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E-Commerce

Evil-Commerce-Studie: Der E-Commerce zerstört unsere Innenstädte? Von wegen!

    Evil-Commerce-Studie: Der E-Commerce zerstört unsere Innenstädte? Von wegen!

Evil Commerce. (Foto: Todd / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Eine neue Studie setzt sich mit populären Thesen zum E-Commerce auseinander. Ihr Befund: Weit verbreitete Meinungen wie die Ansicht, dass der E-Commerce unsere Innenstädte zerstört, widersprechen der Datenlage.

E-Commerce: Populäre Thesen zum Online-Handel auf dem Prüfstand

Zwischen den öffentlich geäußerten Meinungen zum E-Commerce und seinem enormen Erfolg besteht eine gewisse Diskrepanz. Nicht selten wird der Onlinehandel beispielsweise als umweltschädlich bezeichnet oder sogar für das Ende des innerstädtischen Handels verantwortlich gemacht. Aber stimmen diese Thesen? Die E-Commerce-Experten Prof. Dr. Holger Schneider, Alexander Graf und Sönke Iwers wollen dem in einer aktuellen Studie mit dem Titel „Evil Commerce“ auf den Grund gehen.

Eine der Thesen, die von den Autoren aufgegriffen wird, ist die Behauptung, dass vornehmlich die jüngeren Generationen dem Online-Einkauf frönen. In der Altersgruppe der 14- bis 50-Jährigen sind 95 Prozent beim Online-Shopping aktiv. In der Gruppe der 50- 59-Jährigen sind es aber immerhin noch 77,6 Prozent. Erst in der Gruppe über 60 sinkt der Anteil der Netz-Shopper auf knapp 40 Prozent ab. Allerdings, so die Autoren der Studie, werden noch längst nicht alle Produkte über das Internet gekauft. Dabei geht es vor allem um beratungsintensive Produktgruppen wie Möbel. Doch auch hier soll sich ein Trend hin in Richtung E-Commerce abzeichnen.

Evil Commerce: Die Ergebnisse der E-Commerce-Studie im Überblick. (Screenshot: etailment)
Evil Commerce: Die Ergebnisse der E-Commerce-Studie im Überblick. (Screenshot: etailment)

Evil Commerce: Macht der E-Commerce unsere Innenstädte kaputt?

Wie sieht es mit der eingangs erwähnten These aus, nach der die deutschen Innenstädte beziehungsweise die dort befindlichen Läden durch den Online-Handel zerstört werden? Dieser Aussage erteilen die Autoren eine klare Absage. Ihrer Meinung nach gibt es dafür keine verwertbaren Beweise. Stattdessen verweisen sie auf einen zwölfprozentigen Anstieg der Verkaufsflächen in Deutschland der zwischen 2000 und 2010 stattfand und mit einer Senkung der Flächenproduktivität von 19,4 Prozent einherging. Das Flächenwachstum, so die Studie, soll vornehmlich auf der sogenannten „Grünen Wiese“ beziehungsweise in Einkaufszentren stattgefunden haben.

Auch die Behauptung, der Onlinehandel sei umweltschädlich, wollen die Autoren nicht gelten lassen. Dabei weisen sie allerdings auch darauf hin, dass es schlicht kein aussagekräftiges Datenmaterial dazu gäbe. Langfristig sollen aber sparsamere Transportfahrzeuge und eine höhere Grundauslastung eher gegen die These sprechen. Der These, dass der Onlinehandel zum Verlust von Arbeitsplätzen führt, wird in „Evil Commerce“ jedoch nicht widersprochen. Amerikanische Studien sollen klar belegen, dass der Umsatz pro Mitarbeiter im stationären Handel deutlich geringer ist als beim Onlinhandel. Zwar nimmt die Zahl der Lager- und Transportarbeiter zu, doch auch in der Logistikbranche führt der technische Fortschritt zunehmend zu Effizienzgewinnen.

via etailment.de

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