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eSIM: Ab 2016 soll es losgehen – die Telekom macht mit

eSIM: Ab 2016 soll es losgehen – die Telekom macht mit

Überraschung am Freitag: Nachdem die beiden Technikriesen Apple und Samsung sich für die eSIM, auch bekannt als Embedded-SIM, ausgesprochen haben, meldet sich mit der Telekom einer der größten deutschen Netzbetreiber zu Wort und zeigt sich interessiert. So interessiert, dass das Unternehmen schon ab 2016 durchstarten will, sofern der Standard final ist.

eSIM: Ab 2016 soll es losgehen – die Telekom macht mit

(Foto: smjbk / flickr.com, Lizenz:CC-BY )

eSIM: Neuer Standard soll 2016 fertig sein

Mit einer Embedded SIM wird das leidige Auswechseln von SIM-Karten oder die Frage danach, ob die eigene SIM-Karte in das neue Smartphone passt, der Vergangenheit angehören, denn eSIMs sind fester Bestandteil der Hardware. Um von einem Netzbetreiber zum anderen zu wechseln, ist kein fummeliger Austausch einer SIM-Kate mehr nötig – alles läuft per Softwarefreigabe via Netzbetreiber.

Als eSIM-Vorreiter kann Apple betrachtet werden: Das Unternehmen mit seinem Hauptsitz in Cupertino stattet einige seiner Cellular-iPads mit solchen eSIMs – Apple nennt sie natürlich Apple SIM – aus. Aber auch Samsung bietet seine neue Smartwatch Gear S2 optional mit eSIM an (nur nicht in Europa). Dei beiden Unternehmen sind unter anderem daran interessiert, die klassischen SIM-Karten zu ersetzen. Daher arbeitet man zusammen mit der Mobilfunkbetreibervereinigung GSMA an einer Standardisierung der eSIM, die im nächsten Jahr abgeschlossen sein soll.

(Bild: Deutsche Telekom)
Die Deutsche Telekom will bei der Einführung der eSIM ganz vorn dabei sein. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Telekom hat keine Angst vor der eSIM

Bislang wurde spekuliert, dass insbesondere die Netzbetreiber kein Interesse an einer solchen Lösung hätten, da sie mit der klassischen SIM-Karte eine größere Kontrolle über den Kunden hätten. Mit einer eSIM würden Mobilfunkanbieter austauschbar, da der Wechsel vom einem zum anderen Tarif und Netzbetreiber viel flexibler ablaufen könnte. Diesem Horrorszenario scheint die Telekom aber ganz entspannt entgegenzusehen – in einem Blogpost spricht der Konzern sich explizit für die Zukunftstechnologie aus.

Das Thema der größeren Flexibilität kommt in dem Blogbeitrag zwar zur Sprache, im Kontext des Telekom-Artikels geht es aber mehr um die flexiblere Möglichkeit, neue Geräte zu Verträgen hinzuzufügen. Es wundert natürlich nicht, dass die Telekom den Aspekt der möglichen Austauschbarkeit der Provider außen vor lässt, auf der anderen Seite bleibt ohnehin abzuwarten, ob die Telekom mit der Einführung der eSIM ihre Vertragsstrukturen ändert. Schließlich beträgt die Vertragslaufzeit bei vielen Verträgen noch 24 Monate – und daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Wie sich das Ganze in der Zukunft entwickelt, ist natürlich eine andere Frage.

Auch lesenswert: Warum die eSim von Apple und Samsung eine Katastrophe für Nutzer und Netzbetreiber ist [Kommentar]

via www.smartdroid.de

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2 Antworten
  1. von Hoffentlich setzt es sich schnell durch am 13.11.2015 (17:34 Uhr)

    Interessant wären Tarife am Flughafen einzukaufen per QR-Code.

    Geht Multi-SIM ? dann könnte man den Wochen-End-Helpdesk-Mitarbeiter eein Handy unter der Help-Nummer aktivieren.
    Oder 0800-UBER immer auf das passende Uber-Fahrer handy routen oder 0800-Versicherung oder 0800-Pizza-Dienst jeweils auf die aktiven Mitabeiter. Genau dafür bezahlt man die Mobilfunk-Konzerne doch: Um Anrufer und Angerufenen zu connecten. Dank TotalIP-Netz inzwischen auch für Telefon sollte sowas selbstverständlich sein.
    Gleiches z.b. wenn eine Filiale Karneval feiert was in vielen Gegenden unüblich ist. Schwupp werden alle Calls an 0800-Eisenbahn oder 0800-ÖPNV woanders hin geroutet...

    Aber die wichtigste Info ist immer noch: Geht damit Multi-Sim um Firmen-Nummer und Privat-Nummer am gleichen Handy gleichzeitig nutzen zu können ? Dafür bräuchte Android bessere Programmierung und iOS sowas wie ein Multi-Personality-Management um Firmenkontakte und Privat-Kontakte und Fußball_Verein-Kontakte und Freiwillige Feuerwehr-Kontakte usw. wie Kreise bei Google+-Circles separiert voneinander halten zu können. Auch um Infektions-Ketten und Daten-Absaugung durch Bring-Ya-Own-Device zu verhindern...

    Die Dienste freuen sich schon. Das ist ja als ob man mit seiner MAC-Adresse ins Internet gehen würde um (wie bei IP-V6 vorgesehen) immer und überall erkennbar zu sein. Nur Apple ist ehrbar und macht bei MAC-Track nicht mit damit Tim Cooks iWatch oder sein iPhone in der Menge nicht anhand der Mac-Adresse erkannt werden können. Prominente ohne iPhone sind hingegen offen trackbar.

    Ich bin zwar auch dafür, in jedem Gerät mindestens eine innere und externe (also hot-swappable) Micro-SD-Karte nutzen zu können, aber SIM-Karten wechseln nervt schon und weil die Geräte immer kleiner werden oder wegen Schweiß oder Wetter Feuchtigkeits-Resistent sein sollen, macht die Entfernung der SIM-Karte deutlich Sinn.
    Interessant wären eSIMs die man (dann auf ewig) in alte SIM-Karten-Slots steckt und per APP beschreibt oder halt in einem Mobilfunk-Store mit den aktuellen Tarifen befüllt.

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  2. von Rudi Sammel am 15.11.2015 (10:47 Uhr)

    Das gibt es in Japan schon seit etwa 20 Jahren.

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