F-Commerce: Kleine Unternehmen und Privatpersonen dominieren den Markt
Viele sind vom F-Commerce enttäuscht: Es scheint, als wollen Nutzer bei Facebook einfach nur Menschen treffen und nicht auch noch dort einkaufen. Doch nach anfänglichem Zögern nehme die Bereitschaft, über Facebook zu kaufen, nun zu – vor allem seit dem Weihnachtsgeschäft, erklären die Macher von Ecwid. Das Startup bietet ein Shopping-Widget, das User sowohl in ihre Blogs und Websites als auch in Facebook-Pages einbauen können.
Vor wenigen Tagen hat das Team einen großen Coup gelandet: Der Software-Hersteller Intuit hat Ecwids größten Mitbewerber Payvment samt Team und Technologie übernommen, die rund 200.000 Kunden sind dabei an Ecwid übergegangen. Wir haben die Macher auf dem Parallels Summit in Las Vegas getroffen und den Marketing-Chef Sridhar Nagarajan zum Thema F-Commerce befragt.
Menschen scheinen nicht so interessiert am Facebook-Shopping zu sein, wie erwartet. Ist überhaupt Potential vorhanden?
Die Daten, die Ecwid vor allem im letzten Quartal gesammelt hat, zeigen auf, dass das so nicht stimmt. Die Zahlen machen deutlich, dass es in den letzten 12 Monaten ein kräftiges Wachstum im F-Commerce gab, allein im letzten Quartal sind die Verkäufe über Facebook Stores um 64 % gestiegen. Käufe aufgrund von Facebook Empfehlungs-Links sind während der Feiertage 2012 ebenfalls stark angestiegen und machten bis zu 8,5% des gesamten E-Commerce aus.
Wie wird sich der F-Commerce weiterhin entwickeln?
Wir sehen, dass kleine Unternehmen im F-Commerce die größten Schritte machen. Dies ist ähnlich wie im Blogging-Bereich, wo Einzelpersonen und kleine Unternehmen die Regeln diktiert haben. Wir haben beobachtet, dass kleine Unternehmen genau wissen, wie sie sich über soziale News-Streams mit echten Menschen effektiver vernetzen können und dies zu größeren Umsätzen führt. Auch für Privatpersonen, die ihre Produkte zum Beispiel über Etsy.com verkauft haben, ist die Integration unsers Shopping-Tools in ihre Facebook-Seite oder ihren Blog oft der nächstgrößere Schritt.
Baut ihr mit Ecwid auf Facebooks sozialer Suche „Graph Search“ auf?
Facebooks soziale Suche „Graph Search“ ist noch eine relativ neue Technologie und wir untersuchen gerade, wie wir daraus den besten Nutzen für den Social Commerce erzielen können.
Was genau ist die Vision von Ecwid?
Der Schlüssel ist unser Multi-Plattform-Potential. Händler sollen die Möglichkeit haben, überall dort zu verkaufen, wo ihre Kunden kaufen wollen – im Web, mobil und sozial. Dies gibt ihnen Beweglichkeit, um ihre Umsätze zu erhöhen. Da wir in 174 Ländern und in über 40 Sprachen verfügbar sind, sehen wir das auch als globale Vision für den Social Commerce an.
Und was unterscheidet euch von den Mitbewerbern?
Ecwids cloud-basiertes Widget kann innerhalb von Minuten in jeden Blog sowie jede Web- oder Facebookseite eingebaut werden. Mit der Facebook-App können Händler einen voll funktionsfähigen Shop mit wenigen Klicks zu jeder Facebook-Seite hinzufügen und ihren Kunden so ermöglichen, Produkte über die Sozialen Medien zu entdecken und einzukaufen, ohne Facebook verlassen zu müssen.
Weiterführende Links
- Intuit Acquires Facebook Ecommerce Platform Payvment’s Team, Tech, And Patents While Ecwid Takes Its 200K Merchants - Techcrunch
- F-Commerce: 3 Wege, um Facebook als Vertriebskanal zu nutzen - t3n.de

![Wo Social Commerce an seine Grenzen kommt [Kommentar]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-402104_istock_social-media-commerce-menschen_medium.jpg)






