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Abmahnfalle „Share“-Button: Facebook-Nutzerin soll 1.000 Euro für geteiltes Foto zahlen

Abmahnfalle „Share“-Button: Facebook-Nutzerin soll 1.000 Euro für geteiltes Foto zahlen

Blogger, Online-Medien und Netznutzer aufgepasst: Erstmalig ist jemand für das Teilen eines Beitrags über den „Share“-Button von abgemahnt worden. Anwalt Christian Solmecke warnt vor einer neuen Abwahnwelle.

Abmahnfalle „Share“-Button: Facebook-Nutzerin soll 1.000 Euro für geteiltes Foto zahlen

(Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

1.000 Euro für geteiltes Marco-Reus-Foto auf Facebook

Wer bedenkenlos einen Beitrag auf Facebook mit Freunden teilt, kann künftig abgemahnt werden. Das zeigt ein aktueller Fall um die Inhaberin einer Fahrschule: Diese soll jetzt über 1.000 Euro zahlen, weil sie einen Bericht der Bild-Zeitung geteilt hatte, ohne den Urheber des eingebetteten Vorschaubilds zu nennen.

Wie Meedia berichtet, handelte es sich laut Medienrechtsanwalt Christian Solmecke um einen Bericht über Marco Reus und seine Fahrt mit gefälschtem Führerschein. Der Fotograf, der den Fußballspieler beim Aussteigen aus seinem Aston Martin fotografiert hatte, erwirkte eine Abmahnung, weil sein Bild ohne Verweis auf seine Urheberschaft auf Facebook verbreitet wurde.

Blogbetreiber und Online-Medien in der Pflicht

Der „Share“-Button Facebook erfreut sich großer Beliebtheit. Unter Umständen kann die Nutzung aber teuer werden. (Foto: © Hadrian / Shutterstock.com)
Der „Share“-Button Facebook erfreut sich großer Beliebtheit. Unter Umständen kann die Nutzung aber teuer werden. (Foto: © Hadrian / Shutterstock.com)

Diese Abmahnung ist für den Nutzer besonders überraschend“, schreibt Solmecke auf seinem Portal. Beim Teilen eines Beitrags über den „Share“-Button werde nämlich immer automatisch ein verkleinertes Vorschaubild generiert, auf das der Nutzer keinen Einfluss habe. Und weiter: „Er kann weder verhindern, dass das Bild gezeigt wird, noch kann er die Größe des Bildes so variieren, dass eventuell noch der Name des Urhebers sichtbar wird“. Das sei ein entscheidender Unterschied zum Teilen eines Links bei Facebook, so Solmecke. „Beim Setzen eines Links kann das Vorschaubild entfernt oder bearbeitet werden.“

Besonders Blogbetreiber und Online-Medien müssten, so Solmecke, darauf achten, dass alle Bilder, die sie auf ihrer Website posten, auch über soziale Netzwerke geteilt werden dürfen. Ist das nicht der Fall, kann es schnell teuer werden. Betreibern drohen dann Regressansprüche von Seiten der abgemahnten Nutzer, heißt es. Rechtlich ist diese Praxis bereits seit letztem Jahr legitimiert, als das Landgericht Frankfurt bei einen Streit um den „Share“-Button bei Facebook entschied, dass man als Seitenbetreiber immer eine entsprechende Lizenz an den geteilten Inhalten vergebe, solange die Teilen-Funktion genutzt werde.

Weitere Abmahnungen wahrscheinlich

Was aber bedeutet der Fall für die Zukunft?

Solmecke glaubt: „Es wird mit Sicherheit nicht bei dieser einen Abmahnung bleiben.“ Zwar gab es in der Vergangenheit bereits Abmahnungen für Nutzer, die einen einfachen Link mit Vorschaubild in ihrem Facebook-Profil gepostet hatten. Dass ein Nutzer jetzt aber auch für das Teilen eines Bildes über den „Share“-Button zur Kasse gebeten wurde, ist neu.

Solmecke rät deshalb zu Vorsicht: Während Seitenbetreiber sich die Rechte von Fotografen zum Verbreiten der Bilder in sozialen Netzwerken vorher einräumen lassen sollten, wird Internetnutzern empfohlen, nur Inhalte bekannter Websites über Facebook zu teilen. „Hier besteht am ehesten die Wahrscheinlichkeit, dass die Rechte ordentlich eingeholt worden sind.“ Eine dauerhafte Lösung ist das freilich nicht. Solmecke hält eine wegweisende Gerichtsentscheidung daher für „unabdingbar“. Bis dahin besteht die Gefahr einer Abmahnung.

Übrigens: Auch in Sachen Leistungsschutzrecht erreicht uns heute ein bemerkenswerter Fall. Mehr dazu in unserem Artikel „Erstes Leistungsschutzrecht-Exempel: Verlag rächt sich mit Abmahnung an Medienagentur“.

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr kostenfreie Stockfotos, die ganz und gar nicht langweilig sind

via meedia.de

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44 Antworten
  1. von Michael Pohl am 23.03.2015 (20:13 Uhr)

    Mir geht diese XING, Facebook, Social Media Abmahnung mittlerweile richtig auf den Keks.
    Teilen ist am Ende doch ein Trafficbringer für die endgültige Seite und beinhaltet alles nur eine Vorschau zu einer Seite.
    Deutschland - So macht das Internet kein Spaß

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    • von Vitoandre D'Oria am 24.03.2015 (16:14 Uhr)

      Das ist ja wohl ein Witz...

      Es gibt so genannte og tags in der Beschreibung oder den Titel könnte die Bild selbst den 1000 Euro reicheren Fotografen benennen und die Dame hätte nichts weiter zu tun als share zu klicken...

      Stattdessen ermöglichen die deutschen Gerichte ein neues lukratives Einnahme-Feld weil ja Porno Abmahne auch schon komplizierter geworden ist und hier der Markt schön groß ist....

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  2. von sebush am 23.03.2015 (20:20 Uhr)

    fb nimmt doch alle rechte von geposteten fotos ansich... also sollte ein share niemals rechte verletzen (außer von fb...) also echt mal... deutschland stinkt

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  3. von Armin am 23.03.2015 (20:31 Uhr)

    Verstehe ich auch nicht. Wenn Bild etwas veröffentlicht unter dem explizit eine technische Möglichkeit zum Teilen geboten wird, dann kann man doch niemanden dafür verklagen, dass man die Möglichkeit auch benutzt hat.

    Ein Bild von ner Website runterladen ist technisch zwar auch möglich und nicht erlaubt, aber da steht ja auch kein fetter Link "Teilen" darunter.

    Und wenn Bild nicht möchte das Inhalte geteilt werden und Facebook keine entsprechende Option bereitstellt um dies zu deaktivieren, dann darf man seine Inhalte nicht auf Facebook posten.

    Ich würde bis zum Oberverfassungsgericht klagen, wenn nötig.

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    • von Christoph am 24.03.2015 (07:39 Uhr)

      Ich bin im Grunde deiner Meinung, aber der Korrektheit halber:

      * Natürlich ist es (im Normalfall) erlaubt, ein Bild von einer Website herunterzuladen. Lediglich das Weiterverbreiten ist ohne Lizenz verboten.

      * Ein "Oberverfassungsgericht" gibt es nicht. Oberste Instanz ist im Zivil- wie auch im Strafrecht das Oberlandesgericht, Revisionsinstanz der Bundesgerichtshof.

      Wie gesagt, ich stimme dir zu. Diese ganze Abmahnerei ist völlig widersinnig, gegen jede Vernunft und es ist ein Unding, dass sowas überhaupt Erfolg hat.

      Ich bin allerdings auch der Meinung, dass es in der Vergangenheit so viele ähnlich gelagerte Fälle gegeben hat, dass jeder, der heute noch irgendwelches geistige Eigentum auf Facebook, Twitter oder sonstwo postet, ohne sehr genau über dessen Besitzverhältnisse Bescheid zu wissen, selber schuld ist.

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      • von Dietmar am 24.03.2015 (11:04 Uhr)

        Da aber Facebook explizit von jedem Nutzer ( das ist jeder der irgendetwas in FB veröffentlicht) die Rechte von Wort und Bild übernimmt kann es ( auch nach Deutschem Recht) nicht sein das hier eine Abmahnung erfolg hat, da ja die Rechte abgetreten wurden!

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    • von Daniel am 26.03.2015 (10:35 Uhr)

      Die Abmahnerei sollte freien Juristen generell untersagt und nur den Verbraucherschutzzentralen und der Gewerbeaufsicht mit Kosten von ma. 25-50 Euro je Fall erlaubt sein. Dann erledigt sich nämlich auch das Thema überflüssiger und raffgieriger Schrott-Juristen, die anders keine Mandate / kein Einkommen über Hartz IV beziehen, von selbst.

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  4. von Armin am 23.03.2015 (20:38 Uhr)

    Wobei man könnte auf das Datum von dem Bild klicken, den Link kopieren und den auf seine Seite einfügen, statt auf Teilen zu klicken. Dann sollte das wie ein Link behandelt werden, bei dem man das Foto weg klicken kann.

    Aber das hilft natürlich auch nichts, wenn sich nun der Urheber des Textes bei einem meldet :D

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  5. von Erik am 23.03.2015 (21:06 Uhr)

    Also mir ist da noch so ein wenig unklar was genau hier jetzt die Ausgangssituation ist: Aus dem Artikel interpretiere ich, dass eine Fahrschule ein Bild geteilt hat, und ich nehme stark an, dass dies "öffetlich" geschah. Das kann man ja für jeden Post bei Facebook einzeln einstellen.
    Es handelt sich daher denke ich um eine "Seite", und nicht ein normales Nutzerprofil.
    Wie ist das denn nun, wenn ein "normaler" Nutzer etwas in seiner Timeline teilt? Und vor allem dann, wenn der Beitrag nur für Freunde sichtbar ist (wir nehmen hier der Einfachheit halber mal an, dass ich unter den Freunden KEIN Abmahnanwalt oder Urheber befindet).

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mittlerweile fast schon dazu raten würde, einfach gar keine Bilder mehr zu posten oder zu teilen. Ich finde es doch reichlich befremdlich, wenn jemand Fotos abmahnen lässt, die wie in älteren Artikeln eigentlich freigegeben wurden (Strock Fotos), oder eben an große Zeitungen verkauft wurden, deren Artikel dann online geteilt werden. Es handelt sich schließlich um Werbung für den Artikel und damit auch für das Bild.

    Ich kann auch immernoch nicht so recht erkennen warum jemand durch ein Foto ein Urheberrecht hat, da er lediglich eine Momentaufnahme einer Situation festhält, an der derjenige mit Sicherheit KEIN Urheberrecht hat. Das ist aber eine andere Diskussion.

    Also, wie sieht's aus? Sollte man auch privat auf das Teilen von Fotos/Artikeln verzichten?

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    • von DerFrey am 24.03.2015 (00:05 Uhr)

      Unabhängig davon das ich nun auch kein Freund von dieser Abmahnpraxis in Deustchland bin die ehrlich keine Lust mehr macht überhaupt noch etwas zu verbreiten, muss ich hier einfach mal fragen Erik, ob der Sinn und Zweck der deutschen Urhebergesetze bewusst ist!? Ein Foto gehört nun einmal zu den kreativen Werken. Nur weil die meisten Zeitungsdotografen eher praktisch und weniger künstlerisch fotografieren muss Ihnen doch ein Recht an Ihrer Arbeit zugestanden werden, oder?

      Nach der Argumentation der zufälligen Momentaufnahme, für die der arme Kerl wahrscheinlich drei Stunden in einem Busch gehockt hat: sind die Noten des Komponisten auch rechtsfreier Raum, sind ja auch nur zufälllig melodisch klingende Töne...

      Auf der anderen Seite: auch als Urheber kann man mal fünf gerade sein lassen. Ein wohlwollender Anruf oder eine Mail tut meist schon Ihren Zweck. Direkt Abmahnungen zu verteilen, das ist meiner Ansicht nach nur Geldschneiderei.

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      • von Erik am 24.03.2015 (01:44 Uhr)

        Nein, ich sehe in einem Foto von einem aus dem Auto aussteigenden Menschen keine Schaffung eines schützenswerten Werkes, weder künstlerisch noch sonst der Menschheit in irgendeinem Maße kulturell oder intellektuell dienlich. Das mögen viele anders sehen, viele werden mir aber auch zustimmen. Es geht um eine maßvolle Einordnung, was hier schützenswert ist. Nicht die Noten eines Komponisten, sondern seine Komposition, d.h. die "künstlerische" Zusammenstellung der Noten schützenswert ist und daher auch geschützt wird.
        Das ist meine persönliche Meinung, und ich sehe die Gleichstellung eines solchen Fotos mit einem "echten" geschaffenen Werk nunmal als falsch an. Ich bin selbst Urheber in mehreren Bereichen und ich habe daher das Recht, mich an dieser Diskussion zu beteiligen.

        Hast du vielleicht eine Antwort auf meine ursprünglich gestellte Frage?

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      • von Axel am 24.03.2015 (13:04 Uhr)

        @ Erik - falsch! Jedes gemachte Foto fällt unter das Urheberrecht. Der Ersteller ist Urheber - und darf damit entscheiden wie dieses Bild verwendet wird - egal wie gut oder schlecht dieses nun ist - Punkt... bis hierher. Nun geht es hier ja um eine Abmahnung wegen unterlassener Kennzeichnung also Namensnennung. Ich denke das ganze könnte nur vor einem "obersten Gericht" wirklich geklärt werden , wenn überhaupt. Was mich auch interessieren würde, hat der betroffene Fotograf das selbst herausgefunden oder ist da wieder eine findige Abmahnindustrie auf der Suche nach Umsätzen?

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  6. von DE am 24.03.2015 (01:31 Uhr)

    Deutschland halt. Was soll man dazu sagen? So etwas gibt's nur hier. Unrechtsstaat nennt man so etwas!

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  7. von Pete am 24.03.2015 (07:31 Uhr)

    DAS ist mal wieder beschreibend für Deutschland. Du kannst hier NICHTS machen was irgendwie dem modernen Zeitgeist entspricht. Immer wirst du abgemahnt, gesperrt, verklagt, oder sofort nach unten gedrückt. DANKE DEUTSCHLAND!

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  8. von wurschtl am 24.03.2015 (08:00 Uhr)

    Eigentlich könnte doch Reuss den Fotografen auch verklagen oder?

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  9. von TheGeorg am 24.03.2015 (09:03 Uhr)

    Ich finde das Urteil richtig. Schließlich lebt der Urheber von dem Verkauf seiner Werke. Wenn jetzt jeder hingehen kann und es einfach so klauen und teilen dürfte, würde eine ganze Branche den Bach runter gehen. Wiederum bin ich kein Fan von einigen Abmahnanwälten die einfach nur geldgeil sind und jeden Winkel zu ihren Gunsten ausnutzen… nur in diesem speziellen Fall kann ich es nachvollziehen.

    Ihr müsst euch einfach mal vorstellen ihr verkauft Obst an einem Stand, jetzt kommt einer nimmt euer Obst ohne es zu bezahlen und schreit vor eurem Stand „probiert diese Frucht“ und fängt an euer Obst an die Leute zu verteilen ohne dafür zu bezahlen… jetzt kommen Leute wie ihr dahin uns sagt teilen ist zeitgemäß, stell dich nicht so an… :) - #uncool

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    • von Robert am 24.03.2015 (09:20 Uhr)

      Das Problem ist nicht dieses, eher dass der Nutzer es nicht weiß, durch diverse tools für ihn der anschein entsteht, er dürfe es teilen!

      Obwohl man sagen muss, ein Bild teilen, dass erfolgt in der Regel, in dem ich es vorher "stehle", statt die URL des Bildes als Link zu teilen, wo dann ja die Quelle steht. Das Problem sollten dann die Seitenbetreiber der Quelle haben. Aber sich ein Bild auf den PC zu ziehen und dann sagen "ich wusste nicht..." - das ist fragwürdig.

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    • von MAHO am 24.03.2015 (09:31 Uhr)

      Hi TheGeorg,

      ich bin überzeugt du hast da was nicht richtig gelesen, anders kann ich deine Meinung nicht verstehen.

      Zuvor auch noch der Kommentar, dass hier noch gar nicht über ein Urteil geschrieben wurde, sondern über ein Klage. Ich hoffe doch sehr, dass die Person es darauf ankommen lässt und es vor Gericht geht. Das Urteil sollte dann positiv für die Facebooknutzerin ausgehen.

      Hintergrund: Der Fotograf hat das Foto an die BILD verkauft, diese hat es benutzt und auch auf Facebook verteilt. BILD und der Fotograf müssen einen Vertrag haben, wie das Foto genutzt werden darf, wenn die Veröffentlichung in sozialen Netzwerken erlaubt ist, dann gehört dazu auch die Verbreitung. Die Teilen-Funktion zu nutzen ist eine übliche Verbreitung und einem Facebook-Nutzer zuzumuten die Rechte zu prüfen ist unzumutbar, da nicht Verhältnismäßig (zumindest bei dieser Funktion).

      Ein anderer Nutzer fragte ob der Promi den Fotografen verklagen könnte. Die Antwort ist in der Regel "Nein", da ein Promi eine Person vom öffentlichen Interesse ist, haben sich die Persönlichkeitsrechte im Sinne des Rechts am eigenen Bild stark aufgeweicht. Übliche Privatpersonen hingegen könnten den Fotografen verklagen, wenn die im Fokus eines veröffentlichen Bildes stehen.

      Ich bin selbst Fotograf und fibde die Masche dieses Fotografen eibe Frechheit. Ich sehe hier BILD in der Pflicht einzugreifen, da sie das Foto veröffentlicht hatten. Dem Fotografen würde ich keinen Job mehr geben.

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    • von Cr45hCode am 24.03.2015 (10:24 Uhr)

      Das Problem hierbei ist nur, dass nicht derjenige Verklagt wird, der sich vor den Stand gestellt hat und die Früchte widerrechtlich zum Verzehr verteilt, sondern diejenige, die die Frucht probiert hat. Und das ist mit Sicherheit weder fair noch nachvollziehbar. Man kann als Außenstehender nicht unbedingt Wissen, dass der Typ vor dem Stand nicht das Recht hatte die Früchte zu verteilen.

      Natürlich könnte man jetzt sagen "Da muss man halt drauf achten, bevor man was annimmt/teilt/etc", aber mal ganz im ernst: Kann man wirklich verlangen, dass Leute jedes Mal massig Zeit investieren um sowas zu prüfen? Zumal bei den meisten Leuten vermutlich das Verständnis für solche (viel zu komplizierten) rechtlichen Geschichten fehlt... Es kann doch nicht sein, dass jeder Mensch in diesem Land Jura studieren und ständig in der Angst leben muss verklagt zu werden, weil er mal was übersehen hat. Vor Allem wenn es um solche "Kleinigkeiten" geht... - #unfair

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  10. von Ronny am 24.03.2015 (09:16 Uhr)

    Ha ha, "wird Internetnutzern empfohlen, nur Inhalte bekannter Websites über Facebook zu teilen".....

    Hallo Herr Solmecke,
    Ist die Bild-Zeitung denn keine bekannte Webseite?

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  11. von Poly am 24.03.2015 (10:07 Uhr)

    Der Name vom Fotografen wäre viel interessanter ;-)

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  12. von DerUmi am 24.03.2015 (10:20 Uhr)

    Wenn ich das richtig verstehe, hat eine Fahrschule bei einem BILD-Artikel (oder dem entsprechenden Beitrag auf der BILD Facebook-Seite) auf den Share-Button gedrückt und erhält dafür eine Abmahnung (von wem: dem Fotografen oder einem beliebigen dahergelaufenen Abmahnanwalt)? Gilt dieser Abmahn-Irrsinn nur für in Deutschland verortete Menschen, oder können solche Abmahnungen auch rechtswirksam an Leute im Ausland verschickt werden? Wo wäre der Gerichtsstand: In Deutschland, weil deutsches Urheberrecht im Spiel ist; in den USA, weil Facebook dort ansässig ist; oder im Land des Abgemahnten?

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  13. von Flacke am 24.03.2015 (10:23 Uhr)

    Niemand anderes als die/das ur-veröffentlichende Person bzw. Medienunternehmen hat die Pflicht, auf den Urheber zu verweisen. In diesem Fall die Bildzeitung, die zudem – wie ich das sehe – die Verbreitung forciert und legitimiert, indem sie den Beitrag auf FB postet. Somit ist sie auch rechtsverantwortlich. Und somit ist doch auch klar, wie selbstverständlich mit Beiträgen durch FB-Nutzer verfahren wird, indem sie sie TEILEN ... das ist doch das Prinzip auf dem das Portal aufgebaut ist.
    Zudem hat der Fotograf als Urheber die Vorsorge zu tragen, dass seine Urheberrechte im vorhinein auch gewahrt bleiben, um verdächtigerweise nicht im nachhinein mit Abmahnung zu reagieren, was mit einem gewissen Kalkül und mit einer mindestens billigenden Absicht seitens des Fotografen betrachtet werden KÖNNTE, da die "Verwendung" von Bildern, indem sie auf FB geteilt und verbreitet werden, nicht rechtssicher genug für Urheber und vor allem dem "Teilendem" geregelt zu sein scheinen.
    Also bitte, liebe Fotografen, sorgt schon von Beginn an für die Wahrung Eurer Interessen und erregt nicht den Verdacht, dass Ihr darin eine potentielle, lukrative Einnahmequelle seht, indem Ihr Euch zur Ausnutzung scheinbarer Rechtslücken verführt fühlt und einen Einkommenserfolg im Abmahnegeschäft zu erkennen glaubt. Urheberrecht im Netz sowie gerade in sozialen Netzwerken ist ein viel zu offensichtliches Thema und wird zeitgemäß und so aktuell immer wieder in öffentlicher Diskussion behandelt und durch den Wolf gedreht, so dass gerade Urheber und ebenso verbreitende Medien notwendigerweise Sorge für eine Absicherung im eigenen Interesse zu tragen haben. Bestehen hier Rechtlücken, ist natürlich ganz besonders die Gesetzgebung gefragt, diese vor allem ZÜGIG zu schließen, was meistens jedoch meistens nicht zügig passiert.

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    • von ClaudiaW am 24.03.2015 (10:32 Uhr)

      Genau. Flacke hat recht.

      Und wenn man schon von "Abmahnfallen" spricht, dann muss man deutlich dazu schreiben/sagen, dass es eben gerade n i c h t der Fotograf ist, der hier eine solche angebliche Falle aufgestellt hat, sondern eben hier die BILD-Ztg.

      Und bitte: jede Teilung ist eine neue "Abmahnfalle", usw. usw.
      WERBUNG ist das für die BILD-Zeitung mit dem BIld eines Fotografen, mit dem das wahrscheinlich/offensichtlich nicht abgesprochen war. Natürlich will er das unterbinden und ggfls. auch Geld sehen.

      Übrigens: Wie man (wenn man die Rechte hat) die notwendigen Angaben dem Bild mitgeben kann, erfährt man auf den Developer-Seiten von Facebook. Auch, wie man bestimmte Bilder ausschließen kann von der Weitergabe. Und mehr. Es ist kein Hexenwerk, sondern: e i n f a c h.
      Man muss es nur wollen.

      Meiner Meiunung nach kann sich jede/r zu Recht Abgemahnte natürlich an den "Fallensteller" wenden und sich den Schaden ersetzen lassen.
      (Falls das schon jd, geschrieben hat: ic h habe noch nicht alle KOmmentare gelesen).

      Gruss Claudia

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    • von Leonie am 24.03.2015 (11:49 Uhr)

      @ClaudiaW: ein genauer Link zur entsprechenden Anleitung wäre da hilfreich!

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  14. von Hans-Jürgen Wiese am 24.03.2015 (11:16 Uhr)

    Das Urteil ist völlig unverständlich.
    Durch Hochladen eines Fotos tritt man die Recht an dem Foto an FB ab. Hochgeladen hat BILD das Foto. Möglicherweise war BILD dazu gar nicht berechtigt, ich kenne den Vertrag zwischen dem Fotografen und BILD über die Nutzung nicht. Wenn das Hochladen unrechtmäßig war ist BILD regresspflichtig. War das Hochladen rechtmäßig, liegt überhaupt kein Rechtsbruch vor. Dann liegen die Rechte am BILD bei FB. Und durch die Möglichkeit einen Aktikel zu sharen muss der User davon ausgehen, das die Benutzung des Share-Buttons legal ist.
    Der Fotograf hätte also bestenfalls BILD verklagen können, was er aber tunlichst unterlässt. Zum einen hat BILD genügend Geld sich zur Wehr zu setzen, zum Zweiten wird er nie wieder ein Foto an BILD verkaufen können. Also hält er sich lieber an den Schwächsten der Beteiligten, was ja offensichtlich auch zum Ziel geführt hat.
    Und nicht zuletzt ist ein Vorschaubild keine Kopie des Originals, da es in den Details deutlich unter dem Original liegt und nicht anstatt des Originals verwendet werden kann. Es hat also gar keine Verbreitung eines geschützen Werkes stattgefunden. Suchmaschinen erzeugen zig-tausende von Vorschaubildern.
    Das deutsche Urheberrecht ist derart verworren, das selbst Richter nicht mehr durchblicken. Die Folge sind Urteile wie dieses.

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    • von Leonie am 24.03.2015 (11:51 Uhr)

      @Wiese: einfach mal richtig lesen: es gab kein Urteil, sondern einen außergerichtlichen Vergleich!

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      • von Hans-Jürgen Wiese am 24.03.2015 (13:35 Uhr)

        Stimmt, es gab kein Urteil. Aber das macht die Sache auch nicht besser. Die Angelegenheit vor Gericht durchzufechten dürfte erheblich teurer werden als die Abmahngebühr zu zahlen. Und die Gerichtskosten trägt jede Partei selbst, selbst wenn sie den Prozess gewinnt. Und der Prozessausgang ist kaum kalkulierbar, eben weil die Gesetze keine Rechtssicherheit schaffen. Genau deshalb kommt es ja zu der Situation, das Bürger für etwas zahlen (müssen), für das nicht feststeht ob es überhaupt einen Rechtsbruch darstellt.

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  15. von Carsten Ulbricht am 24.03.2015 (12:28 Uhr)

    Wer verstehen will und nicht nur Panik (weiter-)verbreiten will, dem darf ich die Lektüre meines erläuternden Beitrags "Urheberrechtliche Abmahnung wegen Facebook Sharing verursacht (irrtümliche) Panikwelle – Der Versuch einer rechtlichen Aufklärung" unter http://www.rechtzweinull.de/archives/1801-abmahnung-wegen-facebook-sharing-urheberrecht.html ans Herz legen... ;-)

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  16. von Fran Kee 【Ƿ】 am 24.03.2015 (12:38 Uhr)

    1. Eine Abmahnung ist kein Urteil.
    Sondern erstmal nur ein Erpressungsversuch. Geschäft mit der Angst.

    2. ein Share/retweet wird bislang als Zustimmung, nicht als Verbreitungshandlung angesehen

    3. Aufpassen muss man, wenn man Bilder selber reinbringt, das gilt auch für die Verlage selber (mit den großzügigen, häufig rechtswidrigen total-buyout-Klauseln gegenüber ihren Fotografen, etfc).

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  17. von Fran Kee 【Ƿ】 am 24.03.2015 (13:37 Uhr)

    Kurze Durchsage: Die ganze „Nachricht“ (und damit alle Aufregung darüber) ist ziemlicher Bullshit.

    Lasst es Euch von Niggi erklären (t3n: reingefallen. kein Ruhmesblatt):

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20775/die-erste-abmahnung-fuer-einen-facebook-share-button-ein-meilenstein-der-anwalts-pr/

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  18. von Axel am 24.03.2015 (14:56 Uhr)

    Hm. Was bleibt ist die Abmahnung. Oder sollte die gar? .......
    Sollte diese Abmahnung wirklich existieren, gehört das ..... abgemahnt ;-)

    Ursache für solche Auswüchse sind ja dann wohl doch unsere Gesetze, die mehr Interpretation zulassen als es nötig wäre. Tja die Steuererklärung auf einem Bierdeckel war auch mal ein ziemlich feuchter Traum.

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  19. von T.S. am 24.03.2015 (15:32 Uhr)

    Egal ob justiziabel oder nicht: Meldungen bzw. Aktionen dieser Art führen dazu, dass User überall, nicht nur auf Fb, verunsichert werden. Das führt dazu, dass es Seitenbetreiber immer schwieriger haben, ihre Besucher zu mehr Interaktion und Engagement zu animieren...
    Letztlich dient das nur den großen Konzernen, die plumpes Marketing mit ihren Budgets pushen können. Ich weiss, das ist sehr verkürzt ausgedrückt, aber wer betroffen ist, weiss, was ich meine...
    Der Rest ersetzt sowieso Kenntnis mit Überzeugung ... ;)

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  20. von Stephan Jäckel am 24.03.2015 (15:56 Uhr)

    Ich persönlich finde es merkwürdig, dass ein Gericht in Deutschland überhaupt die Klage zugelassen hat. Aus meiner Sicht hätte ein Gericht ihn auf seine Anspruchsgrundlage gegen die BILD-Zeitung verweisen müssen. Diese hat eine bestimmte Kombination von Verwertungsrechten an dem Foto vom Fotografen erworben und danach das Foto genutzt.

    Wenn diese Rechte auch das Veröffentlichen in Sozialen Netzwerken inkl. des auf Grund der Funktionen in solchen Netzen möglichen Teilens durch Dritte umfasste, dann hätte er sich an die BILD wenden müssen. Der Axel Springer Verlag wird da aber wohl die besseren Anwälte auffahren können und somit hätte der Fotograf womöglich kein Geld gesehen, denn sich darauf hinausreden, dass er bei Vertragsschluss nicht wusste, dass das Bild in Sozialen Netzwerken geteilt werden könnte, das wäre ihm wohl nur schwerlich gelungen. Ob er damit durchgekommen wäre, dass die BILD wusste, dass sine Urheberschaft beim Teilen auf fb nicht mitgegeben wird, also bösgläubig handelte, vermag ich nicht einmal zu spekulieren. Wenn also ein Richter aus Sorge um die Urheberrechte eines Paparazzo (das ist wohl die allgemeinsprachliche Betitleung des Berufes?) die Klage angenommen hat, dann ergibt sich daraus womöglich eine echte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Gerichte.

    Denn wenn BILD nicht alle Rechte zur Verbreitung wie o.a. hatte, dann müsste meines Erachtens die hier Beklagte, nach der Art wie das Urteil im Artikel dargestellt ist, eine Klagemöglichkeit gegen BILD gegeben werden und dann auch Recht zugesprochen werden, wenn BILD keine Rechte für Soziale Netzwerke / Internet per se) hatte. Ob die Beklagte auf Bösgläubigkeit gehen könnte, wäre ine interessante Frage.

    Auch eine Klage gegen Facebook müsste meines Erachtens nach angenommen werden. Aber ob man die Plattform verurteilen würde, weil sie nicht die entsprechenden Informationen zum Bild weiter teilt bzw. auf die rechtlichen Implikationen des Teilens hinweist, dass wäre wohl eine 50:50 Frage. Aber es könnte für den Deutschen Rechtsraum ein interessantes Grundsatzurteil zu den facebook-Bestimmungen zu der Rechteweitergabe an dort veröffentlichten Bildern geben. Die könnte so u.U. kippen.

    Die Grundsatzproblematik in Sachen Internet aber bleibt: In einer globalisierten Welt, mit global nutzbaren Plattformen, die ihre Firmensitze in unterschiedlichen Rechtsgebieten haben sowie zahllose Niederlasungen, ist es unverständlich, dass nach rund 20 Jahren kommerziellen Internets nicht schon lange über die UN ein allgemeiner rechtsrahmen geschaffen wurde!

    Das hat bei der Fliegerei relativ gut geklappt und deren interationale Behörde (ICAO) hat für alle Reisenden über alle Staatsgrenzen hinweg, egal von woher und wohin sie wollen und in welchem Land die Airline sitzt verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen. Es wäre schon lange an der Zeit, dass sich die großen der Webwirtschaft zusammenschließen und für eine analoge Regelung auf internationaler Ebene auch für die Internetwirtschaft und deren Kunden sorgen.

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  21. von Brad Roderick am 24.03.2015 (16:01 Uhr)

    Liebe Leser!

    Eine ungeheure Ungerechtigkeit ist das! Schuld ist alleine der Axel Springer Verlag und die Chefredaktion der BILD! Die müssen die Verantwortung auf sich nehmen, denn die haben den Teilen-Button zu verantworten!

    Was nicht geteilt werden darf muss explizit gekennzeichnet werden und der Teilen-Button muss fehlen! Wer das nicht macht, darf keine Ansprüche geltend machen!

    Wir lassen das durchsetzen, meine NSA-Kollegen und ich! Wir sind nämlich die Guten!

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  22. von Hans-Jürgen Wiese am 24.03.2015 (16:49 Uhr)

    Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Es hat kein Gerichtsurteil gegeben, es hat auch keine Gerichtsverhandlung gegeben, es war überhaupt kein Gericht beteiligt. Damit ist völlig ungeklärt ob die Abmahnung des Fotografen zu Recht besteht oder nicht. Die Userin hat lediglich zugestimmt die Abmahngebühr zu bezahlen.
    Wie aber die Kommentare zeigern wird die Situation von vielen als ungerecht empfunden. Natürlich hat die Abgemahnte die Möglichkeit gegen die Abmahnung zu klagen, und die Richter weisen die Abmahnung möglicherweise ab. Aber welche Privatperson will das Prozessrisiko und die damit verbundenben Kosten eingehen. Die sind auf jeden Fall ein Vielfaches der Abmahngebühr, selbst wenn der Prozess gewonnen wird. Die Rechtslage ist derart kompliziert, das selbst Juristen die Erfolgsaussichten kaum einschätzen können. Die Politik hat es versäumt eine klare Gesetzesgrundlage zu schaffen. Und genau darin liegt die eigentliche Ungerechtigkeit. Viele Abgemahnte scheuen es zu klagen eben weil die Erfolgsaussichten kaum abzuschätzen sind und zahlen lieber die Abmahngebühr.

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  23. von Matthias am 24.03.2015 (21:30 Uhr)

    "...wird Internetnutzern empfohlen, nur Inhalte bekannter Websites über Facebook zu teilen."

    Seit wann rangiert bild.de eigentlich nicht mehr unter den bekannten deutschen Websites?

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  24. von Dirk B. am 25.03.2015 (09:32 Uhr)

    Es handelt sich hier um einen Sonderfall, der nicht die Masse der Facebook-User betrifft. Es handelt sich weder um ein neues Gesetz noch um ein Urteil, sondern nur um eine einfache Abmahnung, deren genauer Inhalt nicht bekannt ist und deren Rechtmäßigkeit noch nicht einmal gerichtlich überprüft ist.
    Aber Hauptsache Panik verbreiten, oh MANN!

    http://www.infodocc.info/abmahnung-facebook-vorschaubild-teilen-button-keine-panik/

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    • von pepperstreet am 25.03.2015 (10:00 Uhr)

      +1 So sieht's aus!
      (erst lesen, dann kommentieren... im Titel war übrigens ein "Konjunktiv" versteckt ;) )

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    • von Peter am 25.03.2015 (10:21 Uhr)

      Hallo Herr B.,
      es ist die Aufgabe von Jornalisten zu berichten, auch wenn die Qualität der Berichterstattung of zu wünschen übrig lässt. Und ob die meisten BP-User betroffen sind können Sie auch nicht beurteilen. Die Panik entsteht durch die unklare Gestzeslage. Abmahnen kann jeder der meint seine Rechte seien verletzt. Er braucht erst einmal nichts zu beweisen, die Annahme reicht. Natürlich kann sich der Abgemahnte wehren und die Gerichte anrufen. Aber dafür braucht er Geld, seht viel Geld. Ich schätze den Streitwert in diesem Fall mal ganz vorsichtig auf 10000€, eher mehr. Wie hoch die Anwaltsgebühren für Ihren eigenen Rechtsvertreter wären können sie jetzt leicht selbst überschlagen. Geld, das Sie nie wieder sehen werden, selbst wenn Sie den Prozess gewinnen.
      Und wenn Sie das Geld nicht haben? Da zahlen viele Abgemahnte lieber die Abmahngebühr, das scheint ihnen überschaubarer. Und etliche Politiker erklären unverhohlen das die unklare Gestzeslage durchaus beabsichtigt ist, sie soll abschrecken. Die Menschen sind verunsichert, weil sie sich für Minimalverstöße - wenn es sich denn überhaupt um einen Rechtsverstoß handelt, das feststellen zu lassen kostet ja viel Geld - hohe Abmahngebüren zahlen sollen, die außerhalb des Internets bestenfalls mit einem erhobenen Zeigefinger geahndet würden.
      Das ist der wahre Grund für die Panik geraten, nicht die Berichterstattung.

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      • von Dirk B. am 25.03.2015 (12:02 Uhr)

        Mir geht es hier überwiegend um die journalistische Arbeitsweise, gerecht wird dem Thema dieser Beitrag:
        http://medienwoche.ch/2015/03/24/quelle-internet-2/

        Die Presse nimmt das Thema dankbar auf und SCHREIT mit den entsprechenden Headlines.

        Ob die privaten FB-User betroffen sein werden kann man beurteilen, wenn man sich die Vergangenheit anschaut. Bereits seit 2012 existiert das Problem der vorliegenden Abmahnung, aber eine Abmahnwelle ist bisher ausgeblieben. Facebook Statistiken: 4,75 Mrd. Inhalte werden täglich auf Facebook geteilt und es kam bisher zu einigen Abmahnungen.
        6er im Lotto würde ich sagen ;-)

        Das die Gesetzeslage nicht eindeutig ist, ist richtig, das muss sich ändern, da bin ich vollkommen bei Ihnen. Aber das ich mein Geld nach einem gewonnen Prozess (und das würde ich als Privatman) nicht wieder sehe, stimmt so nicht, dies wäre nur der Fall, wenn der Gegner insolvent wäre.

        Auf Missstande aufmerksam zu machen gehört sicherlich auch zur Aufgabe von Journalisten, nicht jedoch sinnlose Panikmache.

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  25. von rene Grassmann am 26.03.2015 (06:27 Uhr)

    So viel Panikmache, leider bringt der Artikel einiges durcheinander und berichtet nur vom Hörensagen, so das einige Tatsachen auch noch falsch sind

    Hier eine objektiver Zusammenstellung.
    http://www.ip-cube.com/2015/03/panikmache-als-werbegag-wegen-vorschaubild-auf-facebook-droht-keine-massenabmahnung/

    Jounalismus verlangt eigentlich ein Mindestmaß an Recherche.

    Ciao

    Rene

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