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Startups

Europas schnellstwachsende Startups: 4 Tech-Unternehmen, die alles richtig machen

    Europas schnellstwachsende Startups: 4 Tech-Unternehmen, die alles richtig machen

(Grafik: Shutterstock)

Erfolgreiche Startups kommen aus dem Valley? Von wegen. Mit Festicket, Uplike, Freespee und Packlink zeigen vier der schnellstwachsenden Startups Europas, dass sich auch hier mit der richtigen Idee einiges auf die Beine stellen lässt.

Europas schnellstwachsende Startups: Die Gründer, die Ideen und ihre Zukunftsperspektiven

Europas Selbstbewusstsein wächst. Auch wenn das Startup-Mekka für viele nach wie vor das Silicon Valley ist, hat sich in vielen Ländern eine aufstrebende Gründer-Szene etabliert. Und immer wieder schaffen junge Unternehmen auch hier das, wovon so viele träumen: den Exit.

Auch auf der The Next Web Conference in Amsterdam sind es vor allem europäische Startups, die sich präsentieren, die pitchen und versuchen, auf sich aufmerksam zu machen – darunter etliche mit Potenzial und einige, die den Sprung auf den Markt schon hinter sich haben. Vier davon – einige der schnellstwachsenden Startups Europas – stellen wir euch vor.

Festicket: Booking für Festival-Gänger

Gehört zu Europas schnellstwachsenden Startups: Festicket. (Screenshot: Festicket)
Gehört zu Europas schnellstwachsenden Startups: Festicket. (Screenshot: Festicket)

Noch eine Booking-Plattform? Wirklich? Doch, seit April 2011 arbeiten die Gründer Jonathan Younes, Zack Sabban und Jerome Elfassy in London genau daran: einer Ticket-Vermittlung für Festivals. Der Auslöser: Sie wollten zum Coachella-Festival – ein Trip, der einige Fragen aufwarf: Campen oder Hotel? Oder doch ein Hostel? Und wenn ja: welches? Und welches Ticket buchen wir?

„Ich war Banker, ein 9-to-5-Job mit viel Freizeit. Das hat sich radikal geändert. Heute habe ich das Gegenteil.“

Zum Coachella-Festival haben es die drei nicht geschafft. Doch ihre Fragen haben zur Gründung von Festicket geführt. Die letzten vier Jahre: eine Erfolgsgeschichte. Das Portal ist keine reine Booking-Plattform geworden, sondern eine Festival-Community mit einer Million Nutzern. Und die können hier nicht nur Gleichgesinnte finden, sondern vom Einzelticket bis zum Rundumsorglos-Paket alles buchen, was Festival-Gänger brauchen – für 350 Veranstaltungen. Dazu bieten sie mit ihrem „Magazine“ genannten Blog Hintergrundinfos und Geschichten rund um Europas wichtigste Festivals.

Für ihre Idee haben die Gründer denn auch namhafte Investoren gefunden – unter anderem Wellington Partners, PROfounders Capital, Kima Ventures, Windcrest Partners, #1 Seed, Playfair Capital, Jacques-Antoine Granjon oder Ilan Abehassera. Eine der größten Hürden für Zack Sabban? Die Kommunikation im Team. Doch auch sein Privatleben hat das Startup ordentlich umgekrempelt: „Ich war Banker, das war ein ganz normaler 9-to-5-Job mit extrem viel Freizeit. Das hat sich radikal geändert. Heute habe ich das Gegenteil – und da braucht es eine Familie, die das mitmacht.“

Uplike: Share what you like

(Screenshot: Uplike)
(Screenshot: Uplike)

Aus der französischen Hauptstadt ist Emmanuel Francoise nach Amsterdam gekommen. Mit Uplike hat der Franzose eine Social-App entwickelt, mit der sich Inhalte einfach mit anderen teilen lassen. Klingt erst einmal auch nicht nach einer revolutionären Idee – doch der Erfolg gibt ihm Recht, mittlerweile expandiert Uplike kräftig und hat gerade erst ein Büro in Tokyo eröffnet.

„Du musst Mitarbeiter finden, die das Produkt lieben, die eine Leidenschaft dafür haben.“

Und auch, was die Nutzerzahlen angeht, kann sich das Projekt sehen lassen. 2,3 Millionen User nutzen Uplike heute, ein Wachstum, das jedoch auch Schwierigkeiten mitbringt, wie Francoise zugibt: „Du musst Mitarbeiter finden, die das Produkt lieben, die eine Leidenschaft dafür haben,“ sagt er. „Ansonsten wird es nicht funktionieren.“ Seine Zukunftsaussichten? Noch verschwommen. „Wir sind extrem abhängig davon, wie sich der Gerätemarkt in den kommenden Jahren entwickeln wird. Neue Gadgets wie Smartwatches zum Beispiel sind für uns sehr interessant – da bin ich gespannt, was uns in den nächsten Jahren noch alles erwartet.“

The Next Web: Die Tech-Welt trifft sich in Amsterdam

(Foto: t3n)

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Freespee: Aus Telefonaten werden Daten

(Screenshot: Freespee)
(Screenshot: Freespee)

Mit Freespee gehört auch ein schwedisches Startup zu den Überfliegern der letzten Jahre. Die Software-as-a-Service-Plattform aus Upsala verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz: Sie übersetzt Sprache in Daten. So sollen Anrufe aufgezeichnet, analysiert und ausgewertet werden können, für den Kundenservice etwa im E-Commerce-Bereich offensichtlich eine Idee mit Potenzial, doch auch für das Marketing ist Freespee eine Bereicherung.

„Wir haben immer wieder brillante Köpfe eingestellt, aber viele davon waren zu bequem. Das hat nicht funktioniert.“

Gründer Carl Holmquist blickt auf einige erfolgreiche Jahre zurück. So konnte sein Startup vor gut zwei Jahren 3,3 Millionen Euro von Sunstone Capital einsammeln, nachdem in drei Finanzierungsrunden schon sieben Millionen US-Dollar in das Unternehmen geflossen waren. Inzwischen hat das Unternehmen sein Hauptquartier nach London verlegt und auch in Paris ein Büro eröffnet. Doch einfach war dieser Weg nicht immer, sagt Holmquist: „Eine Hürde waren die richtigen Mitarbeiter. Die ersten zehn sind einfach, das sind Freunde, Bekannte, Empfehlungen. Aber danach wird es richtig hart, die perfekten Leute zu finden. Wir haben immer wieder brillante Köpfe eingestellt, aber viele davon waren zu bequem. Das hat nicht funktioniert.“ Doch heute läuft der Laden – auch aufgrund einer Prämisse des Schweden: „Extrem wichtig für uns ist Transparenz. Wir verschicken zum Beispiel eine wöchentliche Status-Mail – und in der stehen nicht nur die Erfolgsgeschichten.“

Packlink: Hilfe beim Paketversand

(Screenshot: Packlink)
(Screenshot: Packlink)

Ein Startup aus dem Versandbereich, das zu den schnellstwachsenden Startups Europas gehört, ist Packlink. Das 2011 in Madrid gegründete Unternehmen betreibt eine Vergleichs- und Buchungs-Plattform für den Paketversand. Die Gründer Ben Askew-Renaut und Javier Bravo haben damit offenbar einen Nerv getroffen: Etliche Finanzierungsrunden haben ihnen unter anderem knapp elf Millionen US-Dollar Starthilfe sowie eine Neun-Millionen-Dollar-Series-B-Finanzierung von Active Venture Partners und Accel Partners  eingebracht.

„Gerade bei den Schlüsselpositionen ist es wichtig, nicht daneben zu greifen. Sonst leidet die Firmenkultur.“

Inzwischen hat Packlink erfolgreich die Internationalisierung begonnen und ist mit Ablegern auch auf dem heiß umkämpften deutschen Markt, in Frankreich und Italien aktiv. In weniger als einem Jahr ist das Team von Packlink von 20 auf 120 Mitarbeiter gewachsen, was auch für Askew-Renaut nicht immer einfach war: „Da ist es gerade bei den Schlüsselpositionen wichtig, nicht daneben zu greifen. Und wenn man das doch mal tut, ist es noch wichtiger, schnelle Entscheidungen zu treffen. Sonst leidet die Firmenkultur.“

European Tech 5: Die spannendsten Startups Europas

Festicket, Uplike, Freespee und Packlink sind nur vier Beispiele für die wachsende Startup-Szene Europas. Doch beim Wettbewerb „European Tech 5“, den The Next Web jedes Jahr ausruft, finden sich auch noch etliche andere spannende Gründungen. Ein Blick auf das übrige Teilnehmerfeld lohnt also – genauso wie ein Blick auf Europas Startup-Landkarte.

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2 Reaktionen
Kevin
Kevin

Hinweis: Der Link zu Packlink verweist auf 404.
Schöner Artikel!

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Florian Blaschke

Tatsache. Danke für den Hinweis, ist geändert!

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