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F-Commerce: Otto startet Facebook-Shop mit virtueller Anprobe

Im Vergleich zum Stationärhandel haben Versandhandel und E-Commerce einen entscheidenden Nachteil: Die Waren lassen sich nicht anfassen oder gar anprobieren. Otto will das ändern und hat ein F-Commerce Projekt gestartet, bei dem die Facebook-Fans mit Hilfe einer Augmented Reality App Bekleidung virtuell anprobieren können.

F-Commerce: Otto startet Facebook-Shop mit virtueller Anprobe

F-Commerce: Otto launcht „virtuelle Anprobe“ bei Facebook

F-Commerce: Otto hat bei Facebook eine neue App gestartet, die mit Hilfe von Augmented Reality eine „virtuelle Anprobe“ erlaubt.

Der Versandhandelsriese wirbt für sich mit einer starken Kundenorientierung, die sich vor allem durch guten Service zeigen soll. Otto nutzt dazu auch zunehmend die Möglichkeiten des Social Webs und verknüpft sie mit neuesten Technologien wie beispielsweise Augmented Reality. Mit einer neuen Facebook-App, die mit dieser Technik der „erweiterten Realität“ arbeitet, startet Otto jetzt eine neue F-Commerce-Kampagne für den Modebereich.

So funktioniert die „virtuelle Anprobe“ von Otto

Wer über einen halbwegs modernen Computer mit einer Webcam verfügt, kann jetzt als Fan der Fanpage von Otto virtuell Kleider, Pullover, Hosen oder Hemden anprobieren. Das geht dann sogar so einfach, dass die traditionelle Anprobe im Geschäft schon fast in Vergessenheit geraten könnte. Über die Webcam wird ein Bild des Kunden aufgenommen und eine Silhouette berechnet. Über diese Silhouette werden dann die Kleidungstücke gelegt, die der Facebook-Fan mit der Maus auswählt. Für den Kunden entsteht auf seinem Display so ein Bild, auf dem er die ausgewählten Kleider trägt. Verschiedene Outfits lassen sch bequem mit der Funktion „Mix & Match“ miteinander kombinieren. Gefällt dem Kunden eine Kombination, so kann er ein Bild davon abspeichern und Freunde um Feedback bitten. Dadurch wird die Anprobe nicht nur virtuell, sondern sie bekommt auch noch eine soziale Komponente spendiert. Ein virtueller Einkaufsbummel mit Freunden quasi.

F-Commerce mit Augmented Reality - ein Zukunfsmodell?

Die virtuelle Anprobe von Otto befindet sich derzeit noch im Experimentierstadium und hat noch einige Macken. So will der Zugriff auf die Webcam, der über Flash läuft, unter Mac OS X in meinem Test noch nicht gelingen. Das ist aber für mich persönlich nicht weiter schlimm, denn momentan gibt es nur Damenbekleidung zur virtuellen Anprobe. In Zukunft will Otto das verfügbare Sortiment für die Anprobe aber noch deutlich erweitern.

Insgesamt ist die Verknüpfung von und Augmented Reality ein gelungener Ansatz für die Zukunft im . Die Kunden bekommen damit nicht nur einen echten Mehrwert für sich selbst, sondern können mit der virtuellen Anprobe auch die Meinungen von Freunden einholen. Der Kunde bekommt mit Sicherheit für eventuelle Kaufentscheidungen und Otto bekommt Aufmerksamkeit und vielleicht sogar neue Kunden. Da auch der spielerische Effekt nicht zu kurz kommt und man durchaus auch mal über verrückte Kombinationen lachen kann, ist auch noch eine gute Portion Viralität enthalten.

So sieht die „virtuelle Anprobe“ dann in der Praxis aus:

Weiterführende Links zum Thema und der virtuellen Anprobe von Otto:

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25 Antworten
  1. von Andrew Widdel via facebook am 08.12.2011 (10:42Uhr)

    Ich glaube, dass viele den Dienst niemals nutzen werden, da keiner seine Konfektionsgröße in ein Datensammelsorium wie Facebook einspeisen will. Die tägliche Werbung über Diät-Produkte und sonstigem Müll aufgrund seiner Körperstatur ist dann doch ein wenig nervig.
    Und wer weiß, wofür man solche Daten dann noch nutzen wird. Aber vielleicht irre ich mich auch und wir werden alle noch fauler und bequemer. In anbetracht der menschlichen Entwicklung in den letzten Jahrhunderten steht das ja sogar zu erwarten.

  2. von Juri Richter via facebook am 08.12.2011 (10:48Uhr)

    Soweit es Gelegenheit geben wird, dass sich Technik und Kapazitäten von "Leitungen und Rechen"geschwindigkeit" etc." .. weiter "verbessern" gehe ich von Entwicklungen aus, dass ich so etwas wie meinen eigenen, echten Avatar als 1 zu 1 Abbildung haben kann um entsprechend mich bewegen zu können in einer virtuellen Umgebung ( = räumlich mit diversen Sinneseindrücken inklusive). Oder so ne Art 3D-Drucker in Textil-und-Klotz-Ausführungen, dass ich nur noch Muster für Textilien, Möebl oder so.. online erwerbe... oder so... *kaffeeschluerf* ..

  3. von Dennis Wegner via facebook am 08.12.2011 (10:49Uhr)

    In dem Fall ist es ja eine externe Anwendung, die von Otto (bzw. dem Dienstleister) programmiert wurde und somit auch auf externen Servern liegt. Die Daten sind also im ersten Moment mal nur für Otto einsehbar (theoretisch). Nichts anderes, als wenn jemand im Otto-Shop seine Größen angibt. Natürlich, wenn die öffentliche Wahrnehmung eine andere ist, könnte dies aber ein Grund sein, falls es nicht angenommen wird... Ich bin gespannt!

  4. von Clemens Praetorius via facebook am 08.12.2011 (10:58Uhr)

    H&M hat auch eine virtuelle anprobe auf ihrer neuen website

  5. von Stefan Römmele via facebook am 08.12.2011 (11:01Uhr)

    Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Facebook-User kein Problem damit hat, seine Konfektionsgröße in eine Anwendung einzugeben (weil sich keine Gedanken darüber gemacht wird, oder es den Usern egal ist). Davon abgesehen gehen die Daten, wie Dennis Wegner schon sagte, nicht zwangsläufig an Facebook.

  6. von René am 08.12.2011 (11:02Uhr)

    Interessante Entwicklung … letztens gab's ja auch die Info, dass die Vermessung von Menschen am heimischen Rechner mittlerweile immer besser wird. Von daher finde ich das die richtige Richtung. Es steigert generell das Shopping-Erlebnis … näher am Handling wie im Laden.

  7. von Jan Saarmann am 08.12.2011 (11:05Uhr)

    Ich bin ja prinzipiell angetan von solchen Apps, aber das hier sieht echt grauenhaft aus. Mehr als prinzipielles "Passt dieses Kleid zu meinen Haaren?" ist ja nicht möglich. Die Passform wird ja – schließe ich mal aus dem Video – nicht berücksichtigt. Die Jungs von UPcload sind da auf einem besseren Weg. Mittels einer hochgehaltenen CD und mehreren Fotos berechnet der Algorithmus ziemlich genau die Körpermaße.

  8. von René am 08.12.2011 (11:15Uhr)

    Danke für den Link Jan, ich wusste den Namen leider nicht mehr. Genau die Jungs meinte ich.

  9. von Michael Zweigle via facebook am 08.12.2011 (11:36Uhr)

    Da kann ich den Vorredner nur zustimmen. Wer vor einigen Wochen auf PRO den Film "Wally E" gesehen hat, wird durchaus Parrellen in der Entwicklung der letzten Jahren und Zukunft erkennen :-)

  10. von Marco Amici via facebook am 08.12.2011 (11:38Uhr)

    Wenn man was anbietet, sollte es auch verfügbar sein. Das Gegenteil habe ich bei Otto erlebt und ich war nicht erfreut. Der Service ist aber super. Hilft nur nicht, wenn ich 8 Wochen auf die Ware warten muss. Von Zalando und Amazon lernen, heisst Siegen lernen.

  11. von Dennis Stelloh via facebook am 08.12.2011 (11:42Uhr)

    Nicht verfügbar, lange Lieferzeiten... erinnert mich an Quelle.

  12. von Dave am 08.12.2011 (15:52Uhr)

    Nicht gerade gut umgesetzt. Das macht doch kein Spaß und bei so einem virtuellen Anprobieren kann man es sich auch stecken lassen. Da hat mein Verstand ja noch eine bessere Vorstellungskraft. Die Entwickler hätten sich ein bisschen mehr von der virtuellen Anprobe von Mister Spex abschneiden sollen. Dort wird das Brillenmodell in 3D mit angepasst und nicht nur ein statisches freigestelltes Objekt über ein Webcam-Bild gelegt.

  13. von Rya am 09.12.2011 (08:43Uhr)

    Witzig, dass hier bisher nur Männer kommentiert haben. Ich als Frau muss sagen: Das ist sowas von sinnlos. Jeder, der schon mal etwas anprobiert hat, weiß, dass es am eigenen Körper noch mal gaaaanz anders aussehen kann. Außerdem muss man ja auch fühlen wie es passt. Die Inspieration kann man sich auch einfach so vom Foto im Katalog holen. Als Spielerei ganz cool, aber als Ersatz für die Umkleidekabine sehr zweifelhaft!

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    [...] entwickeln wird ist zur Zeit noch nicht abzusehen. Im Moment wird noch experimentiert wie etwa bei OTTO mit Augmented Reality. futurebiz zeigt das der deutsche Normal-Shopper noch nicht wirklich überzeugt [...]

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    [...] F-Commerce: Otto startet Facebook-Shop mit virtueller Anprobe - t3n News 12/2011 [...]

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    [...] F-Commerce: Otto startet Facebook-Shop mit virtueller Anprobe - t3n News 12/2011 Weitere Artikel zu Facebook und Social Media [...]

  23. von Moa am 18.06.2012 (21:44Uhr)

    Mehrere Onlinedienste haben bereits Online Anprobe z.B. H&M

  24. von Social Commerce – Einkauf im Inter… am 12.06.2013 (17:36Uhr)

    [...] der echten Freunde und Bekannten darstellt – dies ist unter anderem ein Vorteil, den man kreativ nutzen kann. Facebook Gifts – die Möglichkeit, Freunden über Facebook Geburtstagsgeschenke zu schicken – [...]

  25. von Amazon vs. Otto: Wer wird den deutschen… am 15.04.2014 (15:51Uhr)

    […] virtuelle Anprobe, eine Facebook-App mit viel Potential, war schon bei der Einführung im Jahr 2011 sehr praktisch und richtungsweisend. Zwar mag es für uns Retourenkönige angenehm sein, die im Web […]

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