb eingemietet haben.

(Foto: bebatut / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Wie Buzzfeed jetzt herausfand, betrifft das Problem viele User, egal ob diese in Washington DC, in Spanien, Hong Kong oder in San Francisco unterkommen wollen. Bei zahlreichen auf Airbnb geposteten Wohnungen wird im öffentlichen Beschreibungstext schon angeführt, dass man während des Aufenthalts nichts über die Buchungsplattform sagen soll.

Andere Hosts kommunizieren die Bitte erst nach der Buchung, zukünftige Gäste können dann nicht vor der Buchung entscheiden, ob sie dem überhaupt zustimmen wollen.

Auf Anfrage teilte ein Airbnb-Sprecher Buzzfeed mit, dass Bitten um Verschwiegenheit seiner Erfahrung nach nur in wenigen Fällen vorkämen.

(Foto: tommypjr / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Illegal oder ungewünscht? Airbnb-Gäste verunsichert

In New York ist Airbnb mittlerweile illegal und auch in der Heimatstadt der Plattform, in San Francisco, ist das Vermieten der eigenen Wohnung nur sehr eingeschränkt möglich. Auch das Hosten eines Airbnb-Gastes in Berlin ist seit Anfang des Jahres mit verschärften Auflagen verbunden. Nachbarn haben außerdem mittlerweile die Möglichkeit, Probleme mit einer vermieteten Wohnung direkt an die Plattform zu melden.

Wer sich dafür eine Lösung vorstellen kann oder wer andere Verbesserungswünsche hat, der darf sich freuen: Airbnb-CEO Brian Chesky fragte am Sonntag auf Twitter, was sich Nutzer der Plattform für das nächste Jahr wünschen.

In diesem Kontext auch interessant: „Flights“: Airbnb soll an Tool zum Flüge-Buchen arbeiten.

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2 Reaktionen
Felipe
Felipe

In vielen Wohnanlagen gibt es pauschale Betriebskostenabrechnung, wo der Aufteilunsschlüssel für Abfall, Reinigung von Stiege, Heizung, Kanalgebühren und teilweise auch der Wasserverbrauch nach der offiziell gemeldeten Personenzahl festgelegt wird. D.h. viele AirBNB-Anbieter besch***en nicht nur den Staat und den ehrlichen Steuerzahler, sondern auch ihr direktes Umfeld. Nachdem mir verboten wurde, den Koffer die Stiege hochzutragen, ohne vorher zu prüfen ob Nachbarn mich dabei beobachten könnten, buche ich NIE WIEDER bei AirBNB. Man fühlt sich in solchen Häusern nicht als Gast, sondern als Verbrecher bzw. bestenfalls als Geduldeter.

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Tina Cogin
Tina Cogin

Nun, solche "Anleitungen" zeigen zweierlei:
1.) dass beim Vermieter zumindest ein grundlegendes Unrechtsbewußtsein in Bezug auf seine (Unter-)Vermietung via AirBnB vorhanden ist. In solchen Fällen wird entweder bewußt eine verbotene Untervermietung der selbst genutzten Wohnung vorgenommen, oder die Wohnung ist extra zum Zwecke der gewerblichen (Unter-)Vermietung angemietet oder gekauft worden. In jedem Fall soll durch die Schweigeanleitung etwas verschleiert werden, und in jedem Fall fürchten solche Vermieter die Reaktion der Nachbarn/Miteigentümer. Ob die für die Gewinne fälligen Steuern abgeführt werden, ist dann noch eine weitere Frage, die aber die jeweilige Steuerfahndung zu klären hat.
Daraus folgt aber logischerweise
2.) dass AirBnB nur in Ausnahmefällen etwas mit echter "Share Economy" zu tun hat. Was einst mit "Couch-Surfing" etc. als kluges Modell gestartet ist, wurde von windigen Glücksrittern zu einem Modell der Geldwäsche und Steuerhinterziehung pervertiert.

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