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Marketing

Expertentexte für Content Marketing: Startup vermarktet kostenloses Fachwissen

    Expertentexte für Content Marketing: Startup vermarktet kostenloses Fachwissen
Online ist nicht wie Print. Leser möchten kurze und präzise Texte anstatt seitenlange Kolumnen. (Quelle: ©iStockphoto.com/okeyphotos)

Das Startup Expertentexte will Blogger und Journalisten mit Fachtexten versorgen, die einen eindeutigen Mehrwert bieten, statt mit nichtssagenden Marketingtexten. Die Experten, die für das Portal schreiben, sollen so die Möglichkeit erhalten in eigener Sache Werbung zu betreiben.

Journalisten und Blogger sind oft auf der Suche nach einem Experten zu einem bestimmten Thema. Sei es für ein Interview, für Hintergrundrecherchen oder gleich für einen Gastartikel. Für den jeweiligen Experten bietet sich in diesem Rahmen meist die Möglichkeit im gleichen Atemzug etwas PR in eigener Sache zu betreiben. Wird zum Beispiel ein Rechtsanwalt zum Thema „Abmahnung“ befragt und zitiert, nimmt ein betroffener Leser den befragten Anwalt als Experten war und entscheidet sich womöglich seinen Fall von diesem Anwalt vertreten zu lassen. An diesem Punkt setzt das Konzept von Expertentexe.de ein: Dort können Experten Texte einstellen, die für eine redaktionelle Veröffentlichung bestimmt sind. Das Startup will dann für die weitere Verbreitung sorgen.

Expertentexte vermarktet Fachwissen (Screenshot: Expertentexte)
Expertentexte vermarktet Fachwissen
(Titelbild: ©iStockphoto.com/okeyphotos Screenshot: Expertentexte)

Das Angebot von Expertentexte im Detail

Das Startup „Expertentexte.de“ veröffentlicht die Texte nicht ungeprüft, laut der Beschreibung werden alle Veröffentlichungen auf inhaltliche Aspekte und Rechtschreibung geprüft. Inwiefern eine redaktionelle Überarbeitung erfolgt, wird leider nicht weiter ausgeführt. Experten können als zusätzliche Dienstleistung die Verbreitung der Texte auf kostenlosen Presseportalen, Suchmaschinen-Optimierung und eine Darstellung des Expertenprofils auf „Expertentexte.de“ buchen. Weiter bietet der Content-Vermarkter Expertentexte an die eingestellten Inhalte personalisiert an Journalisten weiterzuleiten, oder den Experten persönlich an Pressevertreter weiterzuempfehlen.

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Konditionen für „Experten“

Die Veröffentlichung eines Expertentextes im Portal des Startups ist grundsätzlich kostenlos, zusätzliche Servicepakete sind gegen Aufpreis erhältlich.

Expertentexte bietet drei Vermarktungssarten an. (Screenshot: Expertentexte)
Expertentexte bietet drei Vermarktungssarten an. (Screenshot: Expertentexte)

Fazit: Voll im Trend des Content Marketing?

Content-Marketing ist in aller Munde, und guter Content wird auch gerne vervielfältigt und verbreitet. Ich habe an anderer Stelle schon geschrieben dass es wichtig ist Inhalte zu verbreiten, die für die eigenen Zielgruppe auch wirklich interessant sind. Insofern ist es eine sinnstiftende Idee, interessante Inhalte zu bündeln und ein Recherche-Instrument zu bieten. Die Idee des Startups finde ich grundsätzlich gut, der Erfolg wird meiner Meinung nach von zwei wesentlichen Faktoren abhängen: Zum einen von der redaktionellen Auswahl und Verarbeitung der angebotenen Expertentexte und zum anderen von der Vielfalt des Angebots. Letzteres ist leider noch sehr überschaubar: Die Themenbereiche Finanzen & Steuern, Haus & Garten, Medizin & Gesundheit, Umwelt & Energie scheinen bisher nur elf Einträge zu enthalten.

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4 Reaktionen
Rico
Rico

@ursa: Es ist einem Artikelverzeichnis nicht unähnlich, jedoch mit 2 entscheidenen Unterschieden: Die Texte sollten von einem Experten zu einem aktuellen Thema geschrieben sein und die Texte sind ganz offiziell zur weiteren Veröffentlichung freigegeben. Zudem wird über die Zuzahlung eine hohe Reichweite generiert. Für 150 Euro einen Presse-/Expertentext individualisiert an Journalisten zu mailen, das bietet keine PR-Agentur. Es ist quasi günstige PR mit Mehrwert-Themen. Wenn es eine Änderung im Steuerrecht für Familien gibt, dann freut sich die Zeitung über einen schnellen Text mit dem Titel "Steuerrecht für Familien: Das ändert sich im Juni" und der Rechtsanwalt hat mit 150 Euro die günstigste PR-Aktion seines Lebens gehabt ;) Es ist also eine Win-Win-Situation. Artikelverzeichnisse hängen lose im Web rum - hier steht eine PR-Agentur hinter der Seite die die Texte gezielt weiter verbreiten kann. Letzlich ist es ein Versuch wie das ganze ankommt und auch was Google zu dem Portal sagt...

@Dominik: Die Experten werden von uns zumindest dahingehend überprüft dass sie einen offiziellen Abschluss oder deutliche Berufserfahrung im jeweiligen Bereich vorweisen müssen. Jemand der sich "für etwas interessiert" geht also nicht als Experte durch. Jemand der 20 Jahre im Vertrieb gearbeitet hat, darf sich Vertriebsexperte nennen, wer eine Ballon-Firma betreibt darf sich Ballon-Experte nennen und ein Anwalt für Erbrecht darf Fachtexte zu Erbschaftsangelegenheiten einreichen :)

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Dominik Habichtsberg
Dominik Habichtsberg

Ich denke da steckt sicherlich eine gute Idee hinter, die jedoch leider nicht vernünftig verständlich kommuniziert wird.
Gerade bei der gewählten Form der angestrebten Monetarisierung ist Zündstoff bei unverständlicher Kommunikation um so leichter provoziert.
"Mein Wissen preis geben, dafür auch noch Geld zahlen? Ich gebe mein Wissen gerne preis, vor allem denjenigen die mich fragen - aber ich sehe es nicht ein Geld dafür bezahlen zu müssen."

Wenn ich mein Wissen Preis geben wollte, dann könnte ich das auch auf einem eigenen Blog tun ... mit der Zeit würde sich dort auch genug Content zusammen sammeln und für das ein oder andere Thema landet man erfahrungsgemäß auch ohne Hardcore-SEO ein gutes Ranking.

Darüber hinaus: Wie unterscheidet ihr zwischen Experten & Selbsternannten Experten?
Beispiel: Ich habe ein immenses Interesse an Psychologie - würde zu einigen Dingen gerne meinen Senf abgeben ... tue es jedoch nicht, da gewisse Ansagen meinerseits ziemlich krass wären und ich das ganze nur als Hobby nebenbei betreibe. Das gilt für mich, nicht jedoch für andere.

Ich bin Leuten begegnet, die "Ahnung" von einer Materie haben wollten wo man ab dem ersten Wort nur hörte, dass es gefährliches Halbwissen war ... und die besten Bemühungen dieses Halbwissen mit fachlicher Kompetenz aufzubessern wurden mit Aussagen wie "Das stimmt nicht, das müssen Sie noch einmal nachschauen... ich kann Ihnen das zeigen" ... Das typische "Mein Kaffeebecherhalter an meinem PC ist schon wieder kaputt"-Phänomen etc.

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Jochen G. Fuchs

@Ursaberlin
Falls jetzt Artikelportale im Sinne von Linkbuilding gemeint sind, dann würde ich jetzt nein sagen. Selbst der Backlink zum Experten ist ja offensichtlich freiwillig. Da die Artikel ja redaktionell verwertet werden sollen, würde in der Realität auch keine komplette Artikelübernahme passieren. Wäre ja null journalistische Eigenleistung.

Ich seh das eher als Alternative zu einem OTS / Presseportal mit der Besonderheit das die Texte einen konkreten Nutzwert aufweisen. Und Texte mit Nutzwert auf Presseportalen sind sonst eher.. Naja :D

Aber wie oben schon gesagt „.. der Erfolg wird meiner Meinung nach von zwei wesentlichen Faktoren abhängen: Zum einen von der redaktionellen Auswahl und Verarbeitung der angebotenen Expertentexte und zum anderen von der Vielfalt des Angebots.“

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ursaberlin
ursaberlin

Übersehe ich gerade etwas? Das Ding sieht für mich wie das x-te Artikelverzeichnis aus.

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