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Facebook Abstimmung: Bis 10.12. über Datenverwendungsrichtlinien mitentscheiden

Am gestrigen Montagabend wurde die bereits angekündigte Facebook Abstimmung über die neuen Datenverwendungsrichtlinien gestartet. Alle Facebook-Nutzer sollten ihre Stimme abgeben, denn es geht auch um die Abschaffung künftiger Abstimmungen.

Facebook Abstimmung: Bis 10.12. über Datenverwendungsrichtlinien mitentscheiden

Facebook Abstimmung: 300 Millionen Stimmen sind notwendig

Bis zum 10.Dezember, 20:00 Uhr (GMT) haben die weltweit über eine Milliarde Nutzer Zeit an der Facebook Abstimmung teilzunehmen. Das sind genau sieben Tage um die notwendigen 300 Millionen Stimmen zu sammeln, die notwendig sind, um die Abstimmung für bindend zu machen. Im Klartext bedeutet das: Stimmen weniger als 300 Millionen Nutzer ab, muss sich Facebook nicht um das Abstimmungsergebnis kümmern, es hat dann nur vorschlagenden Charakter.

Diese Art der Abstimmung, mit einer vorgeschalteten Vorschlagsphase, in der die Nutzer Feedback abgeben und mit über 7.000 Stimmen die zweite Abstimmungsphase erzwingen können, soll mit dieser Wahl ein Ende finden. Prinzipiell ist das sehr begrüßenswert, denn die 30 Prozent oder eben etwa 300 Millionen Stimmen werden vermutlich auch bei dieser Abstimmung wieder nicht zustande kommen. Ebenso begrüßenswert ist das Umdenken bei Facebook was die Bekanntmachung dieser Abstimmung angeht: Alle Nutzer bekommen per E-Mail einen Hinweis auf die Wahl.

Mit dieser E-Mail macht Facebook seine Nutzer auf die Abstimmung über die geplanten Datenverwendungsrichtlinien aufmerksam.

Damit hat Facebook den Kritikern einigen Wind aus den Segeln genommen und den Ball zurück zu den Nutzern gespielt. Übrigens wurde der ursprüngliche Vorschlag laut Facebook nochmals überarbeitet. In der aktualisierten Form soll das Feedback der Nutzer aus der ersten Abstimmungsphase eingearbeitet worden sein. In einem umfangreichen Dokument erläutert Facebook alle Änderungen und räumt dabei mit einigen Missverständnissen auf.

Vor der Facebook Abstimmung erläutert Elliot Schrage die Änderungen (Bild: Facebook).

Facebook will neue Kommunikationswege für Nutzer-Feedback anbieten

Eines der wichtigsten Themen innerhalb des Feedbacks der ersten Abstimmungsphase war die zukünftige Mitbestimmung der Nutzer bei der Regelung der Nutzung von Facebook. Dass das momentane System nicht effektiv genug ist, hatte Facebook selbst schon gesagt und auch die Nutzer sahen das nicht anders. Viele waren allerdings besorgt darüber, dass das Abstimmungsverfahren ganz abgeschafft werden soll, statt es so zu modifizieren, dass es effektiver wird.

Facebook bleibt bei der kompletten Abschaffung, will dafür aber einen direkten Draht für die Nutzer schaffen, über den sie Feedback abgeben können. Den Anfang macht dabei ein Live-Webcast am heutigen Dienstag um 17:30 Uhr (GMT), bei dem Facebook sich den Fragen der Nutzer stellen will. Das könnte dann auch in Zukunft der Weg der Wahl für Facebook sein, um effektiv Feedback einzuholen und dieses produktiv analysieren zu können.

Kommentar zur Facebook Abstimmung: Es liegt an euch!

Dass das bisherige Abstimmungsprozedere wenig effektiv und zielführend ist, darüber besteht Konsens. Bei einer Masse von über einer Milliarde Nutzer ist eine Abstimmung nur schwer umsetzbar. Die Suche nach einer Alternative ist da nur logisch und mit den Frage & Antwort-Webcasts könnte Facebook eine gute Lösung gefunden haben. Damit wird aber auch gleichzeitig eine neue technische Hürde für die Abgabe von Feedback aufgestellt. Was sich für webaffine Menschen merkwürdig anhören könnte, nämlich dass ein Webcast eine technologische Hürde darstellt, ist für den Otto-Normal-Facebooker in vielen Fällen Realität. Das Feedback dürfte dadurch in der Masse abnehmen, in der Qualität aber könnte es auch zulegen.

Wir haben es bei Facebook mit einem Abbild unserer und gleichzeitig anderer Gesellschaften zu tun, innerhalb derer es viele Menschen gibt, die das Internet und das Social Web gerade erst für sich entdecken. Eine E-Mail mit einem Link zur Abstimmung über neue Datenverwendungsrichtlinien sowie der „Erklärung der Rechte und Pflichten“ wird wahrscheinlich bei den meisten dieser Nutzer keine Handlung auslösen und das wird auch bei den Webcasts nicht besser.

Nun ist das kein Problem von Facebook, sondern ein Gesellschaftsproblem. Die Ignoranz des eigenen Mitbestimmungsrechts sehen wir bei jeder politischen Wahl genauso. Dass Facebook sich nun auf die Stimmen von den Nutzern konzentriert, die dafür auch bereit sind sich selbst einzubringen, ist nicht nur rechtens, sondern auch eine logische Konsequenz.

Geht also alle zur Facebook Abstimmung, wenn ihr was zu sagen habt. Dieses Mal gibt es die Ausrede „ich habe davon nichts gewusst“ nicht.

Für die Facebook Abstimmung wurde eigens eine App entwickelt.

Weiterführende Links:

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13 Antworten
  1. von aiken am 04.12.2012 (12:12Uhr)

    habe abgestimmt, danach wollte ich es teilen, als ich spaeter mein (share) post ansah war dieser nur fuer mich sichtbar -.-

  2. von Daniel Web via facebook am 04.12.2012 (12:42Uhr)

    Tut mir leid, aber das ist IMHO nur pseudodemokratischer Bullshit. Schließlich will Facebook ja offenbar WhatsApp kaufen, um an noch mehr Daten der Leute zu kommen.

  3. von André Golgener via facebook am 04.12.2012 (12:47Uhr)

    Das mag "pseudodemokratischer Bullshit" sein. Trotzdem ist es die einzige Teilhabe an den Bestimmungen die uns Usern vergönnt ist.

  4. von Robert Steinhöfel via facebook am 04.12.2012 (12:51Uhr)

    mich würde mal interessieren was sich da jetz genau geändert hat. finde es uncool beide varianten zu lesen und mir selber raussuchen zu müssen, wo die änderungen sind.

  5. von Roman Schmitz via facebook am 04.12.2012 (13:11Uhr)

    Aktuell steht es: 4,576 (neu) zu 44,629 (alt)Da busher weniger als 50,000 User abgestimmt haben und diese Abstimmeung schon am 10.12.2012 endet, hat diese Abstimmung eh keinen Einfluss auf das Ergebnis.

  6. von Stefan Kühne via facebook am 04.12.2012 (13:24Uhr)

    Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

  7. von Jötze Pfeiffer via facebook am 04.12.2012 (13:42Uhr)

    tja, letztendlich ist es doch jedem freigestellt, sein konto bei fb zu deaktivieren. google+ soll auch nett sein ;)

  8. von Facebook: Abstimmung über Änderungen a… am 04.12.2012 (14:02Uhr)

    [...] Infos zu Facebooks geplanten Änderungen findet man u.a. unter t3n.de. [...]

  9. von Michaels Tagebuch (Facebook Abstimmung:… am 04.12.2012 (21:16Uhr)

    Facebook Abstimmung: Bis 10.12. über Datenverwendungsrichtlinien mitentscheiden...Facebook Abstimmung: Bis 10.12. über Datenverwendungsrichtlinien mitentscheiden......

  10. von Michael am 05.12.2012 (11:12Uhr)

    Das ist keine Demokratie. Ich habe jetzt versucht unter 2 Rechnern abzustimmen. Unter Windows 8 mit dem aktuellen Firefox wird das Zertifikat nicht akzeptiert und unter dem aktuellen OSX mit Sarfari kann nicht abstimmen, jedes mal erscheint die Fehlermeldung "An error has occurred. Reload App". Sehr schwach.

  11. von Kai Menze via facebook am 06.12.2012 (09:36Uhr)

    Leider habe ich bisher im Netz nicht wirklich einen brauchbaren und gut lesbaren Artikel dazu gefunden, WAS EXAKT bei den Datenverwendungsrichtlinien geändert wird. Facebook verschleiert seine Aussagen dazu und redet vieles klein. Eine punktuelle Übersicht mit den möglichen Folgen für die User wäre hilfreich. Gerade bzgl. Rechte am Bild sowie der 30%-Regel. Könnt Ihr weiterhelfen? Besten Dank im Voraus!

  12. von Letzte Chance: Facebook-Abstimmung über… am 10.12.2012 (10:42Uhr)

    [...] sich über die Änderungen informieren möchte, bevor er seine Stimme abgibt, kann sich unserem ersten Artikel zur Facebook-Abstimmung einlesen. Noch bis 21 Uhr deutscher Zeit ist es möglich, die eigene Stimme im Rahmen des Facebook [...]

  13. von Facebook vereinfacht Datenschutz » t3n… am 13.12.2012 (12:40Uhr)

    [...] einer Reihe von Veränderungen widmet sich Facebook nur zwei Tage nach dem Ende der großen Nutzerabstimmung den Privatsphäre-Einstellungen. Die wesentlichen Neuerungen sind eine Reihe von Shortcuts, ein [...]

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