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Digitale Wirtschaft

Von AOL bis Salesforce: Diese 30 US-Firmen sollen EU-Datenschutzabkommen verletzen

    Von AOL bis Salesforce: Diese 30 US-Firmen sollen EU-Datenschutzabkommen verletzen

Safe-Harbor-Prinzipien verletzt? (Foto: MPD01605 / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation wirft 30 US-Unternehmen vor, gegen das Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA zu verstoßen. Sie fordert die amerikanische Bundeshandelskommission dazu auf, die Vorwürfe zu untersuchen.

Auch bekannte Unternehmen wie Adobe, AOL oder Salesforce sollen gegen das Safe-Harbor-Abkommen zwischen  EU und den USA verstoßen haben. (Foto: MPD01605 / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
Auch bekannte Unternehmen wie Adobe, AOL oder Salesforce sollen gegen das Safe-Harbor-Abkommen zwischen EU und den USA verstoßen haben. (Foto: MPD01605 / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

CDD: 30 US-Firmen verstoßen gegen das Safe-Harbor-Abkommen

Das Center for Digital Democracy (CDD), eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation mit starkem Privatsphärefokus, wirft 30 US-Unternehmen Verstöße gegen das sogenannte Safe-Harbor-Abkommen vor. Die Organisation verlangt eine Untersuchung durch die dafür zuständige Federal Trade Commission. Laut CDD-Chef Jeff Chester würden die Firmen ihre Versprechen gegenüber Europa brechen und entgegen der Absprache zwischen EU und USA Daten von Europäern in gemeinsame Datenbanken einspeisen und auswerten.

Das Safe-Harbor-Abkommen ist ein Verfahren, das es US-amerikanischen Unternehmen erlaubt, Nutzerdaten von EU-Bürgern innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika zu speichern und zu verarbeiten. Nach EU-Recht ist es grundsätzlich verboten, personenbezogene Daten aus EU-Mitgliedsstaaten in Staaten zu übertragen, deren Datenschutzrecht nicht dasselbe Niveau wie in der Europäischen Union aufweist. Das Safe-Harbor-System bildet eine Ausnahme für amerikanische Firmen, die sich in eine spezielle Liste des US-Handelsministeriums eintragen lassen und sich damit zur Einhaltung besonderer Datenschutzrichtlinien verpflichten.

Safe-Harbor-Abkommen ignoriert? Auf der Liste des CDD befinden sich Firmen wie AOL, Adobe oder Salesforce

Zu den 30 Firmen, die sich nach Recherchen des CDD nicht an die vereinbarten Datenschutzrichtlinien im Bezug auf Daten aus der EU halten, gehören AOL, Adobe und Salesforce. Außerdem finden sich dort Unternehmen wie Acxiom, Adara Media, Adometry, Alterian, AppNexus, Bizo, BlueKai, Criteo, Datalogix, DataXu, EveryScreen Media, ExactTarget, Gigya, HasOffers, Jumptap, Lithium, Lotame, Marketo, MediaMath, Merkle, Neustar, PubMatic, SDL, SpredFast, Sprinklr, Turn und Xaxis.

Das CDD fordert die Federal Trade Commission dringend auf, den Anschuldigungen nachzugehen. Die Organisation weist darauf hin, dass die fundamentalen Datenschutzrechte von 500 Millionen Europäern ignoriert wurden. Eine offizielle Untersuchung wird zeigen müssen, ob die Vorwürfe gerechtfertigt sind. Sollten sie sich jedoch bewahrheiten, bleibt zu hoffen, dass die US-Behörden und die Europäische Kommission entsprechend darauf reagieren werden.

via techcrunch.com

2 Reaktionen
Johannes
Johannes

"Diese 30 US-Firmen sollen EU-Datenschutzabkommen verletzen" - finde ich nicht, dass die Firmen das sollen.
(Für alle FB-Nutzer: [Satire])

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Hurtig Paul
Hurtig Paul

Es würde den Bock zum Gärtner machen, von Stellen in den VSA zu verlangen, dortige Regelverstöße gegen den EU-Datenschutz zu verfolgen.
Ansonsten ist der Hinweis allerdings wichtig, dass die IT-Firmen in Amerika die EU-Regeln nicht befolgen wollen oder dürfen. Ich selbst vermeide diese Konzerne ohnehin wo immer möglich, da ich beim Konsumieren ein angenehmes Gefühl haben möchte und nich mich ärgern will.

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